PersDiV:
Ressortübergreifender Austausch


[25.2.2019] Um einen behördenübergreifenden Austausch zum Thema zu stärken, ist in der Bundesverwaltung das Projekt Personalentwicklung und -gewinnung in der Digitalen Verwaltung (PersDiV) gestartet. Erste Ergebnisse liegen bereits vor.

Bundesverwaltung startet Projekt zur Personalentwicklung und -gewinnung in der Digitalen Verwaltung (PersDiV). Die Digitalisierung und der demografische Wandel stellen die Bundesverwaltung vor neue Herausforderungen. Wie vorhandene Fähigkeiten in diesem Bereich ausgebaut und junge Talente gewonnen werden können, soll das im August 2018 gestartete Projekt Personalentwicklung und -gewinnung in der Digitalen Verwaltung (PersDiV) zeigen. Laut dem vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) herausgegebenen Portal verwaltung-innovativ stärkt PersDiV den behördenübergreifenden Austausch. Organisiert wird PersDiV vom Referat DGII 1 des BMI. Teilnehmen könne die gesamte Bundesverwaltung. Wie sich der Meldung auf verwaltung-innovativ entnehmen lässt, haben bereits eine dreiteilige Workshop-Reihe zu den Themen Kompetenzen, Qualifizierung und Personalgewinnung im Zuge der Digitalisierung sowie eine erste Telefonkonferenz zum Thema Agiles Bundesverwaltungsamt stattgefunden. Um ein behördenübergreifendes Netzwerk aufzubauen, wurde eine bundesverwaltungsinterne webbasierte Kommunikationsplattform (BSCW) eingerichtet, auf der Dokumente geteilt und Diskussionen geführt werden können.

Ergebnisse aus der Praxis

Als Pilotbehörden starteten das Bundesverwaltungsamt (BVA) und der Deutsche Wetterdienst mit der Erprobung und Weiterentwicklung von ressortübergreifenden Maßnahmen. Die Ergebnisse und Lösungsansätze stehen dem gesamten Netzwerk als umfassende Maßnahmenpläne zur Verfügung. Im Bereich Personalentwicklung zählen dazu der Prototyp eines Kompetenzmodells inklusive Definition verschiedener Expertiselevels. Auch seien Kompetenzbedarfe priorisiert und gemeinsam mit der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung (BAköV) ein Konzept zur digitalen Kooperation und Interaktion erarbeitet worden. Im Bereich Personalgewinnung wurden Verbesserungspotenziale aus Bewerbersicht identifiziert und Sofortmaßnahmen gestartet. Ferner seien detaillierte mittel- und langfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Personalgewinnung definiert worden.

Vielfältige Austauschformate

2019 soll der ressortübergreifende Austausch via PersDiV vorangetrieben und das Netzwerk von bislang rund 120 Beteiligten ausgeweitet werden. So sind unter anderem sechswöchig Telefon- oder Web-Konferenzen zu Best Practices und ein Digital Brunch zum niedrigschwelligen Austausch der beteiligten Referate vorgesehen. Ein E-Mail-Newsletter soll im zweiwöchigen Turnus über Neuigkeiten und Veranstaltungen aus dem PersDiV-Netzwerk informieren. Ein Besuch bei besonders erfolgreichen Leuchtturmbehörden oder Piloten soll viermal im Jahr stattfinden. Viermal im Jahr sollen außerdem die wichtigsten Meilensteine auf verwaltung-innovativ dargestellt und Erfolge nicht zuletzt in den sozialen Medien der Behörden veröffentlicht werden. Zweimal im Jahr sollen darüber hinaus ein- bis zweitägige Workshops etwa zum Change Management stattfinden. Als digitales Koordinationstool mit allen für die Skalierung benötigten Inhalten soll kontinuierlich BSCW dienen. Diese Formate sind laut verwaltung-innovativ ein wichtiger erster Schritt zur Verstetigung des ressortübergreifenden Austauschs. Unterstützt vom BMI sollen den Behörden im weiteren Projektverlauf digitale Baukästen zur Verfügung gestellt werden, mit deren Hilfe sie die erforderlichen Maßnahmen zur Personalentwicklung und -gewinnung eigenständig umsetzen können. (ve)

www.verwaltung-innovativ.de

Stichwörter: Personalwesen, Bundesverwaltung, PersDiV

Bildquelle: Travis / Fotolia.com

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