BfDI:
Erstes Konsultationsverfahren


[17.2.2020] Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) führt sein erstes Konsultationsverfahren durch. Gefragt sind Fachleute etwa aus der Zivilgesellschaft oder der Wissenschaft.

Seine erste öffentliche Konsultation hat der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) gestartet. Bis zum 9. März 2020 können Organisationen etwa aus der Zivilgesellschaft oder der Wissenschaft sowie weitere Fachleute per E-Mail daran teilnehmen, heißt es auf der Website des BfDI. Thematisiert wird die Anonymisierung personenbezogener Daten unter der Datenschutz-Grundverordnung. Der BfDI will Bewertungen darüber sammeln, ob und wann das Anonymisieren von Daten eine Verarbeitung im Sinne des Datenschutzrechts darstellt und welche Rechtsgrundlage dafür benötigt wird. Im Fokus steht hier die Anonymisierung von Daten im Bereich der Telekommunikation. Der BfDI veröffentliche hierzu ein Papier, welches mit den Stellungnahmen ergänzt werden soll. Das Ergebnis werde den Verantwortlichen, insbesondere aus dem Telekommunikationssektor, eine Orientierung zum rechtssicheren und datenschutzfreundlichen Umgang mit der Anonymisierung von Daten geben, kündigt der BfDI an.
„Das Konsultationsverfahren ist ein weiterer Schritt zu noch mehr Transparenz in meiner Behörde“, sagt Ulrich Kelber. „Der Datenschutz lebt von einer breiten gesellschaftlichen Diskussion. Daher werde ich zukünftig vermehrt auf dieses Mittel der Öffentlichkeitsbeteiligung zurückgreifen. Wir wollen alle Stimmen hören, um gemeinsam konstruktive Vorschläge zu erarbeiten. Ich fordere die Expertinnen und Experten auf, diese Möglichkeit intensiv zu nutzen.” (ba)

Weitere Informationen zum Konsultationsverfahren des BfDI (Deep Link)
konsultation@bfdi.bund.de

Stichwörter: IT-Sicherheit, Datenschutz, Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI)



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Sicherheit
BfDI: Tätigkeitsberichte vorgestellt
[1.7.2020] Der Bundesdatenschutzbeauftragte hat seinen 28. Tätigkeitsbericht zum Datenschutz sowie den 7. Tätigkeitsbericht zur Informationsfreiheit vorgestellt. Er stuft darin sowohl die DSGVO als auch das IFG als verbesserungsbedürftig ein. mehr...
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber (l.) übergibt seine aktuellen Tätigkeitsberichte an den Präsidenten des Deutschen Bundestages, Wolfgang Schäuble.
IT-Sicherheitsindex 2020: Vertrauen der Internet-Nutzer stärken
[30.6.2020] Der DsiN-Sicherheitsindex 2020 stellt eine verbesserte Sicherheitslage im Internet, zugleich aber eine größere Verunsicherung und die größte Wissens-Verhaltens-Lücke bei den Nutzern fest. Einen Vertrauensvorsprung hat die öffentliche Hand, die mit einem Mix aus Online- und Offline-Angeboten aufwarten sollte. mehr...
Virtual Solution: Daten schützen mit Container-App
[11.6.2020] Unsichere Kommunikationstools stellen in der öffentlichen Verwaltung ein Risiko dar. Um Microsoft 365 und Exchange Online besser vor Hacker-Angriffen zu schützen und zudem DSGVO-konform zu nutzen, ist eine Container-App eine sinnvolle Ergänzung. mehr...
Ämter und Behörden, die teils strenger Geheimhaltung unterliegen, müssen ihre Sicherheitsvorkehrungen für mobile Endgeräte verschärfen.
IT-Grundschutz: BSI zertifiziert Berater
[2.6.2020] Seit einem Jahr zertifiziert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Interessierte zum IT-Grundschutz-Praktiker oder -Berater. Die entsprechenden Fortbildungen können bei rund 30 Schulungsanbietern belegt werden. mehr...
BSI: Kompendium zu Videokonferenzsystemen
[23.4.2020] Videokonferenzen sicher nutzen – dazu hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein Kompendium veröffentlicht. Das Dokument greift die Systematik des IT-Grundschutz-Kompendiums auf. mehr...
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich IT-Sicherheit:
procilon GROUP
04425 Taucha bei Leipzig
procilon GROUP
Aktuelle Meldungen