Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > E-Justiz > E-Akte im Landgericht

Stralsund:
E-Akte im Landgericht


[18.5.2020] Das Landgericht Stralsund führt jetzt testweise die E-Akte ein. Zunächst starten zwei Zivilkammern das neue Verfahren, die übrigen sollen folgen.

Das Landgericht Stralsund hat nun offiziell die Pilotierung der E-Akte gestartet. In enger Abstimmung zwischen dem Landgericht Stralsund und dem Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern war der Start der nunmehr zweiten Pilotierung der elektronischen Akte erfolgreich. Justizministerin Katy Hoffmeister sagte: „Bis zum 1. Januar 2026 muss die elektronische Akte die Papierakte in allen Gerichten und Staatsanwaltschaften in Deutschland abgelöst haben. Es ist ein aufwendiges und umfassendes Vorhaben, das nur Schritt für Schritt umgesetzt werden kann. Es freut mich zu sehen, dass motivierte Richterinnen und Richter sowie Sachbearbeiterinnen an dem Projekt arbeiten. In Zeiten der Corona-Epidemie ist die Notwenigkeit von Technik auch in der Justiz unbestritten. Das neue Team am Landgericht bekam Schulungen und Einweisungen zum Teil schon virtuell. Seit vergangener Woche werden am Landgericht Stralsund in zwei Zivilkammern Akten elektronisch geführt. Später sollen auch die anderen Zivilkammern des Gerichts ausgestattet werden.“

Medienbruchfrei und digital

Justizstaatssekretärin Birgit Gärtner ergänzt: „Seit September 2018 sammeln bereits die Zivilkammern des Landgerichts Rostock Erfahrungen mit neuer Soft- und Hardware (wir berichteten). In über 1.600 Verfahren arbeiten die Bediensteten weitgehend medienbruchfrei und digital. Von diesen Erfahrungen kann das Landgericht Stralsund profitieren. Auch hier wurden Arbeitsplätze und Sitzungssäle mit modernster mobiler Technik ausgestattet. Wir planen in diesem Jahr, die Pilotierung an weiteren Standorten auszuweiten und dann die Erfahrungen des Landgerichts Stralsund zu nutzen.“
Der Einsatz einer elektronischen Akte wird durch eine verstärkte Nutzung des elektronischen Rechtsverkehrs begünstigt, informiert das Justizministerium. Die Beteiligten eines Rechtsstreits und die Justiz könnten hierdurch medienbruchfrei, effizient und rechtssicher kommunizieren. Dokumente würden in der Regel elektronisch erstellt und könnten bei Nutzung des elektronischen Rechtsverkehrs durch den Empfänger weiterverwendet werden. Dies habe für alle am Prozess Beteiligten enorme Vorteile und entspreche den heutigen Anforderungen an das digitale Zeitalter. (co)

Landgericht Stralsund (Deep Link)
https://www.mv-justiz.de

Stichwörter: E-Justiz, Stralsund, Dokumenten-Management, E-Akte

Bildquelle: www.regierung-mv.de

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich E-Justiz
procilon: Sichere Justiz-Kommunikation
[3.7.2020] Über die Lösung procilon PKI erzeugte Zertifikate können nun für die sichere elektronische Justizkommunikation genutzt werden. mehr...
Niedersachsen: Gerichtskosten online zahlen
[23.6.2020] Niedersachsen führt ein digitales Zahlungsmittel für Gerichtskosten ein. Das Bundesland folgt damit dem Beispiel von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Amtsgerichte vergeben Termine online
[18.6.2020] In Nordrhein-Westfalen soll es bald flächendeckend möglich sein, Termine in der Grundbuch- oder Nachlassabteilung, in der Rechtsantragsstelle oder der Zwangsversteigerungsabteilung mit dem Amtsgericht vorab online zu vereinbaren. mehr...
Bayern: Videotechnik im Gerichtssaal
[18.5.2020] Bayern treibt die Digitalisierung seiner Gerichte unter anderem durch den Einsatz der Videotechnik in Verhandlungen voran. 50 Videokonferenzanlagen stehen hierzu bereits zur Verfügung, acht weitere Anlagen hat der Freistaat erworben. In einem Pilotprojekt soll außerdem das Programm Microsoft Teams in zivilgerichtlichen Verhandlungen erprobt werden. mehr...
Sachsen: Gefangenenbesuche per Videotelefonie
[30.4.2020] Strafanstalten in Sachsen ermöglichen ihren Insassen jetzt über Webcam und Headset mit ihren Angehörigen und Freunden zu kommunizieren. Gefangenenbesuche sind aufgrund der Corona-Pandemie verboten. mehr...
Suchen...

 Anzeige


Aktuelle Meldungen