Schleswig-Holstein:
E-Akte für die Sozialgerichtsbarkeit


[10.3.2021] Bis Ende 2025 muss die E-Akte flächendeckend an allen Gerichten in Deutschland eingeführt sein. In Schleswig-Holstein sollen die Sozialgerichte bereits im Laufe des Jahres 2021 auf die E-Akte umgestellt werden.

Die Sozialgerichtsbarkeit im Land Schleswig-Holstein wird auf die elektronische Gerichtsakte umgestellt. Dazu gaben Justizminister Claus Christian Claussen und die Präsidentin des Landessozialgerichts, Christine Fuchsloch zum 1. März 2021 den offiziellen Startschuss. Den Anfang macht laut dem Ministerium für Justiz, Europa und Verbraucherschutz das Sozialgericht Schleswig, bis August 2021 sollen die Sozialgerichte Kiel, Itzehoe, Lübeck und das Landessozialgericht folgen. Bis Ende 2025 müssen alle Gerichte in Deutschland die E-Akte für Gerichtsverfahren eingeführt haben. Die schleswig-holsteinische Justiz sei ein Vorreiter bei der Digitalisierung, so Claussen.
Die Landessozialgerichts-Präsidentin Fuchsloch sieht in diesem Modernisierungsschritt eine Verbesserung der Verfahrensabläufe an den Gerichten. Medienbrüche durch die Einbindung elektronischer Eingänge in Papierakten würden vermieden. Und wenn die Rechtsstreitigkeiten dadurch schneller und effizienter erledigt werden könnten, komme dies auch den Rechtssuchenden zugute. Diese hätten künftig außerdem die Möglichkeit, digital Einsicht in Gerichts- und Behördenakten zu nehmen. Dadurch entfalle das zeitaufwendige Versenden der Akten. Zudem könnten alle Verfahrensbeteiligten zeitgleich in derselben Akte arbeiten.
Bei der Durchführung dieses großen Projekts mitten in der Corona-Pandemie soll der Gesundheitsschutz nicht zu kurz kommen. Darauf wies Christine Fuchsloch hin. Zusammen mit dem Ministerium sei alles getan worden, damit es zu keiner Gefährdung kommt und alle fachlich gut vorbereitet seien. (sib)

https://www.schleswig-holstein.de/mjevg

Stichwörter: E-Justiz, E-Akte, Schleswig-Holstein, Sozialgericht



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich E-Justiz
Bayern: E-Akte an Finanzgerichten
[10.1.2022] Die Finanzgerichte in München und Nürnberg führen seit diesem Jahr alle Gerichtsakten vollständig elektronisch. mehr...
Bundesamt für Justiz: USU kümmert sich um VEGAS
[10.12.2021] Für die Pflege und Weiterentwicklung des Fachverfahrens für die Vollstreckungshilfe von EU-Geldsanktionen VEGAS ist künftig der IT-Lösungsanbieter USU zuständig. Das Möglinger Unternehmen hat den Zuschlag für den vom Bundesamt für Justiz ausgeschriebenen Serviceauftrag erhalten. mehr...
Baden-Württemberg: Homeoffice auch nach der Pandemie
[30.11.2021] Für Angehörige der baden-württembergischen Justiz sollen Homeoffice und Telearbeit langfristig möglich sein. Hierzu haben das Ministerium der Justiz und für Migration, der Landesrichter- und -staatsanwaltsrat sowie der Hauptpersonalrat nun neue Dienstvereinbarungen unterzeichnet. mehr...
Nach jetzt unterzeichneten Dienstvereinbarungen können Angehörige der baden-württembergischen Justiz auch langfristig Homeoffice-Angebote nutzen.
Schleswig-Holstein: Meilenstein für Digitale Justiz
[29.11.2021] In Schleswig-Holstein wurden alle Fachgerichtsbarkeiten vollständig auf die Nutzung von E-Akten umgestellt. Von der Vorreiterrolle Schleswig-Holsteins könnten auch andere Länder profitieren: dort gemachte Erfahrungen flössen in gesetzliche Regelungen des Bundes ein. mehr...
Niedersachsen: Gericht erhält modernes Gesicht
[15.11.2021] In Niedersachsen sind jetzt alle Gerichte mit spezieller Technik für Videoverhandlungen ausgestattet. Starker Antreiber für diese Entwicklung war die Corona-Pandemie. mehr...
Suchen...

 Anzeige


MACH AG
23558 Lübeck
MACH AG
SEITENBAU GmbH
78467 Konstanz
SEITENBAU GmbH
procilon GROUP
04425 Taucha bei Leipzig
procilon GROUP
Aktuelle Meldungen