Open Government:
Bund beschließt zweiten Aktionsplan


[6.9.2019] Den zweiten Nationalen Aktionsplan Open Government hat das Bundeskabinett beschlossen. Erstmals umfasst er auch Verpflichtungen von Ländern. Sachsen etwa stellt sein Beteiligungsportal zur Verfügung und kündigt an, bis Ende des Jahres selbst ein Open-Data-Portal online zu schalten.

Das Bundeskabinett hat jetzt den zweiten Nationalen Aktionsplan Open Government beschlossen. Er enthält insgesamt neun Verpflichtungen der Bundesressorts. Auch Verpflichtungen der Länder Nordrhein-Westfalen, Sachsen sowie Schleswig-Holstein sind enthalten. „Offen für neue Ideen und Antworten sein, zuhören, erklären und aufklären, ehrlich miteinander umgehen und Rechenschaft ablegen – das muss Teil unserer Regierungs- und Verwaltungskultur sein“, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Inhalt der Neuvorlage. „Darum geht es im Zweiten Nationalen Aktionsplan Open Government. Denn Teilhabe, Transparenz und Zusammenarbeit sind Grundpfeiler unserer Demokratie und unerlässlich für ein gelingendes gesellschaftliches Miteinander. Und die zahlreichen und komplexen Herausforderungen unserer Zeit verlangen in besonderer Weise gemeinsame Anstrengungen und eine Lösungssuche mithilfe innovativer Ansätze.“ Anfang Oktober wird Deutschland in den Lenkungsausschuss der Open Government Partnership (OGP) aufrücken, kündigt die Bundesregierung an.
Der Freistaat Sachsen beteiligt sich am Nationalen Aktionsplan 2019-2021 der OGP-Initiative, indem er sein Beteiligungsportal als zentrales Instrument der Bürgerbeteiligung einbringt. Wie die sächsische Staatskanzlei mitteilt, wird der Freistaat dieses außerdem inhaltlich und technisch weiterentwickeln, sodass das neue Instrument der Bürgerbeteiligung auch unkompliziert von anderen Ländern – wie bereits in Nordrhein-Westfalen – genutzt werden kann. Sachsen werde darüber hinaus den gesetzlichen Rahmen und die internen Prozesse weiterentwickeln, damit in Zukunft ein umfassendes Verzeichnis an Verwaltungsdaten in hoher Qualität zur Verfügung steht. Ziel von Open Data in Sachsen sei es, die Transparenz staatlichen Handelns zu erhöhen. Zudem werde Verwaltungsdaten zu einer zweiten Karriere verholfen, indem ihre wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten, beispielsweise in der Entwicklung neuer Apps oder leistungsfähiger Anwendungen mit künstlicher Intelligenz, ausgeschöpft werden. Damit diese Daten von Unternehmen und Bürgern komfortabel recherchiert und genutzt werden können, wird der Freistaat Sachsen laut eigenen Angaben bis Ende dieses Jahres sein Open-Data-Portal online stellen. (ve)

2. Nationaler Aktionsplan Open Government der Bundesregierung (Deep Link)
https://www.buergerbeteiligung.sachsen.de

Stichwörter: Open Government, Open Data, Sachsen



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Open Government
BODDy 2019: Open Data soll zur Chefsache werden Bericht
[14.11.2019] Auf dem Berlin Open Data Day (BODDy) 2019 wurden wieder Best Practices vorgestellt, dennoch scheint Open Data insgesamt nicht voranzukommen. Deshalb auch der Wunsch aus der Berliner Senatsverwaltung, das Thema zur Chefsache zu machen. mehr...
BODDy 2019: Podiumsdiskussion zur Bedeutung von Datenqualität für algorithmische Systeme.
Fraunhofer FOKUS: Leitfaden für höhere Datenqualität
[23.10.2019] Ein jetzt vorgestellter Leitfaden des Fraunhofer-Instituts FOKUS soll die öffentliche Verwaltung bei der Bereitstellung qualitativ hochwertiger Daten unterstützen. mehr...
Open Data: Bund beschließt Fortschrittsbericht
[10.10.2019] Das Bundeskabinett hat den Fortschrittsbericht Open Data beschlossen. Im Rahmen eines zweiten Open-Data-Gesetzes soll die Bereitstellung offener Daten ausgeweitet werden. mehr...
Hamburg: Überarbeitetes Transparenzgesetz kommt
[1.8.2019] Der Hamburger Senat hat dem neuen Entwurf des Hamburgischen Transparenzgesetzes zugestimmt. Größte Neuerung: Die mittelbare Staatsverwaltung wird in die Veröffentlichungspflicht einbezogen. mehr...
Hamburg hat sein Transparenzgesetz überarbeitet.
Schleswig-Holstein: Open-Data-Portal gestartet
[28.6.2019] Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht hat das Open-Data-Portal des Landes in Betrieb genommen. Mit mehr als 7.000 Datensätzen ist es das bundesweit größte und stellt ein Viertel des Datensatzes von GovData. mehr...
In seinem neuen Open-Data-Portal stellt das Land Schleswig-Holstein unter anderem Informationen über Luft- und Wasserqualität zur freien Verfügung.
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Open Government:
Aktuelle Meldungen