Telekom:
Virtueller Marktplatz für Daten


[4.10.2018] Einen virtuellen Marktplatz zum Datenaustausch bietet jetzt die Deutsche Telekom an. Erprobt wird der Data Intelligence Hub unter anderem von der Stadt Bonn.

Data Intelligence Hub (DIH) der Deutschen Telekom: Verlässlicher Marktplatz für den Datenhandel. Mit dem Data Intelligence Hub (DIH) bietet die Deutsche Telekom ab sofort einen gesicherten, verlässlichen Marktplatz für den Datenhandel. Mit dem Angebot nimmt der Konzern nach eigenen Angaben eine Schnittstelle ein, die bisher im Bereich des Daten-Managements fehlt. So biete der Data Intelligence Hub eine zentrale Plattform und ganzheitliche Marktübersicht über Daten, die frei oder zum Kauf zur Verfügung stehen. Zugleich stelle er verschiedene Analyse-Tools zur Verfügung, um Daten beispielsweise mit Methoden des Machine Learning oder mittels künstlicher Intelligenz (KI) zu verarbeiten.
Als erster Partner konnte noch vor dem offiziellen Start des virtuellen Datenmarktplatzes die Stadt Bonn gewonnen werden. Wie die Telekom berichtet, erprobt die Kommune den DIH als neue Datenplattform und wird ihren Bürgern hierüber künftig frei nutzbare Datenbestände anbieten. So etwa Informationen zu Sehenswürdigkeiten, die Standorte von WLAN-Hotspots und Taxiständen oder Termine der Müllabfuhr. Darüber hinaus kann der DIH laut Telekom im Bereich von Smart-City-Anwendungen zum Einsatz kommen.
Als cloudbasierte Lösung stehe der Marktplatz rund um die Uhr und unabhängig von Endgerät und System zur Verfügung. Oberstes Gebot beim Data Intelligence Hub seien Sicherheit und Vertrauen: Der Datentransfer laufe verschlüsselt und ausschließlich zwischen den gewählten Partnern ab. Eine externe oder zentrale Speicherung sei nicht nötig. Die Telekom stelle in der Rolle des neutralen Treuhänders die Souveränität der Daten sicher – das liefernde Unternehmen behalte jederzeit die volle Kontrolle über seine Daten und könne frei steuern, wer welche Informationen empfange.
Entstanden ist der DIH laut Telekom in enger Abstimmung mit der International Data Spaces Association (IDSA). Unter Führung des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik (ISST) sollen hier virtuelle Datenräume für einen sicheren Datenaustausch auch über internationale Grenzen hinweg entstehen. Die Telekom nutzt für den Data Intelligence Hub als erstes Unternehmen die in der IDSA erarbeitete sichere Referenzarchitektur. (bs)

Weitere Informationen zum Data Intelligence Hub (Deep Link)
http://www.telekom.com

Stichwörter: Open Government, Deutsche Telekom, Open Data, Smart City, Bonn

Bildquelle: Deutsche Telekom

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Open Government
Open Government: Nationaler Aktionsplan Bericht
[5.12.2019] Im zweiten Nationalen Aktionsplan zur Open Government Partnership verpflichten sich Bund und Länder zur Umsetzung von insgesamt 14 Vorhaben. Kritiker hätten sich ambitioniertere Ziele und eine engere Zusammenarbeit auch mit den Kommunen gewünscht. mehr...
Open Government gemeinsam gestalten.
BODDy 2019: Open Data soll zur Chefsache werden Bericht
[14.11.2019] Auf dem Berlin Open Data Day (BODDy) 2019 wurden wieder Best Practices vorgestellt, dennoch scheint Open Data insgesamt nicht voranzukommen. Deshalb auch der Wunsch aus der Berliner Senatsverwaltung, das Thema zur Chefsache zu machen. mehr...
BODDy 2019: Podiumsdiskussion zur Bedeutung von Datenqualität für algorithmische Systeme.
Fraunhofer FOKUS: Leitfaden für höhere Datenqualität
[23.10.2019] Ein jetzt vorgestellter Leitfaden des Fraunhofer-Instituts FOKUS soll die öffentliche Verwaltung bei der Bereitstellung qualitativ hochwertiger Daten unterstützen. mehr...
Open Data: Bund beschließt Fortschrittsbericht
[10.10.2019] Das Bundeskabinett hat den Fortschrittsbericht Open Data beschlossen. Im Rahmen eines zweiten Open-Data-Gesetzes soll die Bereitstellung offener Daten ausgeweitet werden. mehr...
Open Government: Bund beschließt zweiten Aktionsplan
[6.9.2019] Den zweiten Nationalen Aktionsplan Open Government hat das Bundeskabinett beschlossen. Erstmals umfasst er auch Verpflichtungen von Ländern. Sachsen etwa stellt sein Beteiligungsportal zur Verfügung und kündigt an, bis Ende des Jahres selbst ein Open-Data-Portal online zu schalten. mehr...
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Open Government:
Aktuelle Meldungen