Berlin:
Verwaltungssteuerung wird verbessert


[23.11.2018] Um die gesamtstädtische Verwaltungssteuerung zu verbessern, will der Berliner Senat nicht nur ein Monitoring und Steuerungsverfahren für die Bürgerämter einführen, sondern auch einen Zukunftspakt Verwaltung mit den Bezirksbürgermeistern schließen.

Der Berliner Senat hat jetzt eine Verwaltungsvorschrift zur Einführung eines gesamtstädtischen Monitorings und Steuerungsverfahrens für die Berliner Bürgerämter beschlossen. Wie die Senatskanzlei mitteilt, wird mit der Verwaltungsvorschrift ein von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, der Senatsverwaltung für Finanzen und den Bezirksverwaltungen entwickeltes gesamtstädtisches Qualitätsmanagement eingeführt: Haupt- und Bezirksverwaltungen legen berlinweit verbindliche Qualitätsstandards in den Bereichen Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit und Wirtschaftlichkeit fest. Unter anderem sollen die Termine bei den Bürgerämtern künftig nach einheitlichen Kriterien bereitgestellt und so das für die Bürger verfügbare Terminangebot erhöht werden. Binnen 14 Tagen sollen sie einen Termin in einem Bürgeramt buchen können. Ob dieses Ziel erreicht wird, soll eine bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport eingerichtete Monitoring-Stelle kontinuierlich messen. Ein besonderer Fokus liege auf der Analyse der Kundennachfrage in den Bürgerämtern, sodass künftig ein bedarfsgerechter Personaleinsatz erfolgen kann. Außerdem werde die Monitoring-Stelle den bezirklichen Führungskräften ein digitales Management-Cockpit mit Steuerungsdaten zur Verfügung stellen. Damit sollen Handlungsbedarfe frühzeitig erkannt und Maßnahmen eingeleitet werden.
Mit dem Erlass einer Verwaltungsvorschrift für die bezirklichen Bürgerämter setzt der Senat auch eine Empfehlung der Steuerungsgruppe zur Verbesserung der gesamtstädtischen Verwaltungssteuerung um (wir berichteten). Vorschläge der Steuerungsgruppe hat der Senat außerdem in einer gemeinsamen Sitzung mit den Bezirksbürgermeistern aufgegriffen. Wie die Senatskanzlei mitteilt, wollen sie bis zum Mai 2019 einen Zukunftspakt Verwaltung schließen. In ihm sollen eine zukunftsgewandte Personalpolitik, klare Strukturen und Prozesse in der Verwaltung sowie eine funktionierende Arbeitsteilung mit entsprechenden Steuerungsinstrumenten verankert werden. In den kommenden Monaten soll zum Zukunftspakt Verwaltung intensiv mit den Bezirken, den Senatsverwaltungen, den Beschäftigten, dem Berliner Rechnungshof, dem Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordneten sowie der Stadtöffentlichkeit debattiert und Zeitpläne sowie konkrete Maßnahmen erarbeitet werden. Ein entsprechendes Diskussionspapier, das Senat und Bezirksbürgermeister verabschiedet haben, soll hierfür die Grundlage bilden. (ve)

Diskussionspapier zur Verbesserung der gesamtstädtischen Steuerung in Berlin (Deep Link)

Stichwörter: Politik, Berlin, Verwaltungssteuerung



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Sachsen / Bayern: Zusammenarbeit stärken
[23.5.2019] Die Kabinette von Bayern und Sachsen haben den Ausbau der länderübergreifenden Zusammenarbeit beschlossen. Auf einer gemeinsamen Sitzung ging es unter anderem um Quantenkommunikation, künstliche Intelligenz und elektronische Behördenservices. mehr...
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (l.) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer informieren auf einer Pressekonferenz über die Ergebnisse der gemeinsamen Kabinettssitzung.
Hessen: Gesetzentwurf zur FITKO vorgelegt
[23.5.2019] Den Gesetzentwurf zum Ersten IT-Änderungsstaatsvertrag hat Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus jetzt in den Landtag eingebracht. Damit sollen die rechtlichen Voraussetzungen zur Gründung der Föderalen IT-Kooperation (FITKO) geschaffen werden. mehr...
Hessen: Digitalisierung vorantreiben
[22.5.2019] Bei ihrer ersten Pressekonferenz hat Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus ihr Fünf-Punkte-Arbeitsprogramm vorgestellt. Schwerpunkte der Digitalisierung für und mit den Menschen sind etwa der Ausbau der digitalen Infrastruktur und des digitalen Rathauses. mehr...
Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus stellt Fünf-Punkte-Arbeitsprogramm vor.
Bremen / NRW: Vereinbarung für Gewerbeanmeldung
[22.5.2019] Eine Erklärung zur Digitalisierung und Standardisierung von wirtschaftsbezogenen Verwaltungsleistungen haben Nordrhein-Westfalen und Bremen unterzeichnet und damit Vorschriften des OZG umgesetzt. mehr...
Nordrhein-Westfalen und Bremen vereinbaren länderübergreifende Zusammenarbeit für die digitale Gewerbeanmeldung.
Bayern: Digitalministerium mit eigenem Haushalt
[20.5.2019] Das bayerische Staatsministerium für Digitales hat jetzt seinen eigenen Haushalt. Er sieht insgesamt rund 90 Planstellen sowie 79,3 Millionen Euro für dieses Jahr und 84,3 Millionen Euro für 2020 vor. mehr...