Schleswig-Holstein:
Open-Data-Portal gestartet


[28.6.2019] Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht hat das Open-Data-Portal des Landes in Betrieb genommen. Mit mehr als 7.000 Datensätzen ist es das bundesweit größte und stellt ein Viertel des Datensatzes von GovData.

In seinem neuen Open-Data-Portal stellt das Land Schleswig-Holstein unter anderem Informationen über Luft- und Wasserqualität zur freien Verfügung. Das Land Schleswig-Holstein hat am Mittwoch (26. Juni 2019) sein Open-Data-Portal freigeschaltet. Laut einer Pressemeldung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) stehen Nutzern mehr als 7.000 Datensätze unter anderem zu Bildung, Wirtschaft und Umwelt zur Verfügung – kostenlos und zur freien Verwendung. Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht sagte: „Der freie Zugang zu Daten der öffentlichen Hand ist ein Kernmerkmal digitalisierter und transparenter Verwaltung. Das Open-Data-Konzept bietet Bürgern, Politik und Wirtschaft zahlreiche Vorteile.“ Politik würde transparenter und Bürger erhielten durch Open Data neue Informationsmöglichkeiten über das staatliche Handeln, so der Minister.

Vorreiterrolle im Bund

Laut der Pressemeldung des Digitalisierungsministeriums speist das schleswig-holsteinische Portal seine Daten auch in GovData ein und stellt ein Viertel von dessen Datensätzen. „Wir wollen ein Vorzeigeland der Digitalisierung werden“, sagte Albrecht. „Mit dem Portal zeigen wir, dass wir tatsächlich das Potenzial haben, ganz vorne mitzuspielen.“
Die bislang veröffentlichten Daten stammen laut Ministeriumsangaben nicht nur aus dem Fundus der Landesverwaltung, auch die Kommunen tragen dazu bei: So ist Norderstedt mit 333 Datensätzen beispielsweise zu Kitas oder Kinderspielplätzen dabei. Die Landeshauptstadt Kiel bringe es auf 799 Datensätze, unter anderem zur Zahl der Schüler an allgemeinbildenden Schulen. Laut NDR-Bericht gibt es in Kiel und Norderstedt Koordinatoren, die sich um die Aufbereitung von Daten kümmern. Weitere Kommunen sollen folgen. Die Kosten für Aufbau und Betrieb des Open-Data-Portals betragen laut NDR 670.000 Euro.
Das schleswig-holsteinische Portal ist nach Angaben von IT-Dienstleister Dataport das größte Deutschlands. Realisiert wurde es in einem Gemeinschaftsprojekt vom Zentralen IT-Management des Landes Schleswig-Holstein (ZIT), vom MELUND, von Dataport und dem IT-Beratungsunternehmen Capgemini. Dataport hat nach eigenen Angaben die technische Infrastruktur aufgebaut und gemeinsam mit dem Hamburger Informatik Technologie-Center (HITeC) die Software entwickelt. Die Portaldaten betreibe Dataport in seinem hochsicheren Twin Data Center. (ba)

https://opendata.schleswig-holstein.de
https://www.schleswig-holstein.de
https://www.dataport.de

Stichwörter: Open Government, Dataport, Schleswig-Holstein, Open Data, Portale, GovData

Bildquelle: Staatskanzlei Schleswig-Holstein

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Open Government
Open Data: Bund beschließt Fortschrittsbericht
[10.10.2019] Das Bundeskabinett hat den Fortschrittsbericht Open Data beschlossen. Im Rahmen eines zweiten Open-Data-Gesetzes soll die Bereitstellung offener Daten ausgeweitet werden. mehr...
Open Government: Bund beschließt zweiten Aktionsplan
[6.9.2019] Den zweiten Nationalen Aktionsplan Open Government hat das Bundeskabinett beschlossen. Erstmals umfasst er auch Verpflichtungen von Ländern. Sachsen etwa stellt sein Beteiligungsportal zur Verfügung und kündigt an, bis Ende des Jahres selbst ein Open-Data-Portal online zu schalten. mehr...
Hamburg: Überarbeitetes Transparenzgesetz kommt
[1.8.2019] Der Hamburger Senat hat dem neuen Entwurf des Hamburgischen Transparenzgesetzes zugestimmt. Größte Neuerung: Die mittelbare Staatsverwaltung wird in die Veröffentlichungspflicht einbezogen. mehr...
Hamburg hat sein Transparenzgesetz überarbeitet.
GovData: Hessen tritt bei
[27.6.2019] In Hessen können Landesbehörden und Kommunen künftig Daten im GovData-Portal einstellen. Bürger, Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Medien können somit kostenlos auf Informationen der öffentlichen Verwaltung zugreifen. mehr...
EU-Kommission: Support-Center für Datenaustausch
[8.5.2019] Die EU-Kommission hat Capgemini Invent beauftragt, ein europäisches Support-Center für den Datenaustausch aufzubauen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll eine europäische Dateninfrastruktur schaffen und Datentransaktionen sowie -analysen erleichtern. mehr...
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Open Government:
Aktuelle Meldungen