Thüringen:
Zweites Digitalisierungskabinett


[13.12.2018] Beim zweiten Digitalisierungskabinett in Thüringen stand die Verwaltungsdigitalisierung im Fokus. Zudem wurde die Strategie für E-Government und IT im Freistaat fortgeschrieben.

Thüringen-CIO Hartmut Schubert und Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst informieren die Presse über die Ergebnisse des zweiten Digitalisierungskabinetts. Die Thüringer Landesregierung hat sich beim zweiten Digitalisierungskabinett vorrangig mit Themen der Verwaltungsdigitalisierung befasst. Laut einer Pressemeldung des Finanzministeriums wurde dabei die Strategie für E-Government und IT im Freistaat fortgeschrieben. Diese diene als Leitbild und Agenda für die gesamte Landesregierung. Umgesetzt werde sie durch einen Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen in allen Ressorts. Der Aktionsplan für das Jahr 2019 wurde ebenfalls beschlossen.
Das Kabinett informierte sich laut der Pressemeldung außerdem über die Gespräche des Finanzministeriums mit den kommunalen Spitzenverbänden zur Gründung eines gemeinsamen kommunalen Dienstleisters auf Vorschlag des Landes. Diskutiert wurde darüber hinaus das Konzept des Finanzministeriums zur Zentralisierung der IT der Landesverwaltung, die noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg gebracht werden soll. Eine weitere wichtige Säule der IT-Strategie des Landes sei die Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern. Zum Stand der Kooperationen mit Bayern, Hessen und Niedersachsen wurde dem Kabinett ebenfalls berichtet.
Für die Verwaltungsmodernisierung der Kommunen stellt Thüringen in den kommenden vier Jahren bis zu 80 Millionen Euro bereit, ist in der Pressemeldung weiter zu lesen. Im Landeshaushalt stünden für Verwaltungs-IT und E-Government-Angebote in diesem Jahr rund 115 Millionen Euro zur Verfügung. Der Freistaat Thüringen kann nach Auffassung von Landes-CIO Hartmut Schubert die künftigen Anforderungen im Bereich E-Government meistern. Dazu müssen sich aber alle Verantwortlichen in den Verwaltungen der Aufgabe Digitalisierung stellen: „Vom Verwaltungsmitarbeiter bis zur Ministeriumsspitze müssen die Chancen der Digitalisierung immer mitgedacht werden. Es fehlt nicht an den Mitteln wie Software, Technik oder Geld. E-Government braucht Befürworter und IT-begeisterte Führungskräfte in den Verwaltungen.“ (ba)

Strategie für E-Government und IT des Freistaats Thüringen, Stand Dezember 2018 (PDF; 4,4 MB) (Deep Link)
http://www.thueringen.de

Stichwörter: Politik, Thüringen, Digitalisierungskabinett, Digitalisierung, Hartmut Schubert

Bildquelle: Thüringer Staatskanzlei

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Interview: Koordinierende Rolle Interview
[26.6.2019] Kristina Sinemus, Hessische Staatsministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, spricht über ihre neue Behörde, eine menschliche Digitalisierung, den Fachkräftemangel und Hessens Vorreiterrolle bei der Verwaltungsdigitalisierung. mehr...
Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Staatsministerin für Digitale Strategie und Entwicklung
Digitalkoordinatoren: Erstes Treffen
[26.6.2019] Erstmals haben sich die Digitalkoordinatoren der Länder zu einer Konferenz getroffen. Eingeladen hatte das Land Brandenburg. Fazit: Der Austausch wird fortgeführt – die nächste Veranstaltung findet in Thüringen statt. mehr...
Digitalkoordinatoren der Länder treffen sich erstmals zu einer Arbeitstagung.
Hessen: Investitionen in Digitalisierung
[25.6.2019] Ein Schwerpunkt des Nachtragshaushalts 2019 des Landes Hessen ist E-Government: die Digitalisierungsoffensive umfasst in dieser Legislaturperiode eine Milliarde Euro. Für das Digitalisierungsministerium sind im Nachtrag rund 90 Stellen vorgesehen. mehr...
Hessens Finanzminister Thomas Schäfer spricht im Landtag zur Verabschiedung des Nachtragshaushalts.
Bürokratieabbau: Bessere Werkzeuge für besseres Recht Bericht
[24.6.2019] Die Bundesregierung hat ihren Bericht zum Bürokratieabbau und zur Fortentwicklung auf dem Gebiet der besseren Rechtsetzung für das Jahr 2018 vorgelegt. Ein umfassendes Arbeitsprogramm soll die beiden Themen voranbringen, die Digitalisierung trägt entscheidend zu Fortschritten in den beiden Bereichen bei. mehr...
Für eine bessere Rechtsetzung und Bürokratieabbau hat die Bundesregierung im Jahr 2018 ein Arbeitsprogramm mit mehr als 50 Maßnahmen beschlossen.
Sachsen-Anhalt: Grundgesetz für E-Verwaltung
[24.6.2019] Den Rahmen für ein rechtssicheres elektronisches Verwaltungshandeln in Landes- und Kommunalverwaltung schafft das neue E-Government-Gesetz Sachsen-Anhalts. mehr...
Der Landtag hat das E-Government-Gesetz Sachsen-Anhalt beschlossen.