Niedersachsen:
Polizei testet Prognose-Software


[5.11.2018] Die niedersächsische Prognose-Software PreMAP kann das Risiko von Einbrüchen reduzieren. Nachdem ihre erste Version in den vergangenen eineinhalb Jahren von mehreren Pilotdienststellen erfolgreich getestet wurde, soll die Lösung in der zweiten Pilotphase mit erweiterter Funktion in insgesamt 15 Polizeiinspektionen eingesetzt werden.

In den vergangenen rund eineinhalb Jahren ist in verschiedenen Teilen Niedersachsens erfolgreich die Prognose-Software PreMAP (Predictive Mobile Analytics for Police) getestet worden. Das teilte jetzt das niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport mit. Nun soll die Lösung, die das Risiko von Einbrüchen reduzieren könne, in einer zweiten Pilotphase in insgesamt 15 Polizeiinspektionen eingesetzt werden.
Entwickelt wurde PreMAP von der Polizei Niedersachsen. Die Prognosen zur Gefahr von Straftaten liefere die auf mobilen Endgeräten installierte Software auf Basis des so genannten Near-Repeat-Prinzips, wonach sich die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs in einem gewissen Umkreis um den Tatort in einem begrenzten Zeitraum erhöht. Neben ausgewiesenen Risikogebieten soll PreMAP laut Innenministerium künftig auch ergänzende relevante Einsatzinformationen der Kriminalitätsanalyse zeitlich und geografisch verknüpft zur Verfügung stellen – ein so genanntes Kriminalitätsradar soll ausgewählte Delikte aus der zurückliegenden Zeit abbilden.
Das Landeskriminalamt Niedersachsen habe bereits im Jahr 2016 in Zusammenarbeit mit der zentralen Polizeidirektion des Landes und der Polizeidirektion Braunschweig die erste Version der Software für eine bessere räumliche und zeitliche Risikobewertung der Wohnungseinbruchskriminalität entwickelt. Anfang 2017 sei sie zunächst in Pilotdienststellen in Salzgitter-Peine-Wolfenbüttel und Wolfsburg sowie später in Stadtbereichen von Hannover und Osnabrück getestet worden. Die beteiligten Dienststellen erhielten so auf Knopfdruck Informationen zu Wohnungseinbrüchen am Arbeitsplatz sowie auf mobilen Endgeräten in Funkstreifenwagen.
„Als wir Anfang 2017 mit der Pilotierung von PreMAP begonnen haben, waren wir auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus den Ballungszentren zum Beispiel in den USA sehr gespannt auf die Ergebnisse“, sagt Innenminister Boris Pistorius. „Wir haben zu PreMAP zumeist positive Rückmeldungen der Beamtinnen und Beamten bekommen.“ (ve)

www.mi.niedersachsen.de

Stichwörter: Innere Sicherheit, Niedersachsen, PreMAP



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