Mecklenburg-Vorpommern:
E-Akte-Pilot am Landgericht Rostock


[6.9.2018] Mecklenburg-Vorpommern führt schrittweise die elektronische Akte in Gerichten und Staatsanwaltschaften ein. Den Anfang machte jetzt das Landgericht Rostock.

Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Katy Hoffmeister (2.v.l.) informiert sich beim Landgericht Rostock über das E-Akte-Pilotprojekt. Mit Einführung der elektronischen Akte wird schrittweise die Papierakte in den Gerichten und Staatsanwaltschaften des Landes Mecklenburg-Vorpommern abgelöst. Ein Pilotprojekt wurde jetzt am Landgericht Rostock gestartet. Zunächst werden hier neu eingehende Zivilverfahren ausschließlich in elektronischer Form geführt. Zudem kann das Landgericht Rostock als erstes Gericht in Mecklenburg-Vorpommern elektronische Posteingänge auch digital weiterbearbeiten.
„Die E-Akte wird die Arbeitsabläufe in den Serviceeinheiten und für Richterinnen und Richter am Landgericht Rostock verändern“, erklärte Justizministerin Katy Hoffmeister.
Wie das Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, wurden die Arbeitsplätze am Landgericht im Zuge der E-Akte-Einführung mit moderner Technik ausgestattet. Um auch im Sitzungssaal mit der elektronischen Akte arbeiten zu können, seien zunächst zwei Sitzungssäle entsprechend umgebaut worden. Nach und nach werden laut Justizministerium jetzt weitere Gerichte sowie die Staatsanwaltschaften auf die E-Akte umgestellt.
Möglich sei dies nur, da die Justiz im Land mittlerweile komplett für den elektronischen Rechtsverkehr eingerichtet sei und Post auf sicheren elektronischen Übermittlungswegen erhalten könne. Sukzessive werde die Justiz nun umgerüstet, um künftig auch die eingehende Post in der E-Akte weiterbearbeiten zu können. „Das geht nur Schritt für Schritt. Aber das Ziel ist gesetzlich vorgegeben: Zum 1. Januar 2026 wird die elektronische Akte die Papierakte ersetzt haben“, so Ministerin Hoffmeister. (bs)

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Stichwörter: E-Justiz, Mecklenburg-Vorpommern, E-Akte

Bildquelle: Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern

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