Cyber-Sicherheit:
Sachsen kooperiert mit dem Bund


[9.11.2018] Für die Cyber-Sicherheit im Freistaat arbeitet Sachsen künftig enger mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zusammen. Vorgesehen ist neben dem Informationsaustausch unter anderem der Aufbau eines Informations-Sicherheits-Management-Systems.

Auch der Freistaat Sachsen arbeitet im Bereich der Cyber-Sicherheit künftig stärker mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zusammen. Wie die sächsische Staatskanzlei mitteilt, haben der sächsische Chief Information Officer (CIO) und Amtschef Thomas Popp sowie BSI-Präsident Arne Schönbohm eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Die engere Zusammenarbeit umfasst unter anderem den gegenseitigen Austausch von Mitarbeitern im Rahmen von Hospitationen, den Informationsaustausch zum Aufbau einer leistungsfähigen Cyber-Abwehr im Bereich der Detektion und der Reaktion, die Bereitstellung technischer Expertise des BSI vor Ort oder den Austausch zur Stärkung der Resilienz bestehender IT-Lösungen. Im Bereich der strategischen IT-Implementierung werden gegenseitige Kooperationen verstärkt, um Synergieeffekte zu schaffen. So sollen künftig Länderbedarfe bei Rahmenverträgen für zugelassene Produkte des Bundes berücksichtigt werden. Mit dem CERT-Bund des BSI wolle man sich über Prozesse zur Prävention von Cyber-Angriffen und für das IT-Krisen-Management austauschen. In der Aus- und Fortbildung werde Sachsen die Qualifizierungsangebote zu Themen der Cyber- und Informationssicherheit des BSI für die Länder nutzen, etwa das Übungszentrum Netzverteidigung. Das BSI unterstütze außerdem beim Ausbau des Verbindungsnetzes und berate und unterstütze beim Aufbau eines landesweiten Informations-Sicherheits-Management-Systems in Sachsen. Auch wird die Zusammenarbeit im Rahmen der Allianz für Cyber-Sicherheit (ACS) für mehr IT-Sicherheit in der Wirtschaft sorgen, heißt es vonseiten der Kooperationspartner weiter. Als Multiplikator der ACS stelle die Staatskanzlei ihre Möglichkeiten zur Kommunikation und Information zur Verfügung. Geplant seien gemeinsame Veranstaltungen sowie Informationskampagnen. „Die Bedrohung der Informationssicherheit ist auch für die öffentliche Verwaltung sehr real“, sagt CIO Popp. „Cyber-Kriminalität macht nicht halt an Ländergrenzen. Deshalb ist eine enge Vernetzung zwischen Bund und Ländern absolut notwendig. Mit dem BSI haben wir einen starken und kompetenten Partner an unserer Seite, um Herausforderungen zu meistern und in der Cyber-Abwehr erfolgreich zu sein.“ In diesem Jahr haben bereits das Saarland (wir berichteten), Thüringen (wir berichteten), Berlin (wir berichteten), Niedersachsen (wir berichteten) sowie Nordrhein-Westfalen (wir berichteten) eine Kooperation für die IT-Sicherheit mit dem BSI geschlossen. (ve)

http://www.bsi.bund.de
http://www.sachsen.de

Stichwörter: IT-Sicherheit, Sachsen, Thomas Popp, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Sicherheit
Baden-Württemberg: Umfassende Cybersicherheitsstrategie
[12.1.2022] Der Ministerrat des Landes Baden-Württemberg hat eine Cybersicherheitsstrategie beschlossen. Das umfassende Gesamtkonzept nimmt alle gesellschaftlichen Aspekte der Cyber-Sicherheit in den Blick. Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW) spielt dabei eine zentrale Rolle. mehr...
Baden-Württemberg: Umfassende Strategie für mehr Cyber-Sicherheit beschlossen.
Dataport/BSI: Zusammenarbeit bei der IT-Sicherheit
[11.1.2022] Beim Thema IT-Sicherheit wollen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der IT-Dienstleister Dataport künftig enger zusammenarbeiten. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Cyber-Sicherheitsstrategie beschlossen
[23.12.2021] In Nordrhein-Westfalen hat die Regierung ihre Cyber-Sicherheitsstrategie beschlossen und einen ersten Bericht zum Thema vorgelegt. Ihm zufolge ist die Computer-Kriminalität im Corona-Jahr 2020 um 20,8 Prozent gestiegen, worauf die Strategie in naher Zukunft mit zwei konkreten Projekten reagieren wird. mehr...
Virtual Solution: BSI gibt SecurePIM für Android 11 frei
[21.12.2021] Die mobile Kommunikationsanwendung SecurePIM Government SDS erhielt vom BSI eine Freigabe für Android 11 bis hin zum Geheimhaltungsgrad VS-NfD. Damit kann die Lösung jetzt auch auf modernsten Endgeräten betrieben werden. mehr...
PwC Deutschland: IT-Sicherheit für die öffentliche Verwaltung
[20.12.2021] Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) gibt vor dem Hintergrund häufiger Cyber-Attacken grundlegende Tipps, wie Behörden und Ämter ihre Daten und Systeme vor solchen Angriffen schützen können. mehr...
PricewaterhouseCoopers (PwC) gibt Tipps zur Cyber-Sicherheit in Ämtern und Behörden.
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich IT-Sicherheit:
procilon GROUP
04425 Taucha bei Leipzig
procilon GROUP
Aktuelle Meldungen