Rheinland-Pfalz/Hessen:
Beschleunigung des Glasfaserausbaus


[27.9.2021] Rheinland-Pfalz und Hessen haben jetzt das Antrags- und Genehmigungsverfahren im Breitband-Ausbau digitalisiert. Das Projekt hat eine Förderung durch den Bund erhalten, da es der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) nachkommt.

Dank digitalem Antrags- und Genehmigungsverfahren sollen in Hessen und Rheinland-Pfalz Glasfaserinfrastrukturen künftig schneller verlegt werden können. Die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz haben jetzt ein Projekt zur Digitalisierung des Antrags- und Genehmigungsverfahrens im Breitband-Ausbau realisiert. Wie das Hessische Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung mitteilt, kommt das neue Portal der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) nach und soll sowohl für schnellere Antragstellung als auch Prüfung sorgen.
Hierfür haben jetzt Hessens CIO, Digitalstaatssekretär Patrick Burghardt, und Fedor Ruhose, CIO und Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung in Rheinland-Pfalz, in Mainz die entsprechende Vereinbarung für die Leistung „Leitungsverlegung nach § 68 Abs. 3 TKG“ im Rahmen der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) unterzeichnet. Damit werde das Projekt der beiden federführenden Länder für die Digitalisierung des Antrags- und Genehmigungsverfahrens im Breitband-Ausbau mit über 13,2 Millionen Euro seitens des Bundes gefördert. Die OZG-Leistung werde im Sinne des Einer-für-Alle (EfA)-Gedankens für andere Länder zur Verfügung gestellt.
Mit dem neuen Online-Antrag können Telekommunikationsunternehmen durch die Einrichtung von Importschnittstellen zur Einbindung eigener Geodaten, visueller Kartenansichten oder standardisierter Datenfelder schneller und unkomplizierter Anträge stellen.
Staatssekretär Ruhose erläutert bei der Unterzeichnung der Einzelvereinbarung: „Wir brauchen bundesweit mehr Tempo beim Ausbau von Glasfaserinfrastrukturen. Hier sind wir insgesamt zu langsam. Hessen und Rheinland-Pfalz haben sich daher dazu entschlossen, das Antrags- und Genehmigungsverfahren für die Leitungsverlegung im Glasfaserausbau zu beschleunigen. Wesentlich hierbei, das sagt uns auch die Branche, ist die Digitalisierung der Verfahren. Mit der OZG-Leistung Breitband-Ausbau sind wir gemeinsam mit den hessischen Kollegen hierbei einen entscheidenden Schritt vorangekommen.“
Staatssekretär Burghardt wies darauf hin, dass man in den vergangenen zwei Jahren intensiv mit der Branche und deren Verbänden diskutiert habe. „Wir haben die TK-Branche, also die Experten, von Anfang an eng in den Prozess eingebunden. Schließlich sind sie es, die am Ende des Tages das Portal nutzen sollen und wollen. Aber auch die kommunale Seite wurde von Beginn an ins Boot geholt, damit die Behörden eine schnelle Prüfung der Anträge vornehmen können und damit der Ausbau von Glasfaserinfrastrukturen vor Ort erheblich beschleunigt wird.“
Laut dem Hessischen Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung haben die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz mit der Metropolregion-Rhein-Neckar und dem hessischen IT-Dienstleister ekom21 frühzeitig Experten ins Projekt eingebunden. Derzeit werde das Antragsportal in Pilotkommunen in Hessen und Rheinland-Pfalz umfangreich getestet. Die Rückmeldungen fließen in den Prozess direkt mit ein. In einem nächsten Schritt erfolge der landesweite Roll-out in Hessen und Rheinland-Pfalz. Erste Länder haben bereits ihr Interesse zur Nachnutzung angemeldet. (th)

https://digitales.hessen.de

Stichwörter: Breitband, ekom21, Rheinland-Pfalz, Hessen, Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung, OZG

Bildquelle: wklzzz/123rf.com

Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Breitband
Mecklenburg-Vorpommern: Graue Flecken im Visier
[3.8.2022] Parallel zur Versorgung der so genannten weißen Flecken mit Glasfaser nehmen sich in Mecklenburg-Vorpommern Land und Kommunen nun auch die grauen Flecken der Breitbandversorgung vor. Erste Förderanträge an den Bund sind bereits gestellt, weitere werden derzeit vorbereitet. mehr...
Baden-Württemberg: Land sucht Mobilfunk-Standorte
[13.7.2022] In Baden-Württemberg werden Kommunen, Bürger und Unternehmen in die Suche nach Standorten für Mobilfunkmasten eingebunden. Passende Plätze können über ein vom Breitband-Kompetenzzentrum zur Verfügung gestelltes Onlinetool gemeldet werden. mehr...
Baden-Württemberg will das Tempo beim Mobilfunkausbau erhöhen.
Niedersachsen/Bremen: Breitbandkooperation wird fortgesetzt
[4.7.2022] Das Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen (BZNB) fungiert seit dem Jahr 2008 als Schnittstelle zwischen Kommunen, Telekommunikationsunternehmen und den Länderverwaltungen. Niedersachsen und Bremen haben nun die weitere Zusammenarbeit mit dem BZBN besiegelt. mehr...
Bayern: Wirkungsvolle Gigabit-Förderung
[29.6.2022] Eine Studie zur Förderung von Gigabitnetzen hat die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) vorgelegt. Die staatliche Förderung ist für den Ausbau demnach weiterhin essenziell. Dass sie ein wirkungsvolles Instrument sein kann, wird am Beispiel Bayern deutlich. mehr...
Bayerns Gigabit-Förderung zeigt Wirkung im Freistaat.
Bitkom: Glasfaser-Förderung mit Augenmaß
[27.5.2022] Für den Glasfaserausbau in den nächsten Jahren fordert der Bitkom weniger Bürokratie, eine Förderung mit Augenmaß und Planungssicherheit für private Investitionen. Angesichts knapper Ausbaukapazitäten warnt der Verband vor zu viel und zu wenig zielgerichteten Fördermaßnahmen. mehr...
Suchen...
GovConnect GmbH
30163 Hannover
GovConnect GmbH
procilon GROUP
04425 Taucha bei Leipzig
procilon GROUP
SEITENBAU GmbH
78467 Konstanz
SEITENBAU GmbH
Aktuelle Meldungen