Cyber-Sicherheit:
Isolation statt Detektion


[31.7.2019] Gefälschte E-Mails und Malware sind weiterhin das Haupteinfallstor für Cyber-Angreifer. Insbesondere neue Schad-Software können die herkömmlichen Sicherheitslösungen nicht immer erkennen. Die Micro-Virtualisierung kann hier eine sinnvolle Ergänzung sein.

Gefälschte E-Mails und bösartige Downloads bleiben die Hauptwege von Cyber-Angriffen. „Mit klassischen Sicherheitslösungen wie Firewalls, Web- und E-Mail-Filtern oder Antivirenprogrammen lassen sich die durch E-Mails und Downloads bestehenden Gefahren nicht vollständig in den Griff bekommen“, sagt Jochen Koehler, Regional VP Sales Europe beim Software-Anbieter Bromium. „Das Problem dieser Lösungen ist, dass sie auf die Malware-Erkennung angewiesen sind und bisher unbekannte Schad-Software wie einen neuen Virus in einem E-Mail-Anhang nicht zu 100 Prozent aufspüren können.“ Eine sinnvolle Schutzmaßnahme könne stattdessen eine Lösung bieten, die auf Isolation statt Detektion setze. „Und die effektivste Variante für eine solche Isolation ist die Nutzung der Virtualisierungstechnologie.“
Wie Bromium mitteilt, wird bei der so genannten Micro-Virtualisierung jede riskante Anwenderaktivität wie das Öffnen eines E-Mail-Anhangs oder das Downloaden eines Dokuments in einer eigenen Micro-VM (Virtual Machine) gekapselt. Eine mögliche Schädigung durch ein Schadprogramm bleibe dadurch immer auf die jeweilige Micro-VM beschränkt, die nach Beendigung einer Aktivität ohnehin automatisch gelöscht werde. Überflüssig würden die herkömmlichen Sicherheitslösungen durch die Micro-Virtualisierung allerdings nicht. Antiviren-Tools für die Erkennung bekannter Schad-Software bleiben laut Unternehmen elementarer Bestandteil jeder Sicherheitsarchitektur. „Aber das Entscheidende ist, dass diese Lösungen letztlich nur eine komplementäre Ergänzung darstellen, und zwar von Lösungen, die einen gezielten Schutz auch vor unbekannter Malware bieten“, sagt Koehler. (ve)

https://www.bromium.com

Stichwörter: IT-Sicherheit, Bromium, Micro-Virtualisierung



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Sicherheit
Baden-Württemberg: Umfassende Cybersicherheitsstrategie
[12.1.2022] Der Ministerrat des Landes Baden-Württemberg hat eine Cybersicherheitsstrategie beschlossen. Das umfassende Gesamtkonzept nimmt alle gesellschaftlichen Aspekte der Cyber-Sicherheit in den Blick. Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW) spielt dabei eine zentrale Rolle. mehr...
Baden-Württemberg: Umfassende Strategie für mehr Cyber-Sicherheit beschlossen.
Dataport/BSI: Zusammenarbeit bei der IT-Sicherheit
[11.1.2022] Beim Thema IT-Sicherheit wollen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der IT-Dienstleister Dataport künftig enger zusammenarbeiten. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Cyber-Sicherheitsstrategie beschlossen
[23.12.2021] In Nordrhein-Westfalen hat die Regierung ihre Cyber-Sicherheitsstrategie beschlossen und einen ersten Bericht zum Thema vorgelegt. Ihm zufolge ist die Computer-Kriminalität im Corona-Jahr 2020 um 20,8 Prozent gestiegen, worauf die Strategie in naher Zukunft mit zwei konkreten Projekten reagieren wird. mehr...
Virtual Solution: BSI gibt SecurePIM für Android 11 frei
[21.12.2021] Die mobile Kommunikationsanwendung SecurePIM Government SDS erhielt vom BSI eine Freigabe für Android 11 bis hin zum Geheimhaltungsgrad VS-NfD. Damit kann die Lösung jetzt auch auf modernsten Endgeräten betrieben werden. mehr...
PwC Deutschland: IT-Sicherheit für die öffentliche Verwaltung
[20.12.2021] Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) gibt vor dem Hintergrund häufiger Cyber-Attacken grundlegende Tipps, wie Behörden und Ämter ihre Daten und Systeme vor solchen Angriffen schützen können. mehr...
PricewaterhouseCoopers (PwC) gibt Tipps zur Cyber-Sicherheit in Ämtern und Behörden.
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich IT-Sicherheit:
procilon GROUP
04425 Taucha bei Leipzig
procilon GROUP
Aktuelle Meldungen