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Thüringen:
IT-Kooperation mit Bayern


[27.8.2018] Ab dem kommenden Jahr werden papierbasierte Thüringer Steuererklärungen vom bayerischen Datenerfassungs- und Scanzentrum digitalisiert. Damit starten die beiden Freistaaten eine Zusammenarbeit, der weitere IT-Kooperationen folgen sollen.

Bayerns Finanz- und Heimatstaatssekretär Hans Reichhart (l.) und Thüringens Finanzstaatssekretär und CIO Hartmut Schubert vereinbaren eine enge Kooperation im IT-Bereich. Thüringen und Bayern wollen im Bereich E-Government künftig eng zusammenarbeiten. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben jetzt Thüringen-CIO, Staatssekretär Hartmut Schubert, und der bayerische Finanz- und Heimatstaatssekretär Hans Reichhart unterzeichnet. Wie das bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat und das Thüringer Finanzministerium mitteilen, werden in einem ersten Schritt ab Januar 2019 die in Papierform eingereichten Steuererklärungen aus Thüringen im Scanzentrum im bayerischen Wunsiedel digitalisiert (wir berichteten). „Das Scannen von Steuererklärungen wollen wir gemeinsam mit Bayern realisieren“, erklärt dazu Thüringens CIO Hartmut Schubert. „Künftig werden die Steuererklärungen der Thüringer über die hochmoderne Scanstrecke in Wunsiedel verarbeitet. Denn trotz einer 70-prozentigen Quote bei elektronischen Steuererklärungen werden in Thüringen gegenwärtig noch Daten aus circa 335.000 Steuererklärungen manuell erfasst.“ Laut den beiden Ministerien werden im zentralen Datenerfassungs- und Scanzentrum der bayerischen Steuerverwaltung pro Jahr bereits rund 1,7 Millionen Steuererklärungen der Finanzämter von Bayern und Rheinland-Pfalz in elektronische Daten umgewandelt.
Bayern und Thüringen wollen die Kooperation auf weitere Bereiche ausdehnen. Wie das Thüringer Finanzministerium mitteilt, sollen etwa der Druck und Versand des gesamten zentralen Druckaufkommens des Thüringer Landesrechenzentrums künftig vom Bayerischen Landesamt für Steuern übernommen werden. Ebenso planen die beiden Freistaaten, das Beihilfeverfahren zu digitalisieren und auf der IT-Infrastruktur Bayerns zu betreiben.
„Das Internet hat uns gelehrt, geografische und nationale Grenzen zu überwinden“, sagt Staatssekretär Hartmut Schubert. „So müssen wir bei der Digitalisierung in Deutschland ganz natürlich auch föderale Grenzen überwinden. In der Kooperation der Länder liegt die Zukunft des E-Governments in Deutschland.“ Finanz- und Heimatstaatssekretär Hans Reichhart ergänzt: „Gemeinschaftlich können die Verwaltungen die großen Aufgaben schultern, die an sie von allen Seiten gestellt werden. Die Digitalisierung schafft neue Herausforderungen, sie bietet aber zugleich auch die Möglichkeit schnell und effizient länderübergreifend zusammenzuarbeiten. So kann die Verwaltung den Bürgern schnell die jeweils beste Leistung anbieten.“ (ve)

http://www.stmflh.bayern.de
http://www.thueringen.de

Stichwörter: Politik, Thüringen, Bayern

Bildquelle: Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat

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