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Bund:
Analog statt digital?


[12.7.2018] Mehr als zwei Millionen Euro haben Bundestag und Bundesministerien im Jahr 2017 für Druckerpapier und Toner ausgegeben. Die Hälfte der Ausgaben entfällt auf drei Behörden. Das hat der Digitalisierer von Briefpost, CAYA, von den Ministerien erfahren.

Bundestag und Bundesministerien gaben 2017 mehr als zwei Millionen Euro für Papier und Druckertinte aus. Der Deutsche Bundestag und die 14 Bundesministerien haben im Jahr 2017 mehr als zwei Millionen Euro für Papier und Druckertinte ausgegeben. Diese Informationen hat der Digitalisierer von Briefpost, CAYA, auf seine offizielle Anfrage von den Behörden erhalten. Rund 20 Prozent (416.768 Euro) trägt dabei das Verteidigungsministerium, gefolgt vom Deutschen Bundestag mit Ausgaben in Höhe von 351.000 Euro für Papier und Toner. Die dritthöchsten Druckkosten verzeichnet das Auswärtige Amt mit rund 232.000 Euro. Damit entfallen auf diese drei Behörden rund 50 Prozent der Gesamtkosten. Am wenigsten gibt das Ministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend aus: Knapp 28.000 Euro sind es hier. Durchschnittlich investierten die obersten Bundesbehörden rund 152.000 Euro in Papier und Toner.
Um den Stand der Digitalisierung in den Ministerien zu prüfen, hat CAYA eigenen Angaben zufolge die Anfragen zeitgleich sowohl per Mail als auch per Post verschickt. Mehr als ein Drittel der Ministerien antwortete per Post. E-Mail-Anfragen wurden jedoch von allen Behörden schneller beantwortet als postalische. Im Vergleich der Antwortzeiten war das Umweltministerium am schnellsten. Die Behörde beantwortete die Fragen innerhalb von fünf Tagen. Am langsamsten war das Gesundheitsministerium: Die Beantwortung der Fragen erfolgte erst nach 62 Tagen.
Nach Aussage von Alexander Schneekloth, CEO von CAYA, zeigt die Analyse der Druckkosten, dass die Bundesministerien nach wie vor stark auf analoge Kommunikation setzen. So seien die elektronischen Anfragen, trotz der Bitte um eine Antwort via E-Mail, oftmals per Brief beantwortet worden. „Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß und auch verschwenderisch. Die Bundesministerien könnten viel Zeit und zudem Geld der Steuerzahler sparen, wenn sie ihren Schriftverkehr digitalisieren würden und auch in der externen Kommunikation nur noch auf ausdrücklichen Wunsch des Empfängers ausgedruckte Antwortschreiben per Brief versenden.“ (ba)

Zu den Ergebnissen der Untersuchung (Deep Link)
www.getcaya.com

Stichwörter: Panorama, Bund, Digitalisierung, CAYA

Bildquelle: jummie - Fotolia.com

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