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Hessen:
Digitale Modellbehörden


[20.11.2018] Als Leuchttürme für die hessische Verwaltung werden in den drei Regierungspräsidien Digitale Modellbehörden aufgebaut. Aktuell laufen die Vorarbeiten. Das Hauptprojekt soll 2019 starten.

Digitale Modellbehörden werden als Leuchttürme für Hessens Verwaltung aufgebaut. In Hessen ist jetzt das Projekt Digitale Modellbehörde vorgestellt worden. Ziel ist nach Angaben des Finanzministeriums des Landes die vollständige Digitalisierung von Serviceleistungen der hessischen Verwaltung. „Das Projekt Digitale Modellbehörde hat Leuchtturmcharakter und wird auf die gesamte hessische Verwaltung ausstrahlen. So werden letztlich alle Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in Hessen von diesen Modernisierungsschritten der Verwaltung profitieren“, sagten Innenminister Peter Beuth sowie Finanzminister und CIO Thomas Schäfer.
Die Regierungspräsidien wurden laut der Pressemeldung ausgewählt, um die Weiterentwicklung zu einem noch attraktiveren digitalen Service für Bürger, Unternehmen, Kommunen und andere verwaltungsinterne Kunden modellhaft zu vollziehen. „Die Regierungspräsidien als Mittelbehörden eignen sich dafür besonders gut, da ihr umfangreiches Leistungsspektrum sehr viele Bereiche der Landesverwaltung abdeckt und in viele weitere Behörden ausstrahlt. Ziel des Projekts ist es, dass wir ein durchgängig medienbruchfreies Angebot von Verwaltungsleistungen für die Bürgerinnen und Bürger wie auch für Unternehmen erreichen. Wir können dadurch Verwaltungsverfahren beschleunigen und die Effizienz erhöhen“, sagte Innenminister Peter Beuth.

Modell für die Digitalisierung der Landesverwaltung

Das gesamte Jahr 2018 steht nach Angaben des Finanzministeriums im Zeichen des Vorprojekts zur Digitalen Modellbehörde. In den Regierungspräsidien in Darmstadt, Kassel und Gießen würden derzeit alle Verwaltungsleistungen erfasst und analysiert. Um die Grundlagen der Digitalen Modellbehörde und deren Umsetzung kümmere sich ein Lenkungsausschuss unter Vorsitz des Co-CIOs des Landes Hessen, Roland Jabkowski. Er erläutert: „Die meisten von uns sind heute vielfach mobil unterwegs, nutzen Smartphones und Laptops. Online-Angebote, die rund um die Uhr verfügbar und ganz einfach vom heimischen Sofa aus zu erreichen sind, werden deshalb auch in naher Zukunft der Standard der Verwaltungen in Hessen sein. Daran arbeiten wir selbstverständlich nicht erst seit heute – aber in diesen Tagen besonders intensiv. Verwaltungsvorgänge sollen zukünftig jederzeit, papierlos, einfach, sicher und bequem von zu Hause aus erledigt werden können.“
Nach Abschluss des Vorprojekts sehe das Hauptprojekt in den Jahren 2019 und 2020 die schrittweise Digitalisierung ausgewählter Prozesse und Verwaltungsleistungen in den drei Regierungspräsidien vor. Die Ergebnisse und Grundlagen der Digitalen Modellbehörde sollen ab 2021 sukzessive als neues Modell für die Digitalisierung der gesamten Landesverwaltung dienen.
„In der Verwaltung sollten wir dahinkommen, die Digitalisierung als Selbstverständlichkeit zu betrachten, so wie wir es im Privaten schon lange tun. Die Digitale Modellbehörde ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in der digitalen Zukunft der hessischen Landesverwaltung. Die Digitale Modellbehörde wird nicht nur die Regierungspräsidien verändern, sondern auch die anderen Behörden unserer Verwaltung. All dies zeigt einmal mehr: Hessen ist am Puls der Zeit und gilt weiterhin zu Recht als einer der Vorreiter der digitalen Verwaltungsmodernisierung in Deutschland“, sagten CIO Schäfer und Innenminister Beuth abschließend. (ba)

http://www.hmdf.hessen.de

Stichwörter: Politik, Hessen, digitale Modellbehörden, Thomas Schäfer, Peter Beuth, Roland Jabkowski

Bildquelle: adiruch na chiangmai/Fotolia.com

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