Hessen:
Ausfuhrgenehmigungen online


[4.8.2021] Kultureinrichtungen, Kunsthandel, Dienstleister und Bürgerinnen und Bürger können ab sofort ein neues Online-Verfahren zu Ausfuhrgenehmigungen für Kulturgüter im Pilotbetrieb nutzen. Dies gilt für die Bundesländer Hessen, Hamburg, Sachsen und Bayern – perspektivisch werden nahezu alle Bundesländer den Online-Dienst anbieten.

Personen, die ein Kulturgut aus Deutschland ausführen wollen, brauchen eine Genehmigung, wenn es ein bestimmtes Alter oder einen bestimmten Wert überschreitet oder wenn es sich um nationales Kulturgut handelt. Um eine solche Genehmigung zu beantragen, können Kultureinrichtungen, Kunsthandel, Dienstleister und Bürgerinnen und Bürger in Hessen jetzt ein neues Online-Verfahren nutzen. Wie das Ministerium für Wissenschaft und Kunst mitteilt, gehört zu dem noch im Pilotbetrieb befindlichen Verfahren ein Vorab-Check mit wenigen Fragen, um festzustellen, ob eine Ausfuhrgenehmigung im konkreten Fall überhaupt nötig ist. Das helfe auch Personen, die nicht mit der Materie vertraut sind. Für Routinierte biete das System einen Schnelleinstieg. Der richtige Antrag müsse nicht mehr selbst ausgewählt werden, sondern werde anhand der Angaben ermittelt. Nahezu alle Bundesländer werden das Online-Verfahren perspektivisch anbieten, heißt es vonseiten des Ministeriums.
„Wir sind es alle längt gewohnt, per App einzukaufen und Bankgeschäfte online zu erledigen – daran müssen auch unsere Behörden sich orientieren. Das Online-Verfahren erleichtert Anträge auf Ausfuhrgenehmigungen für Kulturgüter erheblich“, sagt Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „Hier setzt Hessen ein starkes Signal für eine Digitalisierung, die das Leben leichter macht. Es ist erfreulich, dass wir zahlreiche Bundesländer für unsere Lösung gewinnen konnten – das zeigt eindrucksvoll, dass Föderalismus und verteilte Zuständigkeiten kein Hinderungsgrund sind, wenn wir bereit sind, länder- und ressortübergreifend konstruktiv zusammenzuarbeiten.“
Laut Ministerium ist das Verfahren außer für Hessen bereits für Hamburg, Sachsen und Bayern nutzbar; der Vorab-Check steht auch für weitere Bundesländer zur Verfügung. Der Pilotbetrieb diene dazu, das Verfahren weiter zu testen und zu optimieren. Es solle bis Ende 2022 so ausgebaut werden, dass auch die digitale Erteilung der Genehmigung möglich sei. Nutzerinnen und Nutzer können die Anwendung über die Verwaltungsportale der jeweiligen Bundesländer und das Internet-Portal zum Kulturgutschutz der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufrufen.
Das Online-Verfahren sei Teil der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG), das Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, ihre Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 auch online anzubieten. Im Hinblick auf die Verwaltungsleistung „Ausfuhrgenehmigung für Kulturgüter“ sei Hessen für das Themenfeld Steuern und Zoll federführend zuständig, das vom hessischen Ministerium der Finanzen betreut werde. Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst sei als für Hessen zuständige Kulturschutzbehörde fachlich für die Umsetzung verantwortlich. Aufgesetzt und betrieben werde das Online-Verfahren durch die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung. (th)

https://verwaltungsportal.hessen.de
https://kulturgutschutz-deutschland.de

Stichwörter: Portale, CMS, Hessen, OZG



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich CMS | Portale
Hamburg: Mit KI zum Kindergeld
[25.5.2022] Ein intelligenter Sprachassistent macht den Service „Kinderleicht zum Kindergeld“ für Eltern in Hamburg jetzt noch komfortabler. In den Pilotbetrieb des auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Assistenten soll das Feedback der Nutzer kontinuierlich einfließen. mehr...
Hamburg: Online-Dienst „Kinderleicht zum Kindergeld“ wurde um einen intelligenten Sprachassistenten erweitert.
Hessen: Auszeichnung für Geschichtsportal
[23.5.2022] Der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat ein Online-Projekt des hessischen Landesamts für Landesgeschichte und der Uni Marburg ausgezeichnet. Das Portal versammelt zahlreiche Informationen und Dokumente zur Geschichte des Parlamentarismus von napoleonischer Zeit bis heute. mehr...
Demokratie und Geschichte kennenlernen und verstehen: Das mit dem Deutschen Digital Award ausgezeichnete, interaktive Portal „Hessische Parlamentarismusgeschichte“.
FITKO: FIT-Connect geht in den Live-Betrieb
[5.5.2022] Um Verwaltungen die Nachnutzung von EfA-Leistungen zu erleichtern, hat die FITKO eine technische Plattform entwickelt, die Antragsdaten an verschiedene Fachverfahren übermitteln kann. Die Lösung startet nun in den Pilotbetrieb, ab Herbst soll sie allen Interessierten zugänglich sein. mehr...
EU: Sachstand beim Single Digital Gateway
[28.4.2022] Die EU-Verordnung zum Single Digital Gateway will ein einheitliches digitales Zugangstor zur Verwaltung in der EU schaffen. In Deutschland ist die Umsetzung dieser Verordnung eng mit der OZG-Umsetzung verzahnt. Nun berichtet das Bundesinnenministerium über den aktuellen Stand. mehr...
Das Portal Ihr Europa soll als einheitliches digitales Zugangstor zur Verwaltung in der EU dienen.
OZG: Plattform für Fundsachen kommt
[25.4.2022] Um den EfA-Dienst für Fundsachen zeitnah bereitstellen zu können, hat sich der Freistaat Sachsen für einen Sonderweg entschieden. Ausgeschrieben wird ein Online-Dienst mit integriertem Fachverfahren in Form einer Plattform. mehr...
OZG: Plattform für Fundsachen wird ausgeschrieben.
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich CMS | Portale:
SEITENBAU GmbH
78467 Konstanz
SEITENBAU GmbH
Aktuelle Meldungen