Berlin:
Personalpolitik mit digitalen Mitteln


[1.9.2020] Ein wichtiger Baustein im personalpolitischen Aktionsprogramm des Landes Berlin ist die Digitalisierung – dieser Ansatz hat sich auch in der Corona-Krise bewährt.

Im Ende 2019 vom Berliner Senat beschlossenen personalpolitischen Aktionsprogramm sind „verbindliche Maßnahmen für eine moderne, leistungsfähige Verwaltung“ vorgesehen. Der Fokus liegt dabei auf dem Ausbau des Online-Angebots für die Personalgewinnung, flexiblem Arbeiten und der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Insbesondere die Corona-Krise habe „die enorme Bedeutung digitaler Kommunikation deutlich gemacht“, heißt es in einer Mitteilung des Berliner Senats, der den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen will.
Das erst kürzlich überarbeitete Berliner Karriereportal (wir berichteten) soll weiterhin das Herzstück aller Initiativen des landesweiten Personalmarketings bleiben. Dessen zentrales Element ist der Stellenmarkt, der alle freien Stellen des Landesdiensts auflistet. Beim Relaunch wurde der Mobile-First-Ansatz konsequent verfolgt, ebenso wurde auf Barrierearmut Wert gelegt. Überdies will sich das Land Berlin als Arbeitgeber stärker in sozialen Karrierenetzwerken positionieren, um die Reichweite des Karriereportals zu erhöhen. Aufgrund der Pandemie wurden auch für das Recruiting wichtige Job- und Karrieremessen abgesagt, stattdessen rückten digitale Formate stärker in den Fokus. Dabei hat das Land Berlin nach eigenen Angaben gute Erfahrungen gemacht und will künftig verstärkt an digitalen Karrieremessen teilnehmen.

Digital familienfreundlich werden

Auch Beihilfeanträge will das Land Berlin in Zukunft digital abwickeln. Eine Beihilfe-App befindet sich derzeit im Testbetrieb und soll voraussichtlich im dritten Quartal 2020 landesweit zum Einsatz kommen. Zudem läuft der „Beihilfeantrag online“ in einem internen Testverfahren stabil, dieses Projekt soll 2021 abgeschlossen sein.
Den gestiegenen Anforderungen an die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf lasse sich nur mit dem „landesweiten Einsatz mobiler, flexibler Arbeitsformen“ gerecht werden, betonte Finanzsenator Matthias Kollatz. Digitale Kommunikation sei dabei von herausragender Bedeutung. Dies habe auch die Pandemie gezeigt. Aufbauend auf den Erfahrungen der einzelnen Dienststellen sollen in diesem Jahr landeseinheitliche Standards konkretisiert und möglichst verbindlich formuliert werden. 2021 soll ein Zertifizierungsverfahren für ein landeseigenes Gütesiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ entwickelt werden. (sib)

https://www.berlin.de/karriereportal
https://www.berlin.de/rbmskzl

Stichwörter: Personalwesen, Berlin, Recruiting, Karriere



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Personalwesen
Next:Public-Studie: Bleibebarometer Öffentlicher Dienst
[13.1.2022] Die Beratungsagentur Next:Public hat eine groß angelegte Befragung zur Attraktivität des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber durchgeführt und deren Ergebnisse – mitsamt Handlungsempfehlungen – jetzt publiziert. mehr...
80 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst können sich vorstellen, den Arbeitgeber zu wechseln.
Rheinland-Pfalz: Zeitgemäße Entgeltabrechnung Bericht
[8.12.2021] Seit vielen Jahren ist das IPEMA-Service-Center im Landesamt für Finanzen Rheinland-Pfalz von FIS/hrd überzeugt. Mit dieser SAP-Optimierung können im Personal-Management monatlich 180.000 Abrechnungsfälle bearbeitet und kontrolliert werden. mehr...
Rheinland-Pfalz: SAP-System erleichtert Personal-Management und Bezügeabrechnung.
Picture: Neue Version von Kasaia
[26.10.2021] Das Software-Unternehmen Picture hat jetzt die Funktionen der Lösung für digitale Stellenbewertungen, Kasaia, erweitert. Neben der Stellenbewertung nach Tarifverträgen TVöD VKA, TV-L und nach KGSt-Dienstpostenbewertung für Beamtenstellen können Versorgungsunternehmer die Software nun auch für Stellen nach dem Tarifvertrag TV-V verwenden. mehr...
Screenshot aus der Kasaia-Software.
Schleswig-Holstein: Co-Working für Landesbeschäftigte
[23.9.2021] Das Land Schleswig-Holstein will seinen Beschäftigten künftig mit der Option Co-Working einen dritten möglichen Arbeitsort anbieten, neben dem Arbeiten in ihrer Behörde oder zu Hause. Betreiber der Büros ist die Genossenschaft CoWorkLand, Dataport übernimmt die Koordination. mehr...
BVA: Tool für Schichtdienstplanung
[15.9.2021] Seit Juli setzt das Bundesverwaltungsamt (BVA) ein neues Online-Modul für die Wechselschichtplanung ein. Es integriert Arbeitszeit- und Zulagen-Gesetze für Beamte wie Tarifbeschäftigte in Voll- oder Teilzeit. Damit wurde ein Standard gesetzt, der auch für andere Bundesbehörden interessant ist. mehr...
Bundesverwaltungsamt setzt Maßstäbe bei der Schichtdienstplanung.
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Personalwesen:
MACH AG
23558 Lübeck
MACH AG
Aktuelle Meldungen