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Hamburg:
Haftprüfung per Tablet


[8.4.2020] Als Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus muss auch die Justiz physische Kontakte zwischen Verfahrensbeteiligten reduzieren. In Hamburg finden deshalb ab sofort auch Haftprüfungen per Tablet statt.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, schränkt auch die Justiz physische Kontakte zwischen Verfahrensbeteiligten so weit wie möglich ein. Die Anhörung von Gefangenen bleibt aber gewährleistet, auch wenn sich diese wegen einer Infektion oder eines Verdachts in Quarantäne befinden. In Hamburg können deshalb bei Haftprüfungen ab sofort audiovisuelle Anhörungen über Tablets stattfinden, berichtet die Freie und Hansestadt.
Die Digitalisierung im Gerichtssaal zeigt sich in Gestalt von Tablets, mit denen die Richter jedes Gerät im Saal einzeln bedienen und steuern können sowie Sprechanlagen mit Kopfhörern, beispielsweise zum Dolmetschen.
Für die audiovisuelle Anhörung stehen in den Hamburger Justizvollzugsanstalten acht Tablets bereit, meldet die Hafenstadt. Das Amtsgericht und die dort zuständigen Ermittlungsrichter könnten für diese Videoschalten aber auch ihre Notebooks oder Rechner nutzen. Die dabei verwendete Software werde vom IT-Dienstleister Dataport bereitgestellt. (co)

https://www.hamburg.de/justizbehoerde
https://www.dataport.de

Stichwörter: E-Justiz, Dataport, Hamburg, Justiz, Corona



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