Österreich:
Bund richtet Digitalisierungsagentur ein


[12.6.2018] Eine neue Digitalisierungsagentur (DIA) soll die österreichische Bundesregierung künftig bei der Umsetzung wichtiger Digitalisierungsmaßnahmen unterstützen.

Österreichs Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck: Die Digitalisierungsagentur ist ein wichtiger Schritt, um zum digitalen Vorreiter in Europa zu werden. In ihrem Regierungsprogramm hat die österreichische Bundesregierung der Digitalisierung hohe Priorität eingeräumt und unter anderem die Einrichtung einer Digitalisierungsagentur (DIA) vorgesehen. Finanziert wird die DIA vom österreichischen Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) sowie dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit). Wie die beiden Ministerien nun mitteilen, soll die DIA nach den entsprechenden gesetzlichen Schritten im Sommer dieses Jahres ihre Arbeit aufnehmen. Agieren werde sie in den fünf Handlungsfeldern Digitale Infrastruktur, Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft, Forschung, Entwicklung und Innovation sowie Datenschutz und Datenwirtschaft.
„Mit der DIA schaffen wir eine zentrale Plattform für wichtige Digitalisierungsmaßnahmen und die notwendigen Rahmenbedingungen, um Herausforderungen der digitalen Transformation gezielt und gemeinsam umzusetzen“, erklärten dazu Österreichs Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck und Verkehrsminister Norbert Hofer. Für Bundesminister Hofer erfüllt die DIA eine klassische Vernetzungs- und Beratungsaufgabe: „Die Digitalisierungsagentur ist nationaler und internationaler Ansprechpartner in Digitalisierungsfragen und gestaltet einen Dialog zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung zu den unterschiedlichsten Facetten der Digitalisierung. Sie vernetzt die relevanten Stellen, berät die Bundesregierung und generiert so wichtige Anliegen und Ideen im umfassenden Bereich der Digitalisierung.“ Der Einsatz der Digitalisierungsagentur trage zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich bei, ergänzte Ministerin Schramböck: „Das ist ein wichtiger Schritt, um unserem Ziel, wieder digitaler Vorreiter in Europa zu werden, näherzukommen.“ (bs)

www.bmdw.gv.at
www.bmvit.gv.at

Stichwörter: Politik, Österreich, International

Bildquelle: BMDW/Christian Lendl

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Sachsen Digital: Neuer Maßnahmenkatalog
[6.8.2018] Bereits zum dritten Mal wurde der Maßnahmenteil der sächsischen Digitalisierungsstrategie aktualisiert und umfasst ein immer breiteres Spektrum an Vorhaben. mehr...
Sachsen: Neuer Landes-CIO
[2.8.2018] Als sächsischer Chief Information Officer (CIO) widmet sich jetzt Thomas Popp, Amtschef der sächsischen Staatskanzlei, dem IT-Einsatz in der Verwaltung des Freistaats. Damit wechselt auch der Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste in die Zuständigkeit der Staatskanzlei. mehr...
Thomas Popp, Amtschef der sächsischen Staatskanzlei, wurde zum Chief Information Officer für den Freistaat ernannt.
E-Government in Europa: Dänemark geht voran Bericht
[2.8.2018] Dänemark zählt zu den am stärksten digitalisierten Ländern innerhalb der EU. Wichtige Eckpfeiler des E-Governments sind die Gleichsetzung von papierbasierten und elektronischen Dokumenten, die digitale Identität Nem-ID sowie ein digitaler Postkasten. mehr...
Dänemark ist Vorreiter der Digitalisierung.
Hessen: Impulse aus dem Silicon Valley
[1.8.2018] Hessen-CIO Schäfer und Co-CIO Jabkowski wollen als Fazit ihrer Informationsreise ins Silicon Valley unter anderem einige Lösungsansätze prüfen, um Innovationen noch stärker als bisher in die Verwaltungen zu holen. mehr...
Studie: Effizienzoffensive im Public Sector
[30.7.2018] Verwaltungen stehen vor finanziellen, strukturellen und demografischen Herausforderungen. Um ihnen zu begegnen, setzt die Mehrheit auf die IT-Konsolidierung, die Bündelung von IT-Maßnahmen oder eine stärkere Automatisierung. Zu diesem Ergebnis kommt der Branchenkompass Public Services 2018 von Sopra Steria Consulting. mehr...
IT-Konsolidierung oder Automatisierung sorgen für mehr Effizienz im Public Sector.