Berlin:
Zweiter Bericht zum E-Government-Gesetz


[26.8.2021] Im Berliner Senat wurde jetzt der zweite Bericht zur Umsetzung des E-Government-Gesetzes vorgelegt und beschlossen. Insbesondere die so genannten ITK-Basisdienste, die das zentrale Bindeglied zwischen Bürgern und Unternehmen darstellen, seien starke Digitalisierungstreiber.

Der Senat von Berlin hat auf Vorlage des Senators für Inneres und Sport, Andreas Geisel, den zweiten Bericht zur Umsetzung des E-Government-Gesetzes Berlin beschlossen. Dies berichtet jetzt die Berliner Senatskanzlei. Demnach habe die ITK-Steuerung im Zusammenspiel mit den zuständigen Senatsverwaltungen und dem IT-Dienstleister des Landes Berlin (ITDZ Berlin) viele verwaltungsinterne und bürgerorientierte Projekte, die sich aus dem Berliner E-Government-Gesetz ergeben, umgesetzt. Die ITK-Basisdienste als digitales Bindeglied zwischen Online-Dienstleistungen für Bürger und Unternehmen und den Fachverfahren in der Verwaltung hätten sich als Digitalisierungstreiber erwiesen.
So seien das Service-Portal Berlin und die verschiedenen Online-Angebote weiter ausgebaut worden. Insbesondere die 32 neuen digitalen Anträge würden stark genutzt. So seien beispielsweise über den IKT-Basisdienst Digitaler Antrag seit März 2020 über 100.000 Anträge online eingereicht worden – eine starke Entlastung der zuständigen Fachverwaltungen in Zeiten der Corona-Pandemie. Spitzenreiter sei der Antrag auf eine Geburtsurkunde aus den Bezirksstandesämtern, hier seien über 42.000 Anträge eingegangen, rund zwei Drittel davon seien direkt elektronisch bezahlt worden. Insgesamt stünden 186 Dienstleistungen im Service-Portal Berlin bereit.
Auch bei der OZG-Umsetzung gehe das Land Berlin konsequent vor. Bei der Basiskomponente Nachweisabruf habe das Land die Federführung. Die Basiskomponente soll es zukünftig möglich machen, dass Bürger ihre Nachweise digital abrufen und weitergeben können. Die sei regelmäßig bei verschiedenen Verwaltungsverfahren notwendig. So etwa im Fall einer Geburtsurkunde, die im Laufe des Lebens immer wieder vorzulegen sei. Mit der neuen Basiskomponente könnten Bürger im gesicherten Verfahren online den benötigten Nachweis einer Geburtsurkunde abrufen und der Behörde zusenden, ohne das physische Original vorzulegen. (sib)

https://www.berlin.de

Stichwörter: Politik, Berlin, E-Government-Gesetz



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
NEGZ: Erwartungen an das OZG 2.0
[24.6.2022] Erwartungen an ein Onlinezugangsgesetz 2.0 hat die Mitgliederversammlung des Nationalen E-Government-Kompetenzzentrums (NEGZ) thematisiert. Außerdem wurde der NEGZ-Vorstand neu gewählt. Vorstandsvorsitzender bleibt Sönke E. Schulz. mehr...
IT-Planungsrat: Neue Wege für Online-Dienste
[23.6.2022] Neue Wege für Online-Verwaltungsdienste hat der IT-Planungsrat bei seiner Sommersitzung besprochen. Unter anderem ging es um den elektronischen Marktplatz zur Nachnutzung von EfA-Leistungen. Per Registerdatennavigation soll die Verwaltung in Zukunft außerdem Urkunden und Nachweise selbst ermitteln können. mehr...
Gruppenbild des IT-Planungsrats zur Sommersitzung 2022.
Bund: Mehr Geld für die Verwaltungsdigitalisierung
[23.6.2022] Das Bundesinnenministerium wird die flächendeckende Umsetzung besonders wichtiger Verwaltungsleistungen auch für das Jahr 2023 finanzieren. Bislang war die Finanzierung nur bis Ende 2022 zugesagt. mehr...
Gesetzgebung: Bundesgesetzblatt soll digital werden
[17.6.2022] Auf Bundesebene erfolgt die amtliche Verkündung von Gesetzen noch immer in Papierform – anders als in vielen europäischen Staaten und in einigen Bundesländern, wo die amtliche Verkündung elektronisch stattfindet. Nun soll aber auch das Bundesgesetzblatt digital werden. mehr...
Bund: Digitalisierung ist Daueraufgabe Interview
[7.6.2022] Wenigstens 35 Verwaltungsleistungen nach dem Einer-für-Alle-Prinzip sollen noch in diesem Jahr flächendeckend verfügbar sein. Bundes-CIO Markus Richter sprach mit Kommune21 über den Stand beim Onlinezugangsgesetz und was darauf folgen wird. mehr...
Bundes-CIO Dr. Markus Richter