Hamburg:
Langzeitspeicher für Geodaten in Betrieb


[18.10.2018] Ein vom Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) der Freien und Hansestadt Hamburg zusammen mit den Unternehmen AED-Sicad und SER eGovernment Deutschland entwickelter Langzeitspeicher für Geodaten hat den Betrieb aufgenommen.

Anfang 2017 hat der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) der Freien und Hansestadt Hamburg zusammen mit den Unternehmen AED-Sicad und SER eGovernment Deutschland das Projekt Langzeitspeicherung gestartet (wir berichteten). Jetzt hat das System mit dem Import der Echtdaten den Betrieb aufgenommen. Wie AED-Sicad mitteilt, verwaltet es in einer ersten Ausbaustufe neben Katasterunterlagen sechs weitere Geodatenarchive mit historischen Karten und einem Gesamtvolumen von über einem Terabyte. Die Grundlage bilde zum einen das Enterprise-Content-Management-System (ECM) Doxis4 von SER. Es realisiere wesentliche Eigenschaften eines Langzeitspeichers wie Speichersystem- und Datenformatmigration. Auf Doxis4 setze das GIS Portal von AED-Sicad auf. Über sein responsives, browserbasiertes Nutzer-Interface und das integrierte User and Ressource Management (URM) stelle es eine LZS-Benutzeroberfläche bereit, die auf nahezu beliebigen Ausgabegeräten genutzt werden könne. Dabei stellt es sich laut dem Unternehmen dem Anwender gemäß seines Rechteprofils dar. Zum Projektstart haben die Implementierungspartner ein Konzept erarbeitet, das nicht nur die Geodaten berücksichtigt, die bereits beim LGV verwaltet werden, berichtet AED-Sicad weiter. Von Anfang an sei die Erweiterbarkeit für beliebige, neue Geodatenklassen vorgesehen worden. Außerdem verwalte das System zur LZS für die eigentlichen Geodaten flexibel definierbare Metadaten. Laut der Mitteilung hat das Team während der Implementierungsphase auf einem gemeinsamen, von AED-Sicad gehosteten Integrations- und QS-System gearbeitet, was eine agile Entwicklung mit kurzen Reaktionszeiten ermöglicht habe. Die erste Stufe sei im Frühjahr 2018 fertiggestellt worden. Nach Inbetriebnahme der Lösung bei Dataport habe im September der Produktivgang stattgefunden. Wie AED-Sicad ankündigt, folgen nun weitere Realisierungsstufen zur Verwaltung von Geodaten mit Georeferenzierung sowie zur Aussonderung von Daten an ein Staatsarchiv. Bei einer Informationsveranstaltung am 19. März 2019 in Bonn sollen Interessierte umfassende Informationen zum aktuellen Stand der Umsetzung erhalten. (ve)

www.aed-sicad.de

Stichwörter: Geodaten-Management, AED-Sicad, Hamburg, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV), SER eGovernment Deutschland



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