BMI:
Smart-eID Gesetz in Kraft


[6.9.2021] Das digitale Ausweisen im Internet wird jetzt noch praktischer. Zu verdanken ist dies der Einführung des ab sofort geltenden Smart-eID-Gesetzes.

Ab sofort gilt das Gesetz zur Einführung eines elektronischen Identitätsnachweises mit einem mobilen Endgerät (Smart-eID-Gesetz). Wie das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) berichtet, ist damit die Grundlage für eine weitere, noch einfachere Nutzung der Online-Ausweisfunktion gegeben, die Smart-eID.
Den Bürgerinnen und Bürgern ermögliche die Smart-eID die Speicherung ihres Online-Ausweises direkt in ihren Smartphones. Die Ausweiskarte müsse dann nur noch einmal, bei der Übertragung der Daten aus dem Chip des Ausweisdokuments, an das Smartphone gehalten werden. Das digitale Ausweisen im Internet werde damit praktischer und dauere nur etwa halb so lang, wie der elektronische Identitätsnachweis mit der Ausweiskarte.
Die technischen Voraussetzungen für die Smart-eID werden derzeit geschaffen. Elementar sei dabei der Schutz der Identitätsdaten. Dafür sorgen die Sicherheitsanforderungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Sie haben die Hardware der Smartphones im Fokus und setzen auf einen Sicherheits-Chip (Secure Element), der in immer mehr Smartphones verbaut werde.
Zunächst werden Geräte aus der Reihe Samsung Galaxy S unterstützt. Samsung setze als Projektpartner in ersten Smartphones bereits Secure Elements mit den vom BSI definierten Sicherheitsanforderungen ein und bereite damit den Weg für eine baldige Nutzung der Smart-eID. Die ersten Bürgerinnen und Bürger werden die Smart-eID im Dezember 2021 nutzen können. Parallel arbeite das BMI daran, die Anzahl der unterstützten Geräte zu erhöhen, da in der ersten Jahreshälfte 2022 die Smart-eID auf den meisten im Handel verfügbaren Smartphones nutzbar sein solle.
Um den Online-Ausweis für das Ausweisen im Internet mit oder ohne Ausweiskarte nutzen zu können, müsse dieser aktiviert sein. Das heiße, Bürgerinnen und Bürger müssen ihre selbstgewählte, sechsstellige PIN gesetzt haben. Hierfür benötigen sie ihren PIN-Brief. Das PIN-Setzen könne bei Abholung des Ausweisdokuments im Bürgeramt erfolgen oder zu einem späteren Zeitpunkt im Bürgeramt oder in einer App, wie etwa der AusweisApp2. Das nachträgliche PIN-Setzen im Bürgeramt sei seit 1. Januar 2021 gebührenfrei.
Zudem können Bürgerinnen und Bürger ab Mitte Oktober das Einschalten und eine neue PIN bequem online beantragen. Dies sei besonders nützlich in Fällen, in denen die Online-Ausweisfunktion noch nicht eingeschaltet ist oder der PIN-Brief verloren ging. Die benötigten Daten werden aus Sicherheitsgründen innerhalb weniger Tage per Brief zugestellt. (th)

https://www.personalausweisportal.de
https://www.bmi.bund.de

Stichwörter: Digitale Identität, BMI, Smart-eID



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Digitale Identität
Österreich: Start der eAusweis-Plattform
[31.10.2022] Mit dem digitalen Führerschein ist in Österreich die digitale Ausweis- und Nachweisplattform eAusweis gestartet. Per QR-Code kann der Führerschein nun in der eAusweis-App angezeigt werden. Perspektivisch sollen alle Ausweise und Nachweise per Smartphone vorgelegt werden können. mehr...
In Österreich kann der Führerschein jetzt digital vorgelegt werden.
Saarland: BundID kommt zum Einsatz
[27.9.2022] Das Saarland wird künftig zusammen mit Hessen und Sachsen-Anhalt die Online-Identifizierungs- und -Authentifizierungskomponente des Bundes (BundID) für seine Verwaltungsleistungen einsetzen. mehr...
Studie: Zero Trust und passwortlose Zugänge
[1.9.2022] Das Access-Management-Unternehmen Okta hat eine globale Studie zu Zero Trust publiziert. Demnach holen Unternehmen in Europa bei der Umsetzung einer Zero-Trust-Strategie auf. Auch Behörden setzen auf Identity als Sicherheitskonzept, haben aber Nachholbedarf. mehr...
Online-Ausweis: 120.000 Aktivierungen in sechs Monaten
[16.8.2022] Seit sechs Monaten können die Aktivierung und die PIN für den Online-Ausweis ohne persönliches Erscheinen beim Bürgeramt online beantragt werden. Die Nachfrage für dieses Angebot ist deutlich höher als erwartet: rund 120.000 Aktivierungen erfolgten bisher mit dem neuen Webservice. mehr...
Bitkom-Umfrage: Ambivalente Haltung zu Digitaler Identität
[20.6.2022] Eine Umfrage des Bitkom zeigt, dass die Mehrheit hierzulande persönliche Dokumente digital mitführen will. Gleichzeitig gab es Bedenken zur Sicherheit und Bedienbarkeit einer Digital-Wallet-Lösung. Eine Bitkom-Studie zu Digitalen Identitäten wiederum zeigt Best Practices in vier europäischen Ländern. mehr...
Suchen...
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Digitale Identität:
procilon GROUP
04425 Taucha bei Leipzig
procilon GROUP
Aktuelle Meldungen