Niedersachsen:
Norddeutsche IT-Kooperation


[2.11.2018] In Kooperation mit Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern lagert Niedersachsen die Aufgaben seiner beiden Rechenzentren an die von Dataport betriebenen Rechenzentren in Hamburg und Norderstedt aus.

Für eine zügige Modernisierung der Rechenzentren in Niedersachsen setzt das Land auf eine Kooperation mit den Nordländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Wie die niedersächsische Landesregierung mitteilt, betreibt IT-Dienstleister Dataport an den Standorten Hamburg-Alsterdorf und Norderstedt in Schleswig-Holstein zwei gespiegelte Hochleistungsrechenzentren. Es gebe dort noch ausreichend Freiflächen, die jetzt von Niedersachsen angemietet werden. Die beiden in Hannover bestehenden Rechenzentren sollen schrittweise aufgelöst werden. Der IT-Betrieb an den neuen Standorten werde weiterhin durch Personal des Landesbetriebs IT.Niedersachsen wahrgenommen. „Gerade im IT-Bereich ist es sinnvoll, dass die Länder zusammenarbeiten und Synergieeffekte nutzen“, sagt Innenminister Boris Pistorius. „Dies spart nicht nur Steuergelder, sondern steigert auch die Effizienz bei der Schaffung sicherer Infrastrukturen.“ Mit dem Masterplan Digitalisierung habe sich Niedersachsen viel vorgenommen. „Der Bedarf an sicherer Infrastruktur wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Niedersachsen ist hier jedoch gut aufgestellt, denn die neuen Rechenzentren verfügen bereits über die anspruchsvollen und zeitaufwendigen Zertifizierungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des TÜV. Damit wird ein wesentlicher Baustein zur weiteren Digitalisierung der Landesverwaltung zügig umgesetzt“, so der Innenminister und nennt einen weiteren Vorteil der Zusammenarbeit: „Durch die neuen Rechenzentren werden wir den bisherigen Stromverbrauch um fast die Hälfte reduzieren können.“ Laut Ministeriumsangaben ist das vor allem auf die hochmoderne Klimatisierung an den neuen Standorten zurückzuführen, die so weit wie möglich die passive Abfuhr von Wärme nutzen. (ve)

http://www.niedersachsen.de
http://www.dataport.de

Stichwörter: IT-Infrastruktur, Dataport, Niedersachsen, Boris Pistorius



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Infrastruktur
Recht: Private einbinden? Bericht
[24.2.2020] Der Grundsatz digitaler Souveränität kann dazu führen, dass staatliche Daten nicht an private IT-Dienstleister übertragen werden dürfen. Der Beitrag informiert über die Risiken beim Einbinden Privater in die Aufgabenwahrnehmung der öffentlichen Hand. mehr...
Datenübertragung an Private ist problematisch.
Digitale Souveränität: Maßnahmen zum Schutz Bericht
[10.2.2020] Cloud-Dienste und die Abhängigkeit von großen Playern gefährden die digitale Souveränität des Staates. Fünf Maßnahmen können zum Schutz dieser Souveränität beitragen. Der Weg ist nicht leicht, aber es gibt keine Alternative. mehr...
Cloud-Services: Datenhoheit muss gewahrt werden.
Universität Bayreuth: KIX verbessert Service
[7.2.2020] Das IT-Servicezentrum der Universität Bayreuth hat nach Problemen mit OTRS eine Alternative gesucht und wurde mit KIX von Anbieter Cape IT fündig. Anforderungen waren eine möglichst hohe Ähnlichkeit zum alten System und ein langfristiger Support. mehr...
BITBW: ITSM mit USU
[9.1.2020] Einen umfangreichen Dienstleistungsvertrag hat die Landesoberbehörde IT Baden-Württemberg (BITBW) mit USU geschlossen. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre. Inhalt sind weitere Umsetzung, Betrieb und Optimierung der landesweiten Lösung für das IT-Service-Management (ITSM). mehr...
govdigital: Neue Blockchain-Genossenschaft
[13.12.2019] Zehn öffentliche IT-Dienstleister haben die kommunal ausgerichtete Blockchain-Genossenschaft govdigital gegründet. Sie soll Akteure aus Ländern und Kommunen zusammenbringen, um Verwaltungsdienste auf Blockchain- oder KI-Basis zu ermöglichen. mehr...
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich IT-Infrastruktur:
Aktuelle Meldungen