OZG:
Digitaler BAföG-Antrag bundesweit


[24.9.2021] Von Bayern bis Schleswig-Holstein: Der digitale Antragsassistent BAföG Digital ist das erste föderale Umsetzungsprojekt im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG), das flächendeckend verfügbar ist. Schon jetzt sind auf diesem Weg mehr als 70.000 Anträge gestellt worden.

Digitaler Antragsassistent BAföG Digital steht Studierenden ab sofort bundesweit zur Verfügung. Ab sofort können Schüler und Studierende den digitalen Antragsassistenten BAföG Digital in allen 16 Bundesländern nutzen. Das Tool wurde zunächst ein halbes Jahr lang in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen getestet und dann sukzessive von weiteren Bundesländern übernommen. Zuletzt kam Mecklenburg-Vorpommern dazu. Federführend an der Entwicklung beteiligt waren das Bundesministerium des Innern (BMI), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie das Land Sachsen-Anhalt. Mit der bundesweiten Verfügbarkeit werden jetzt die bisherigen unterschiedlichen Antragsangebote der Bundesländer abgelöst. Über 70.000 Anträge seien nach Angaben des BMBF mit dem neuen Verfahren bereits gestellt worden. BAföG digital ist das erste föderale digitale Verwaltungsangebot aus dem Onlinezugangsgesetz (OZG), das flächendeckend bundesweit verfügbar ist.

Vom Nutzer her gedacht

Erarbeitet wurde der BAföG-Digital-Antrag in einem Digitalisierungslabor. Dabei sei ein nutzerzentrierter Ansatz verfolgt worden. Der BAföG-Antrag sei in allen Entwicklungsphasen von Schülern, Studierenden und Eltern getestet worden. Auch die Bearbeiter in den Ämtern für Ausbildungsförderung bei den Studierendenwerken und Kommunalverwaltungen seien in die Nutzertests eingebunden worden. Mit dem Antragsassistenten BAföG Digital wird die bereits seit 2016 mögliche digitale Antragstellung laut BMBF deutlich verbessert und vereinheitlicht. So dienen einige einfache Basisfragen dazu, ein dynamisches Formular mit nur den relevanten Feldern zusammenzustellen. Nachweise können bequem per Computer oder Smartphone hochgeladen werden, der Status eines Antrags lässt sich online nachverfolgen. Durch die Authentifizierung mit der Online-Funktion des Personalausweises wird die höchste Sicherheitsstufe geboten.

Entlastung für die Länder

Betrieb und Fortentwicklung des Antragsassistenten werden bis Ende 2022 durch Mittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung finanziert. Da die Leistung nach dem Einer-für-Alle-Prinzip flächendeckend verfügbar gemacht worden sei, werden die Länder gezielt entlastet. Ab 2023 sollen sich alle sechzehn Bundesländer die Kosten für Betrieb und Weiterentwicklung des Dienstes teilen. Das BMBF finanziere den First-Level-Support in Form einer Hotline. Der Betrieb des Online-Antrags erfolge für alle Länder beim IT-Dienstleister Dataport (AöR) im Land Sachsen-Anhalt. (sib)

www.bafoeg-digital.de
https://www.bmbf.de

Stichwörter: Hochschul-IT, Dataport, Onlinezugangsgesetz (OZG), BAFöG, EfA

Bildquelle: Jan Greune / LMU

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Hochschul-IT
Nordrhein-Westfalen: Mehr Mittel für digitale Hochschulen
[19.5.2022] Die Digitalisierung der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen schreitet weiter voran. Das Land stellt bis 2025 weitere 24 Millionen Euro für acht neue hochschulübergreifende Projekte bereit. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Immatrikulation vollständig digital
[21.4.2022] Land und Hochschulen in Nordrhein-Westfalen haben eine Vereinbarung zur Umsetzung der Online-Immatrikulation geschlossen. Ab dem Sommersemester 2023 sollen sich Studierende komplett digital einschreiben können. mehr...
Rheinland-Pfalz: Universität Trier wird digitaler
[5.4.2022] Rheinland-Pfalz will die digitale Transformation seiner Hochschulen vorantreiben und auch finanziell unterstützen. Nun erhielt die Universität Trier aus den Händen der Ministerpräsidentin Förderbescheide für Digitalisierungsprojekte in Bibliothek und Verwaltung. mehr...
Rheinland-Pfalz: Ministerpräsidentin Malu Dreyer übergibt Förderbescheide an die Universität Trier.
htw saar: Digitales Campus-Management von SAP
[25.3.2022] Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes hat im Rahmen eines hochschulübergreifenden Projekts ein SAP-basiertes Campus-Management-System in Betrieb genommen. Das System soll schrittweise um weitere Funktionen ergänzt werden. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Förderung für digitale Lehre
[16.2.2022] Das Land Nordrhein-Westfalen fördert erneut 18 Konzepte für hochschulübergreifende digitale Lehr- und Lernformate an Hochschulen mit mehr als zehn Millionen Euro. Die Corona-Pandemie gab den Ausschlag, die Fördersumme zum zweiten Mal zu verdoppeln. mehr...
Suchen...

 Anzeige


Aktuelle Meldungen