Schleswig-Holstein:
LKN sorgt für Überblick


[11.10.2019] Digitale Modelle des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) unterstützen in Schleswig-Holstein Planungen am Strand in Zeiten des Klimawandels.

St. Peter-Ording: Die Lage der ein Meter über dem mittleren Meeresspiegel liegenden Höhenlinien in den Jahren 1971, 2000 und 2015. Im schleswig-holsteinischen St. Peter-Ording wandert der Strand, die Hochwasserlinie weicht vielerorts gen Osten zurück, Dünen wachsen. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) führt hierzu fortlaufend hochmoderne Messungen durch, die digital dokumentiert werden und Prognosen künftiger Entwicklungen erlauben, teilt das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung mit.
„Der Klimawandel und Meeresspiegelanstieg sind für unsere Küsten und Strände eine große Herausforderung. Durch die Erhebung wichtiger Daten können wir aufgrund der digitalen Modelle vorhersagen, wie die Entwicklung in den kommenden 20 Jahren unter Berücksichtigung des prognostizierten Meeresspiegelanstiegs weitergehen wird. Mithilfe des LKN ist die Gemeinde St. Peter-Ording für die Planungen am Strand in Zeiten des Klimawandels gut aufgestellt“, sagte Albrecht.
Grundlage der Messungen sind laut Ministerium wattenmeerweite Flüge, bei denen Senkrechtaufnahmen gemacht werden. Das Relief wird durch Laserscan-Aufnahmen erfasst. Hinzu kommen Satellitenbilder und die Aufnahmen von Messtrupps, die am Boden unterwegs sind. Die gemeinsame Auswertung der unterschiedlichen Methoden ermöglicht anschließend die Darstellung plausibler Geländemodelle, welche die morphologische Entwicklung beschreiben. (ba)

https://schleswig-holstein.de

Stichwörter: Geodaten-Management, Schleswig-Holstein, Geo-Informationen, Küstenschutz, Klimawandel

Bildquelle: Sentinel Satellit vom 31.08.2019 - Copernicus-Programm der ESA - LVermGeo SH

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Geodaten-Management
Sachsen: Neuer Geokodierungsdienst
[12.5.2022] Mit einem neuen Tool können kommunale und Landesverwaltungen in Sachsen ihre Registerdaten selbstständig georeferenzieren. Der so genannte Geokodierungsdienst übersetzt Adressen automatisch in Orte auf einer Karte und wird vom GeoSN in der E-Government-Basiskomponente zur Verfügung gestellt. mehr...
Berlin: Katasterverfahren in der Cloud
[3.3.2022] Berlin betreibt die AAA-Verfahren für Geo-Informationssysteme in der Open Telekom Cloud. Das Hosting der IT-Infrastruktur, der gesamten Software, der Datenbanken und den fachlichen Support übernimmt das Unternehmen VertiGIS als alleiniger Dienstleister. mehr...
Intergeo: Digital Twins im Fokus
[28.2.2022] Die Intergeo 2022 findet in diesem Herbst in Essen statt. Schwerpunkte der Branchenveranstaltung sind 3D-Stadtmodelle und der Digitale Zwilling sowie BIM in der Vermessung und bei der digitalen Städteplanung. Das Aussteller- und Besucherinteresse ist jetzt schon sehr groß. mehr...
Die Intergeo im Jahr 2019. Die Veranstalter rechnen damit, dass die Messe 2022 zu präpandemischer Dimension zurückfindet.
Hessen: Land gibt amtliche Geodaten frei
[3.2.2022] Luftbilder, Geländekarten, Immobilienmarktdaten und alle anderen bei der hessischen Landesverwaltung vorrätigen Geobasisinformationen sind ab sofort als Open Data im Internet zugänglich. Das Angebot ist weitgehend kostenfrei. mehr...
Saarland: Naturschutzdaten online
[17.12.2021] Die neue Web-Anwendung Fachinformationssystem Naturschutz des Saarländischen Ministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz bietet einen einfachen Zugang zu den wichtigsten Naturschutzdaten der Behörde. Das kartenbasierte System soll Fachleuten die Arbeit erleichtern – und Bürgerinnen und Bürgern Verwaltungshandeln transparent machen. mehr...