Baden-Württemberg:
Bodenschätzung wird digital


[17.5.2019] Ein digitaler Workflow über Verwaltungsgrenzen hinweg wurde in Baden-Württemberg im Rahmen von „Bodenschätzung digital“ umgesetzt. Das digital@bw-Projekt ist jetzt gestartet.

Baden-Württemberg realisiert digitalen Workflow für Bodenschätzung. In Baden-Württemberg ist im Rahmen der Digitalisierungsstrategie der Landesregierung, digital@bw, das Projekt „Bodenschätzung digital“ gestartet. Wie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mitteilt, schafft es die Voraussetzungen für einen durchgängig digitalen und transparenten Workflow von der Erhebung im Feld über die qualitätsgesicherte Führung bis hin zur breiten Nutzung der Bodenschätzungsdaten. Umgesetzt haben das fachübergreifende Management von Bodendaten das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie das Finanz- und das Umweltministerium.
Dank des Projekts lassen sich laut der Pressemeldung hochwertige Bodenfachdaten erzeugen und über das Internet bereitstellen. So können diese von öffentlichen oder privaten Planungs- oder Maßnahmenträgern für raumwirksame Planungen verwendet werden. Für die Bevölkerung entstehe durch den Zugriff auf diese Daten die notwendige Transparenz, um zusammen mit der Verwaltung Planungsalternativen in einem partizipativen Beteiligungsprozess diskutieren zu können. In der Landwirtschaft könnten Hersteller von Hightech-Geräten innovative Lösungen entwickeln, und landwirtschaftliche Betriebe könnten die Ausbringung von Produktionsmitteln von der lokalen Bodenbeschaffenheit abhängig machen und damit ihre Flächen nachhaltig bewirtschaften.
Wie in der Pressemeldung weiter zu erfahren ist, arbeiten im digital@bw-Projekt „Bodenschätzung digital“ das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, die Oberfinanzdirektion Karlsruhe und das Regierungspräsidium Freiburg (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau) eng zusammen. Die Vermessungsverwaltung digitalisiere die analog vorliegenden Schätzungskarten landesweit flächendeckend für das Liegenschaftskataster und baue standardisierte Web-Dienste für die Bereitstellung der Daten auf. Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung übernehme insoweit zentrale Aufgaben. Die Oberfinanzdirektion Karlsruhe digitalisiere die bei den Finanzämtern analog vorliegenden Schätzungsbücher landesweit flächendeckend und entwickle Applikationen zur Erfassung der laufenden Nachschätzungen, um die Nachschätzungen im Feld bereits in digitaler Form durchführen und über Schnittstellen an die Vermessungsverwaltung übergeben zu können. Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau führe die Bodenschätzungsdaten von Finanz- und Vermessungsverwaltung zusammen, prüfe deren Qualität, bereite die Daten über fachwissenschaftliche Methoden als Bodenfachkarten auf und stelle sie bereit. (ba)

Weitere Informationen zum Projekt „Bodenschätzung digital“ (Deep Link)
https://mlr.baden-wuerttemberg.de

Stichwörter: Geodaten-Management, Baden-Württemberg, Bodenschätzung, digital@bw, Geoinformationen

Bildquelle: Jürgen Fälchle / Fotolia.com

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