Bundes-BfDI:
DSGVO muss noch besser werden


[1.2.2019] Zwar kommt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) langsam im Alltag der Bürger, Unternehmen und Behörden an, es bleibt aber auch noch viel zu tun. Diese Zwischenbilanz zog jetzt der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Ulrich Kelber.

Seit dem 25. Mai 2018 sind bei den deutschen Aufsichtsbehörden mehr als 27.000 Beschwerden und über 12.000 gemeldete Datenschutzverletzungen eingegangen. Das teilte der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Ulrich Kelber, anlässlich des 13. Europäischen Datenschutztags am 28. Januar 2019 mit. Dies zeige zum einen, dass die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) langsam im Alltag von Bürgern, Unternehmen und Behörden ankommt. Die Zahlen zeigen aber auch, dass noch viel zu tun ist, so Kelber. Er wagte außerdem einen Blick in die Zukunft, stehe doch im kommenden Jahr die Evaluierung der DSGVO an. „Digitalisierung braucht Vertrauen und Transparenz“, so der BfDI. „Die Risiken der Bildung umfassender Profile, des Scorings oder der algorithmenbasierten Entscheidungen müssen deutlich stärker in den Fokus des Datenschutzrechts gerückt werden. Diese massiv in das Leben der Menschen eingreifenden vollständig automatisiert ablaufenden Prozesse müssen für die Menschen nachvollziehbar und in höchstem Maße transparent sein. Auf der anderen Seite müssen wir die Kritik an einer wenig zielgerichteten Bürokratisierung ernst nehmen und genau hinschauen, an welchen Stellen die DSGVO entschlackt werden kann, ohne dabei den Datenschutz zu schwächen.“ (ve)

www.bfdi.bund.de

Stichwörter: IT-Sicherheit, Datenschutz, BfDI, Ulrich Kelber



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