ElterngeldDigital:
Start in vier weiteren Bundesländern


[12.7.2019] Auch in Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Thüringen kann das Elterngeld nun online beantragt werden. Bis zum Jahresende sollen weitere Bundesländer hinzukommen. Zudem soll der vollständig papierlose Antrag vorangetrieben werden.

Die Plattform ElterngeldDigital kann seit Anfang Juli in vier weiteren Bundesländern genutzt werden. Nach einer erfolgreichen Pilotphase in Berlin (wir berichteten) und Sachsen (wir berichteten) steht das ElterngeldDigital nun auch in Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Thüringen zur Verfügung. Das teilt das Bundesfamilienministerium mit. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sagt: „In Zukunft sollen alle Eltern in Deutschland das Elterngeld online beantragen können. Darum ist geplant, das ElterngeldDigital noch in diesem Jahr im Herbst für weitere Bundesländer freizuschalten. Darüber hinaus arbeiten wir daran, dass auch andere Familienleistungen, wie der Kinderzuschlag, digital beantragt werden können.“ Ziel sei die umfassende Digitalisierung aller Familienleistungen.
Die Internet-Plattform ElterngeldDigital unterstützt Eltern beim Ausfüllen des Antragsformulars, heißt es in der Pressemeldung des Ministeriums. Sie erkenne automatisch Fehler bei der Eingabe und gebe zu jedem Punkt des Antrags Erklärungen in gut verständlicher Sprache. Noch muss der Antrag am Ende ausgedruckt und unterschrieben an die zuständige Elterngeldstelle gesendet werden. Bereits in diesem Jahr soll es nach Ministeriumsangaben möglich werden, die Daten direkt online von ElterngeldDigital an die zuständige Elternstelle zu übertragen und damit einen ersten Schritt zum papierlosen Antrag zu gehen.
Wie das Bundesfamilienministerium mitteilt, soll ElterngeldDigital bis Jahresende auch in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein genutzt werden können. Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und das Saarland betreiben eigene Systeme zur Online-Beantragung oder planen deren Einführung. Sie würden so in das bundesweite Online-Angebot integriert, dass alle Eltern, unabhängig vom Wohnort über das Angebot des Bundes die benötigten Informationen erhalten.
EltergeldDigital sei nur der Einstieg in die Digitalisierung, sagt die Bremer Finanzsenatorin Karoline Linnert, in deren Haus die Digitalisierung des Antrags unter dem Projektnamen „ELFE – Einfache Leistungen für Eltern“ vorangetrieben wird: „Bremen entwickelt das Angebot gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend weiter, sodass eines Tages der gesamte Antrag digital laufen wird.“
In einem nächsten Schritt sollen weitere Leistungen – etwa das Kindergeld und der Kinderzuschlag – vollständig digital beantragt werden, heißt es in der Pressemeldung des Bremer Senats weiter. Die notwendigen Bescheinigungen – von der Geburtsurkunde für das Kind bis zum Einkommensnachweis – müssen Eltern dann nicht mehr einreichen. Stattdessen werden diese mit einer Einwilligungserklärung der Eltern automatisiert bei den zuständigen Behörden abgefragt. Voraussetzung für die weiteren Schritte zur Digitalisierung seien vor allem bundesgesetzliche Änderungen, welche die Datenweitergabe zwischen den beteiligten Behörden für diese konkreten Zwecke erlauben. (ba)

https://www.elterngeld-digital.de/ams/Elterngeld
https://www.familienportal.de

Stichwörter: Portale, CMS, ElterngeldDigital, BMFSFJ, Bremen, Elterngeld, ELFE

Bildquelle: Screenshot

Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich CMS | Portale
BMI: GovLabDE gestartet
[5.12.2022] Die im Koalitionsvertrag beschlossene Kollaborationsplattform der Bundesregierung, GovLabDE, ist online. Sie bietet Methoden- und Fachexpertise sowie eine moderne technische Infrastruktur und soll so die Zusammenarbeit ressortübergreifender Projekt-Teams unterstützen. mehr...
Eine neue Plattform bündelt Methoden- und Fachexpertise sowie technische Infrastruktur. Bundesinnenministerin Faeser beim Besuch im GovLab.
Portal: Barrierefreiheit im Blick
[22.11.2022] Das BMI, das ITZBund, das BVA und die hessische Landesbeauftragte für barrierefreie IT haben ein Portal lanciert, das zahlreiche Informationen und Umsetzungshilfen zur barrierefreien IT bereithält. mehr...
Schleswig-Holstein: Digitaler Parlamentsbetrieb
[4.11.2022] Das von Dataport entwickelte Abgeordnetenportal Schleswig-Holstein nimmt den Betrieb auf. Die digitale Plattform der Landtagsverwaltung soll die Zusammenarbeit der Abgeordneten vereinfachen und effizienter machen und erlaubt eine hybride, ortsungebundene parlamentarische Arbeit. mehr...
Polizei NRW: Neues Karriereportal
[26.10.2022] Ein neues Portal zeigt die Karrierechancen bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen. Die zahlreichen Berufe werden ebenso dargestellt wie die jeweiligen Bewerbungsschritte und die Voraussetzungen für eine Karriere bei der Polizei. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Neues Karriereportal für die Polizei.
Hamburg: Online-Dienste für Unternehmen in Betrieb
[26.9.2022] Zahlreiche Anträge hat die Freie und Hansestadt Hamburg im OZG-Themenfeld Unternehmensführung und -entwicklung digitalisiert. Die nun zur Verfügung stehenden Online-Anträge reichen von der Mutterschutzmitteilung über Anträge rund um den Luftverkehr bis hin zum Veranstaltungsbereich oder Glücksspiel. mehr...
Wer in Deutschland Feuerwerke abbrennen will, braucht eine Erlaubnis. Hamburg stellt hierfür Online-Dienste nach dem EfA-Prinzip zur Verfügung.
Suchen...
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich CMS | Portale:
SEITENBAU GmbH
78467 Konstanz
SEITENBAU GmbH
Aktuelle Meldungen