Baden-Württemberg:
Medienbruchfrei zum Wege- und Gewässerplan


[24.8.2018] Mit dem landesweiten IT-Verfahren MILAN können die Mitarbeiter des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) Wege- und Gewässerpläne erstmals medienbruchfrei erstellen. Die vom LGL entwickelte Lösung basiert auf der Software-Plattform Cadenza von Disy Informationssysteme.

Wege- und Gewässerpläne lassen sich mit MILAN medienbruchfrei erstellen. Um Wege- und Gewässerkarten medienbruchfrei erstellen zu können, setzt das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) auf MILAN, ein landesweites IT-Verfahren für die methodische und grafische Informationsverarbeitung in der Landentwicklung. Auch für alle Arbeitsschritte im Zuge der Anordnung von Flurneuordnungsverfahren komme die vom LGL entwickelte Lösung zum Einsatz. Wie das Unternehmen Disy Informationssysteme berichtet, basiert dieses Verfahren auf der von Disy entwickelten Software-Plattform Cadenza. Es bestehe aus einem Desktop-GIS sowie einer offlinefähigen mobilen Komponente für handelsübliche Tablets. Das Desktop-GIS nutze das LGL seit dem Jahr 2015. Dafür werde Cadenza Desktop eingesetzt. In Kürze soll eine mobile Komponente online gehen, für die Cadenza Mobile zum Einsatz komme. Mit der für das Projekt entwickelten Fachschale Wege- und Gewässerkarte ermöglicht MILAN dann laut Disy die medienbruchfreie Abwicklung aller Arbeitsschritte – von der Bereitstellung der benötigten Geodaten über die mobile Vor-Ort-Erkundung und Datenerfassung im Feld bis hin zur Ausarbeitung der Wege- und Gewässerkarte. Zunächst stelle der Mitarbeiter die vor Ort benötigten Geodaten für Kartierungs- und Abstimmungsaufgaben am Desktop-GIS zusammen und veröffentliche sie auf dem Mobile Server. Dazu gehören beispielsweise die Geobasisdaten des Landes Baden-Württemberg, die Geodaten der Umweltverwaltung sowie alle weiteren Geofachdaten Dritter, die benötigt werden, um Flurneuordnungsverfahren zu bearbeiten. Bei Bedarf könne das Geodatenangebot per Systemkonfiguration jederzeit erweitert werden. Vom Mobile Server aus könne der Mitarbeiter die Daten auf sein handelsübliches Tablet übertragen. Mit der GIS-App Cadenza Mobile lassen sich dann alle bei der Planung zu berücksichtigenden Besonderheiten im Verfahren georeferenziert erfassen. Alle übertragenen Datenbestände stehen zudem offline zur Verfügung. Die vor Ort erhobenen Feldnotizen werden anschließend an den Mobile Server zurückgeschrieben. Der Anwender am Desktop-GIS kann sie sich laut Disy dort abholen, in einer Datenbank abspeichern und für die nächsten Arbeitsschritte verwenden. Dafür stehen in der Fachschale Wege- und Gewässerkarte alle benötigten Objektarten, etwa die verschiedenen Ausbauarten von Wegen in einer landeseinheitlichen Symbolik zur Verfügung. Wie Disy weiter berichtet, wird der Mobile Server bei der IT Baden-Württemberg (BITBW), dem IT-Dienstleister der Landesverwaltung, betrieben und die Daten in einer PostgreSQL-Datenbank gehalten. (ve)

http://www.disy.net

Stichwörter: Geodaten-Management, Disy Informationssysteme, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL), Cadenza, Cadenza Desktop, Cadenza Mobile

Bildquelle: Disy Informationssysteme GmbH

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