Bremen:
„Tschüs, Papierakte“ an vier Gerichten


[16.11.2020] In Bremen arbeitet inzwischen die gesamte Arbeitsgerichtsbarkeit mit der E-Akte. Weitere Gerichte sollen folgen – und von den Erfahrungen der frühen Umstellung bei den ersten vier Bremer Gerichten profitieren.

Als bundesweit erstes Gericht hatte das Bremer Verwaltungsgericht im Herbst 2019 vollständig auf die elektronische Gerichtsakte umgestellt, Ende 2019 folgte das Oberverwaltungsgericht und seit dem Sommer 2020 arbeitet das Arbeitsgericht voll elektronisch mit der E-Akte. Nun ist auch im Landesarbeitsgericht die Zeit der Papierakte vorbei – somit arbeitet ab sofort die komplette Arbeitsgerichtsbarkeit Bremens mit der elektronischen Gerichtsakte. Das berichtet jetzt Claudia Schilling, Bremens Senatorin für Justiz und Verfassung. Nach ihrer Einschätzung ist Bremen auf einem guten Weg, um das bundesweit verbindliche Ziel, alle Gerichte bis Anfang 2026 auf die E-Akte umzustellen, zu erreichen. Dass sich das Land schon frühzeitig mit dem Thema beschäftigt habe, zahle sich aus, meint Schilling, denn viele Herausforderungen würden erst bei der tatsächlichen Umsetzung klar. Die Einführung der E-Akte an weiteren Gerichten könne davon profitieren.
Im ersten Halbjahr 2021 soll die E-Akte am Sozialgericht und ab Herbst 2021 am Finanzgericht eingeführt werden, kündigt sie an. Parallel dazu werde auch in der ordentlichen Gerichtsbarkeit mit der schrittweisen Umstellung begonnen – zunächst in der ersten Jahreshälfte 2021 mit der Einführung der E-Akte an drei Kammern des Landgerichts. Die Vorbereitungen dafür haben gerade begonnen. (sib)

https://www.bremen.de

Stichwörter: E-Justiz, Bremen, E-Akte, elektronische Gerichtsakte



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich E-Justiz
Bayern: E-Akte an Finanzgerichten
[10.1.2022] Die Finanzgerichte in München und Nürnberg führen seit diesem Jahr alle Gerichtsakten vollständig elektronisch. mehr...
Bundesamt für Justiz: USU kümmert sich um VEGAS
[10.12.2021] Für die Pflege und Weiterentwicklung des Fachverfahrens für die Vollstreckungshilfe von EU-Geldsanktionen VEGAS ist künftig der IT-Lösungsanbieter USU zuständig. Das Möglinger Unternehmen hat den Zuschlag für den vom Bundesamt für Justiz ausgeschriebenen Serviceauftrag erhalten. mehr...
Baden-Württemberg: Homeoffice auch nach der Pandemie
[30.11.2021] Für Angehörige der baden-württembergischen Justiz sollen Homeoffice und Telearbeit langfristig möglich sein. Hierzu haben das Ministerium der Justiz und für Migration, der Landesrichter- und -staatsanwaltsrat sowie der Hauptpersonalrat nun neue Dienstvereinbarungen unterzeichnet. mehr...
Nach jetzt unterzeichneten Dienstvereinbarungen können Angehörige der baden-württembergischen Justiz auch langfristig Homeoffice-Angebote nutzen.
Schleswig-Holstein: Meilenstein für Digitale Justiz
[29.11.2021] In Schleswig-Holstein wurden alle Fachgerichtsbarkeiten vollständig auf die Nutzung von E-Akten umgestellt. Von der Vorreiterrolle Schleswig-Holsteins könnten auch andere Länder profitieren: dort gemachte Erfahrungen flössen in gesetzliche Regelungen des Bundes ein. mehr...
Niedersachsen: Gericht erhält modernes Gesicht
[15.11.2021] In Niedersachsen sind jetzt alle Gerichte mit spezieller Technik für Videoverhandlungen ausgestattet. Starker Antreiber für diese Entwicklung war die Corona-Pandemie. mehr...
Suchen...

 Anzeige


Aktuelle Meldungen