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Thüringen:
Stockt E-Government?


[16.4.2019] Die elektronischen Bezahlmöglichkeiten für Verwaltungsdienste werden in Thüringen nur verhalten genutzt. Auch die Servicekonten für Bürger lassen auf sich warten. Der zentrale Formularservice hingegen wird gut angenommen und soll jetzt neu gestaltet werden.

Knapp ein Jahr nach Verabschiedung des Thüringer E-Government-Gesetzes (wir berichteten) ist die Nutzung neuer Möglichkeiten in der digitalen Verwaltung noch verhalten. Das teilt die Thüringer Allgemeine in ihrer Online-Ausgabe mit. So seien die elektronischen Bezahlmöglichkeiten seit ihrer Einführung im April 2018 erst 21 Mal genutzt worden. Der Landtagsabgeordnete Mario Voigt kritisierte, dass das Angebot noch nicht so entwickelt sei, dass es die Bürger auch nutzen wollten. „Andere Länder gehen das Thema beherzter an“, sagte er.
Gemäß dem Thüringer E-Government-Gesetz sollte es ab Januar dieses Jahres auch Servicekonten für Bürger geben. Nach Angaben des Finanzministeriums verzögert sich die Einführung allerdings wegen technischer Hürden, heißt es in der Thüringer Allgemeinen weiter. Die Anwendung werde von einem Dienstleister für alle Bundesländer entwickelt. Nach Angaben des Ministeriums soll es bis Ende April eine technische Überarbeitung geben. Ob sich dieser Zeitplan einhalten lasse, sei aber unklar.
Der zentrale Thüringer Formularservice (wir berichteten) wurde nach Angaben des Finanzministeriums im vergangenen Jahr mehr als eine Million Mal aufgerufen. Es soll in den nächsten Wochen eine neue Gestaltung bekommen, heißt es in dem Artikel in der Thüringer Allgemeinen abschließend. (ba)

Zum Artikel in der Thüringer Allgemeinen vom 14. April 2019 (Deep Link)

Stichwörter: Politik, Thüringen, Servicekonto, E-Payment, Formularservice



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