Hessen:
Startschuss für digitale Förderanträge


[12.11.2018] Förderanträge sollen in Hessen nach und nach online abgewickelt werden können. Der erste Antrag – die Ehrenpatenschaft des Ministerpräsidenten für Familien mit Mehrlingskindern – ist bereits im Internet abrufbar.

In Hessen können Familien mit Mehrlingskindern (ab Drillingen) jetzt die Ehrenpatenschaft des Ministerpräsidenten online beantragen. Wie die hessische Staatskanzlei mitteilt, erfüllt die Landesverwaltung mit der digitalen Fördermittelbeantragung nicht nur eine Aufgabe aus der Agenda Digitale Verwaltung Hessen 2020 (wir berichteten), sondern arbeitet auch an der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG).
Die hessische Fördermittelverwaltung befinde sich derzeit allgemein in einer grundlegenden Modernisierungsphase. Demnach will das Land sukzessive eine bürgerfreundliche Online-Antragstellung für alle Fördermittel einrichten. Die technischen Grundlagen dafür seien gelegt. Mit einer digitalen Ausgestaltung interner Verwaltungsprozesse bei einer gleichzeitigen Bereitstellung geeigneter Zugangskanäle zur Verwaltung soll den heutigen Anforderungen an eine moderne Verwaltung entsprochen werden. Als weiteren Schritt plane Hessen die Integration der Förderanträge in das Bürger- und Servicekonto des Landes. Dies soll laut Staatskanzlei eine einfache Identifizierung des Antragstellers zum Beispiel durch die eID-Funktion des neuen Personalausweises und in Zukunft auch den elektronischen Austausch von Unterlagen verschiedener Behörden ermöglichen.
„Digitalisierung soll das Leben der Bürger vereinfachen“, erklären der Chef der hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, und Hessens CIO Finanzminister Thomas Schäfer. „Das gilt auch und vor allem für die Angebote der Verwaltung. Unseren Weg für eine noch effizientere und bürgerfreundlichere Verwaltung gehen wir auch in Zukunft konsequent weiter.“ Dabei leitet laut CIO Schäfer die Vision: Alles. Zuerst. Einmalig. „Alles, denn unser Ziel ist es, alle Angebote des Landes auch digital anzubieten. Zuerst, da es unser Ziel ist, neue Angebote des Landes zuerst digital anzubieten – nach wie vor aber auch analog. Und einmalig, da wir erreichen möchten, dass Bürger und Wirtschaft ihre Angaben bei der Verwaltung nur einmal machen müssen. Die Verwaltung soll darauf immer wieder zurückgreifen können. Das ist das digitale Hessen der Zukunft.“ (ve)

http://www.hessen.de

Stichwörter: Panorama, Fördermittelverwaltung, Hessen, OZG, Thomas Schäfer



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