IT-Konsolidierung:
Whitepaper zur strategischen Beschaffung


[26.8.2019] Warum eine strategische Beschaffung in der IT-Konsolidierung empfehlenswert ist, zeigt ein neues Whitepaper des Kompetenzzentrums Öffentliche IT (ÖFIT). Es wird dargelegt, was eine strategische Beschaffung ausmacht, ein Anwendungsbeispiel gegeben und zehn Perspektiven zur Ausrichtung einer ganzheitlichen Beschaffung vorgestellt.

Warum bei der IT-Konsolidierung eine strategische Beschaffung erstrebenswert ist, legt das neue Whitepaper vom Kompetenzzentrum Öffentliche IT dar. Ein neues Whitepaper zur strategischen Beschaffung in der IT-Konsolidierung bietet jetzt das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) an. Die Autoren empfehlen darin, die strategische Beschaffung sowie entsprechende Organisationsstrukturen und Mandate einzuführen. Das bestehende Vergabeinstrumentarium sollte kreativ und zielgenau ausgeschöpft und Abhängigkeiten, etwa Lock-in-Effekte, durch offene Standards, modulare Software-Architekturen, die bewusste Pflege von Software-Hersteller-Ö̈kosystemen und den Wechsel zu freier Software reduziert werden. Je stärker die öffentliche Verwaltung Informationstechnik einsetzt, desto bedachter muss sie diese beschaffen, heißt es in der Zusammenfassung des Papers. Mit der IT-Konsolidierung in der öffentlichen Verwaltung steige zudem die Tragweite der einzelnen Beschaffungsentscheidung. Deshalb sei eine strategische IT-Beschaffung nötig. Diese ist laut ÖFIT nachhaltig, ganzheitlich und umsichtig. Sie bedenke die dauerhaften Auswirkungen heutiger Beschaffungsentscheidungen, nehme verschiedene strategische Perspektiven ein und berücksichtige Umweltfaktoren wie Marktlage und technische Entwicklung. „Eine so verstandene strategische Ausrichtung der Beschaffung kann die aktuelle Organisation und Aufgabensetzung der IT-Vergabe nicht leisten“, schreiben die Autoren des Papers. „Derzeit dominieren bloße Rechtskonformität und eine Orientierung auf kurzfristige Wirtschaftlichkeit die öffentliche Vergabepraxis.“ Das Whitepaper definiert nicht nur, was unter strategischer Beschaffung zu verstehen ist, es geht auch auf die Ziele und strategische Optionen bei der Beschaffung ein. „Als Anwendungsbeispiel für eine strategische Beschaffung wird die Produktzahlfrage der Dienstekonsolidierung des Bundes – ob auf eine oder zwei Software-Lösungen pro Dienst reduziert werden sollte – beleuchtet“, heißt es in dem Whitepaper. Wiederum beispielhaft werden zehn strategische Perspektiven für die mögliche Ausrichtung einer ganzheitlichen Beschaffung vorgestellt: Digitale Souveränität, Wirtschaftlichkeit, Wirtschaftspolitik, Marktpflege, Innovationsförderung, Nachhaltigkeit, IT-Steuerung, offene Schnittstellen und Datenformate, Nutzerfreundlichkeit und Akzeptanz-Management sowie IT-Sicherheit. Zwei Anwendungsbeispiele runden diesen Überblick ab. (ve)

Strategische Beschaffung in der IT-Konsolidierung (PDF, 1,7 MB) (Deep Link)

Stichwörter: E-Procurement, Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT)

Bildquelle: Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT)

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