Polizei Hessen:
Moderne Kommunikation


[10.7.2018] Die Vorteile der Digitalisierung nutzt die hessische Polizei nicht nur im Bereich der Gefahrenabwehr, wo eine speziell entwickelte Software Daten schnell und präzise zusammenführt. Ein eigener Messenger-Dienst soll künftig auch die Kommunikation zwischen und mit den Dienststellen erleichtern.

Speziell entwickelte digitale Lösungen unterstützen die Arbeit der hessischen Polizei. Einen eigenen Messenger-Dienst will die hessische Polizei einsetzen. Im Mai 2018 ist ein ähnliches Projekt in Niedersachsen gestartet (wir berichteten). Wie das hessische Ministerium des Innern und für Sport mitteilt, wird der Chat der hessischen Polizei (HePolChat) noch im Jahr 2018 allen Dienststellen landesweit zur Verfügung stehen. „Ob auf dem Polizeirechner oder auf den dienstlichen Smartphones oder Tablets: Mit dem HePolChat wird die Kommunikation zwischen den Kollegen und Kolleginnen schneller und effektiver“, sagt Hessens Innenminister Peter Beuth. „So können zum Beispiel Fotos von vermissten Personen sofort an alle Anwender geschickt oder im Gegenzug Bilder von Einsatzorten an die Dienststelle übermittelt werden. Der Chat ist eine wichtige Weiterentwicklung, um der Polizei ihren wichtigen Job zu erleichtern und zugleich ein Beleg für Innovationen bei unseren Sicherheitsbehörden.“ Laut Ministeriumsangaben soll HePolChat plattformübergreifend auf Windows-Rechnern, aber auch auf Geräten mit iOS- sowie Android-Betriebssystemen hessenweit genutzt werden. 2.800 mobile Endgeräte seien bereits an die Polizei ausgegeben worden – der Bestand werde fortlaufend erhöht. Der Messenger-Dienst sei bei der Bereitschaftspolizei und im Polizeipräsidium Nordhessen vorab erprobt worden.

Schnelle und richtige Datenverknüpfung

Auf eine speziell entwickelte Lösung setzt die hessische Polizei auch im Bereich der Gefahrenabwehr: die Analyseplattform hessenDATA. Die Anwendung basiert laut dem hessischen Innenministerium auf einem System der Firma Palantir. Die Software verknüpft bereits vorhandene Informationen aus polizeilichen Datenbanken und generiert so gebündelte Erkenntnisse. Auch ein Abgleich mit im Internet offen einsehbaren Informationen etwa aus sozialen Netzwerken sei möglich. hessenDATA erspare unter anderem die aufwendigen manuellen Arbeitsschritte rund um die Datenweitergabe und -aufbereitung. Innerhalb kurzer Zeit stelle die Anwendung eine vollständige und strukturierte Übersicht der erhobenen Daten zu einer Person bereit, auch wenn diese heterogen sind und unstrukturiert vorliegen. „Mit hessenDATA stellen wir sicher, dass die hessische Polizei vorhandene Informationen schnell und richtig verknüpfen kann. Wir haben die Polizeiarbeit damit in ein neues Zeitalter gehoben. Die Analyseplattform beschleunigt die Ermittlungen, hilft Netzwerke aufzuhellen und kann dadurch Menschenleben retten. Wir konnten dank des gezielten Einsatzes der Software durch unsere Analysten bereits einen bevorstehenden Anschlag verhindern“, sagte Hessens Innenminister Peter Beuth. (ve)

http://www.hessen.de

Stichwörter: Innere Sicherheit, Polizei Hessen, Messenger, HePolChat, hessenDATA, Peter Beuth

Bildquelle: Heiko Küverling – Fotolia.com

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Innere Sicherheit
Baden-Württemberg: NINA informiert zu Corona
[24.3.2020] Aktuelle Warnungen und Handlungsempfehlungen zur Corona-Lage in Baden-Württemberg liefert jetzt die App NINA. mehr...
Baden-Württemberger erhalten jetzt auch über NINA Warnungen und Handlungsempfehlungen zu Corona.
Covid-19: Behörden-Updates via hessenWARN
[19.3.2020] Die Sicherheitsapp hessenWARN informiert Bürger über die Ausbreitung des Coronavirus sowie die Sofortmaßnahmen und Handlungsempfehlungen der hessischen Behörden. mehr...
PD: Team Polizei und Justiz
[11.3.2020] Mit dem Team Polizei und Justiz unterstützt die Beratungsgesellschaft PD Behörden mit Sicherheitsaufgaben auf Bundes- und Landesebene bei Digitalisierungsvorhaben. Auch bringt das Team agile Methoden in die Projektentwicklung ein. mehr...
Berlin: Keine fehlerhaften Upgrades
[11.12.2019] Der Tagesspiegel hatte berichtet, dass Rechner der Berliner Verwaltung im Zuge der Umstellung auf Windows 10 mit einem fehlerhaften Upgrade versehen wurden. Diesen Vorwurf hat der Berliner Innensenat in einer Stellungnahme zurückgewiesen. mehr...
IT-Fonds: Finanzierung für Polizei 2020
[10.12.2019] Den organisatorischen und finanziellen Rahmen, um das Programm Polizei 2020 in einer ebenenübergreifenden Kooperation zu realisieren, haben Bund und Länder geschaffen. 300 Millionen Euro stehen in dem Polizei-IT-Fonds bereit. mehr...
300 Millionen Euro für moderne Polizei-IT-Infrastruktur.
Suchen...

 Anzeige


Branchenindex PlusGfOP Neumann & Partner mbH
14552 Michendorf
GfOP Neumann & Partner mbH
Fabasoft Deutschland GmbH
60549 Frankfurt am Main
Fabasoft Deutschland GmbH
procilon GROUP
04425 Taucha bei Leipzig
procilon GROUP
GovConnect GmbH
30163 Hannover
GovConnect GmbH
Aktuelle Meldungen