Schleswig-Holstein:
Kultur finden via App


[15.5.2020] Eine neue App soll jetzt über alle Kultureinrichtungen in Schleswig-Holstein informieren, die einen festen Ort und regelmäßige Öffnungszeiten haben. Die App zeigt dem Nutzer unter anderem den besten Weg dorthin und umfasst innovative Funktionen wie Living Images, die per Augmented Reality über die App generiert werden.

Schleswig-Holsteins Kulturministerin Karin Prien hat jetzt im Zentrum für Digitalität und Kultur (ZDK) der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek (SHLB) die neue Anwendung kulturfinder.sh vorgestellt. Die App bietet laut dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Informationen über alle Kultureinrichtungen des Landes digital und geobasiert an einem Ort vereint. Entwickelt worden sei die App von Studierenden des Fachbereichs Medien der Fachhochschule Kiel.
Mit dem kulturfinder.sh können per Smartphone Kultureinrichtungen im Umkreis des Nutzerstandorts auf einer Landkarte angezeigt werden. Zu jeder Institution wird ein Foto nebst Beschreibung, der Adresse und weiteren Angeboten zur Verfügung gestellt. Mit einem Klick aus der App ist die Navigation per Karten-App oder über das ÖPNV-Angebot von nah.sh möglich. Mittels Filterfunktion können zudem Angebote nach den eigenen Vorstellungen sortiert werden, beispielsweise die gezielte Suche nach Museen, Bühnen, Musik, Literatur oder nach Angeboten für Familien und Kinder, nach Barrierefreiheit oder mit regelmäßigen Führungen.
Ein Schietwetter-Button zeigt laut Ministerium außerdem Kulturangebote in der Nähe an, die auch bei schlechtem Wetter besucht werden können. Umgekehrt gibt es einen Filter, der nur Angebote unter freiem Himmel anzeigt. Eine besondere Funktion sind laut Kulturministerium die Living Images, mit denen Fotos und Gemälde zum Leben erweckt werden. Per Augmented-Reality-Technologie (AR) sollen die Bilder zu sprechen beginnen oder es werden digitale Zusatzinformationen eingeblendet, wenn der Nutzer die Smartphone-Kamera auf eines der Bilder richtet.

Schulterschluss zwischen analog und digital

„Mit dieser App zeigen uns die klugen Köpfe im echten Norden mal wieder, wie Technologie und Kultur sich perfekt ergänzen“, sagt Kulturministerin Karin Prien. „Unsere Welt wird geprägt durch die Infosphäre. Wir machen daraus die Kultursphäre. Ein digitales Tool für alle Kultureinrichtungen in Schleswig-Holstein, Suchen und Finden in einer App. In Corona-Zeiten haben wir den analogen Kulturgenuss schmerzlich vermisst. Mit der Kulturfinder-App gelingt uns jetzt zur richtigen Zeit der Schulterschluss zwischen analog und digital.“
„Anders als die großen kommerziellen Karten-Apps, findet der kulturfinder.sh alle Kultureinrichtungen in Schleswig-Holstein, die einen festen Ort und regelmäßige Öffnungszeiten haben – auch die ganz kleinen“, erklärt die Projektkoordinatorin Annika Hartmann. Eine Redaktion habe alle Einträge überprüft und sei mit den Institutionen in direktem Kontakt. „Weitere Funktionen, Veranstaltungskalender oder kulturelle Angebote ohne festen Ort könnten zukünftig dazu kommen“, kündigt Hartmann an.
Der kulturfinder.sh steht auf Deutsch, Englisch und Dänisch zur Verfügung und ist weitgehend barrierefrei, heißt es vonseiten des Kulturministeriums. Weitere Funktionalitäten sollen kontinuierlich ergänzt werden. Beim Kulturfinder handelt sich um ein Angebot der Kultursphäre Schleswig-Holstein, einem Projekt des Fachbereichs Medien der FH Kiel mit Unterstützung des Kulturministeriums sowie der SHLB, in Kooperation mit digiCULT. (co)

https://kulturfinder.sh
https://www.schleswig-holstein.de
https://www.fh-kiel.de

Stichwörter: Geodaten-Management, Schleswig-Holstein, Apps, Fachhochschule Kiel, Augmented Reality



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Geodaten-Management
Bremen: Digitaler Zwilling Bericht
[7.9.2020] Über eine 3D-Modellierung kann Bremen online aus Fußgänger- oder Vogelperspektive erkundet werden. Die Verwaltung profitiert davon unter anderem bei Planungsprozessen. Als nächstes stehen übergreifende Anwendungen mit anderen Fachbehörden auf der Agenda. mehr...
Bremen kann dreidimensional online begangen oder beflogen werden.
Hessen: Jubiläum für ALKIS
[4.9.2020] Das Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS) ist in Hessen seit zehn Jahren in Betrieb. Inzwischen sind Geodaten der Plattform bundesweit erhältlich und stoßen mit monatlich 15.000 Anfragen auf großes Interesse. mehr...
BIM: Gemeinsam für Hamburg Bericht
[24.6.2020] In der Freien und Hansestadt haben sich einige Verwaltungsbereiche und städtische Unternehmen zur virtuellen Organisation BIM.Hamburg zusammengeschlossen. In sechs Leitstellen werden nun Gewerke-übergreifende Grundlagen für BIM erarbeitet. mehr...
Thüringen: Disy unterstützt im Polizeialltag
[29.5.2020] Mit einem neuen Recherche- und Lagedarstellungssystem arbeitet die Polizei in Thüringen. Basierend auf der Datenanalyse-Software von Disy Informationssysteme ermöglicht es unter anderem, Vorgänge räumlich und zeitlich zu analysieren und dem Nutzer ein schnelles Lagebild zu verschaffen. mehr...
Mit der Software von Disy Informationssysteme erhält die Thüringer Polizei unter anderem ein schnelles Lagebild.
Dashboard: Wie viel Abstand halten wir wirklich?
[3.4.2020] Ob und wie viel Abstand die Bürger in einzelnen Bundesländern und Landkreisen voneinander halten, offenbart das Social Distancing Dashboard EveryoneCounts. Quelle dafür sind unter anderem Daten über Menschen, die den ÖPNV nutzen, sich in Innenstädten aufhalten oder auf öffentlichen Webcams zu sehen sind. mehr...
Die Karte zeigt tagesaktuell, in welchem Maß Social Distancing in den einzelnen Bundesländern eingehalten wird.
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Geodaten-Management:
Aktuelle Meldungen