Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Politik > Zusammenarbeit stärken

Sachsen / Bayern:
Zusammenarbeit stärken


[23.5.2019] Die Kabinette von Bayern und Sachsen haben den Ausbau der länderübergreifenden Zusammenarbeit beschlossen. Auf einer gemeinsamen Sitzung ging es unter anderem um Quantenkommunikation, künstliche Intelligenz und elektronische Behördenservices.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (l.) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer informieren auf einer Pressekonferenz über die Ergebnisse der gemeinsamen Kabinettssitzung. Die Sächsische Staatsregierung und der Bayerische Ministerrat sind am 21. Mai 2019 zu einer gemeinsamen Kabinettssitzung zusammengekommen. Unter Leitung der Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und Markus Söder sind die umfangreiche Zusammenarbeit der beiden Freistaaten erörtert und weitergehende Kooperationen bei wichtigen Zukunftsthemen vereinbart worden.
Laut einer Pressemeldung der beiden Partner soll durch gemeinsame, koordinierte Initiativen unter anderem die Weiterentwicklung und Erprobung der Quantenkommunikation vorangebracht werden, welche es ermöglicht, Informationen und Daten in besonders sicherer Form zu übertragen. Das bayerische Wirtschaftsministerium und die Sächsische Staatskanzlei seien beauftragt worden, begleitend zum länderübergreifenden Forschungsprojekt den Aufbau einer Pilotstrecke zwischen Bayern und Sachsen zur sicheren Behördenkommunikation zu unterstützen.
Im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) werde ein gemeinsames Expertenforum durchgeführt. Ziel sei es, ethische und gesellschaftliche Fragen und daraus resultierende Implikationen für die Änderungen des rechtlichen Rahmens, aber auch vielversprechende Anwendungsszenarien für Staat und Verwaltung zu identifizieren. Die Ergebnisse sollen in die KI-Strategie der Bundesregierung eingebracht werden.
Um elektronische Verwaltungsleistungen für Bürger und Unternehmen noch umfassender, nutzerfreundlicher und schneller anbieten zu können, arbeiten Bayern und Sachsen eigenen Angaben zufolge im Rahmen der Beschlüsse des IT-Planungsrats künftig enger zusammen.
Zur Verbesserung des Mobilfunks in grenznahen Bereichen setzen sich die Freistaaten bei der Bundesnetzagentur dafür ein, dass Frequenzgenehmigungen in Grenzgebieten umfassend und zügig erteilt werden.
Weitere Aspekte der Vereinbarung umfassen den Ausbau der Sicherheitsallianz, die Stärkung der Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik, moderne Mobilitätslösungen sowie den Bürokratieabbau im Gesundheitswesen. (ba)

https://www.sachsen.de
https://www.bayern.de

Stichwörter: Politik, Sachsen, Bayern, Digitalisierung, Quantenkommunikation, KI

Bildquelle: Pawel Sosnowski

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
BMI: Digitale Kompetenzen gebündelt
[2.6.2020] Bundesinnenminister Horst Seehofer will die Digitalisierung schneller voranbringen. Alle dafür erforderlichen Kräfte werden deshalb in einer eigenen Abteilung „Digitale Verwaltung“ gebündelt. Leiter der neuen Abteilung wird ein altgedienter Experte für Verwaltungsdigitalisierung. mehr...
Bundesinnenminister Horst Seehofer will die Digitalisierung schneller voranbringen.
NRW: Stärkung von Konjunktur und Wachstum
[26.5.2020] Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat zehn Impulse veröffentlicht, die dazu beitragen sollen, die von der Corona-Krise geschwächte Wirtschaft des Bundeslandes wieder hochzufahren. mehr...
Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart sprach sich unter anderem für die Förderung der Digitalisierung in Nordrhein-Westfalen durch den Bund aus.
Mecklenburg-Vorpommern: E-Government-Gesetz wird konkretisiert
[13.5.2020] Der Entwurf zur Änderung des E-Government-Gesetzes Mecklenburg-Vorpommern liegt dem Landtag zur Beratung vor. Mit der Überarbeitung werden vor allem Neuerungen in EU- und Bundesgesetzen in Landesrecht umgesetzt. mehr...
Corona: Tracing-App in Planung
[12.5.2020] Eine Tracing-App soll die Ausbreitung von COVID-19 eindämmen, indem sie den digitalen Handschlag zweier Smartphones registriert. Die Anwendung werde jedoch freiwillig bleiben und datenschutzkonform sein, erklären Kanzleramtsminister Helge Braun und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. mehr...
Die Nutzung der Corona-Tracing-App soll freiwillig bleiben.
Bitkom: Digitalprogramm führt aus der Krise
[6.5.2020] Ein Digitalprogramm mit einem Investitionsvolumen von 15 Milliarden Euro hat jetzt der Digitalverband Bitkom vorgeschlagen. Es soll Deutschland nicht nur aus der Corona-Krise führen, sondern auch die Digitalisierung im Land langfristig und nachhaltig vorantreiben. mehr...