Baden-Württemberg:
Gemeinsame Anstrengung fürs OZG


[25.8.2020] Das Land Baden-Württemberg, seine IT-Dienstleister und die kommunalen Spitzenverbände haben eine Doppelstrategie zur OZG-Umsetzung verabschiedet, die ein zügiges Vorgehen erlauben soll.

Das Land Baden-Württemberg, die drei kommunalen Spitzenverbände und die beiden zentralen IT-Dienstleister Komm.ONE und BITBW haben Eckpunkte für eine Doppelstrategie zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) fixiert und nun gemeinsam verabschiedet. Gemeinsames Ziel ist es laut dem baden-württembergischen Innenministerium, digital gestellte Anträge von Bürgern und Unternehmen medienbruchfrei mit den jeweiligen Verwaltungsfachverfahren zu verknüpfen und mit einer elektronischen Bezahlfunktion zu versehen. Auf Basis eines vom Land bereits eingeführten Universalprozesses könnten so in kürzester Zeit mehrere hundert einfacher strukturierte Verwaltungsleistungen rechtssicher digital angeboten werden, die oft nur wenige Prüfschritte beinhalten und in der Regel keine Anbindung an komplexe Fachverfahren voraussetzen. Der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration Thomas Strobl sprach von einer „Digitalisierung mit Augenmaß“, die „mehrere Geschwindigkeiten“ zulasse. Die Kommunen müssten den Verwaltungsumbau nicht alleine stemmen, betont der Landesinnenminister.

Universalprozess vielfältig nutzen

Auf technischer Ebene soll geprüft werden, inwieweit der Universalprozess auch bei komplexeren Verwaltungsdienstleistungen genutzt werden kann oder ob er als Basis für die schnelle Entwicklung nutzerorientierter Standardprozessen geeignet ist. Ziel ist in allen Fällen eine Ende-zu-Ende-Verarbeitung mit Anbindung an eine elektronische Bezahlmöglichkeit, teilt das Ministerium mit. Für die verbleibenden Verwaltungsdienstleistungen mit vielen einzelnen Verfahrensschritten und unterschiedlichen Prozessbeteiligten sei die gemeinsame Entwicklung von so genannten Standardprozessen vorgesehen. Dabei werde der Verwaltungsprozess vor der Digitalisierung grundlegend überarbeitet und möglichst auf wenige Verfahrensschritte gestrafft. Alle Beteiligten haben über die rechtlich notwendige Bereitstellung von Online-Leistungen hinausgehend den Wunsch, den Nutzen für Bürger und Unternehmen zu steigern und wollen eine Möglichkeit zur Online-Transaktion schaffen.
Das Land, die drei kommunalen Spitzenverbände und die beiden IT-Dienstleister Komm.ONE und BITBW sind sich darüber einig, den mit der Doppelstrategie beschriebenen Weg energisch voranzutreiben. Bereits jetzt rechne man im Land damit, dass die OZG-Anforderungen auf Grundlage der vereinbarten Doppelstrategie deutlich vor der gesetzten Frist erfüllt werden können. (sib)

Zur Digitalisierung in Baden-Württemberg (Deep Link)
https://www.baden-wuerttemberg.de

Stichwörter: Portale, CMS, Baden-Württemberg, OZG, Digitalstrategie, Komm.ONE, BITBW



Druckversion    PDF     Link mailen




 Anzeige


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich CMS | Portale
Brandenburg: Regelmäßige Berichte zur Barrierefreiheit
[10.1.2022] Die brandenburgische Sozialministerin hat einen ersten Bericht zur Barrierefreiheit von Websites und Apps öffentlicher Stellen vorgelegt. Hintergrund ist die Brandenburgische Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BbgBITV), laut der die Ressortschefin ab 2021 alle drei Jahre über den Stand der digitalen Barrierefreiheit im Bundesland berichten soll. mehr...
Thüringen: Mehr Online-Anträge auf Beihilfe
[10.1.2022] Jeder vierte Antrag auf Beihilfe wird von den Thüringer Beamten digital gestellt. Der im Juli 2020 gestartete Service erfreut sich steigender Beliebtheit – der Anteil an den Gesamteingängen konnte von fünf auf nun über 27 Prozent gesteigert werden. mehr...
Bayern: Website des Digitalministeriums ist barrierefrei
[23.12.2021] Der Internet-Auftritt des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales (StMD) wird mit dem BIK BITV-Prüfsiegel für Barrierefreiheit zertifiziert. Mit ihren Features, die der digitalen Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen verpflichtet sind, entspricht die Website der europäischen Norm 301 549. mehr...
ElterngeldDigital: Jetzt auch in Brandenburg
[16.12.2021] Wie bereits in sieben anderen Bundesländern kann nun auch in Brandenburg das Portal ElterngeldDigital genutzt werden, um den Elterngeldantrag mithilfe eines Assistenten online und fehlerfrei auszufüllen. Perspektivisches Ziel bleibt der komplett papierlose Elterngeldantrag, der auch digital übermittelt wird. mehr...
Nordrhein-Westfalen: BroschürenService goes App
[15.12.2021] Aktuelle Informationsmaterialien aus dem Gesamtprogramm der Landesregierung können die Bürger in Nordrhein-Westfalen über einen Online-Broschürenservice beziehen. Nun ist das Angebot auch im App-Format erhältlich. mehr...
BroschürenService des Landes Nordrhein-Westfalen nun auch via App zugänglich.
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich CMS | Portale:
SEITENBAU GmbH
78467 Konstanz
SEITENBAU GmbH
Aktuelle Meldungen