Weimar:
Start für E-Akte am Verwaltungsgericht


[8.11.2021] In Weimar hat das Verwaltungsgericht – als drittes Thüringer Gericht in diesem Jahr – erfolgreich die E-Akte eingeführt. Damit werden erstmals E-Akten in der Fachgerichtsbarkeit pilotiert. Die Umstellung wird von umfassenden technischen Anpassungen und Schulungen flankiert.

Das Verwaltungsgericht Weimar führte zum November 2021 die ersten elektronischen Gerichtsakten der Thüringer Verwaltungsgerichtsbarkeit ein. Sämtliche neuen Verfahrensakten werden nunmehr ausschließlich als elektronische Akten geführt. Damit pilotiere das Projekt „eJustice Thüringen“ erstmals E-Akten der Fachgerichte. Innerhalb eines Jahres werde damit an einem dritten Standort der Thüringer Justiz die elektronische Gerichtsakte eingeführt, erläuterte Justizminister Dirk Adams. Das Verwaltungsgericht Weimar sei damit auf den 1. Januar 2022 vorbereitet – zu diesem Datum wird der elektronische Rechtsverkehr für Rechtsanwälte, Behörden und andere professionell Einreichende verpflichtend. Inzwischen werden an vier Thüringer Gerichten Verfahrensakten elektronisch geführt, darunter an den Landgerichten Meiningen und Gera die erstinstanzlichen Verfahren der Zivil- und Handelskammern sowie am Oberlandesgericht die Zivilverfahren der ersten und zweiten Instanz.
Die elektronische Aktenführung soll nach dem Willen des Gesetzgebers spätestens ab dem 1. Januar 2026 in allen Gerichten und Staatsanwaltschaften für neue Verfahren bundesweit verbindlich sein. In der Thüringer Justiz würde sich diese Änderung auf etwa 3.500 Bedienstete auswirken. Die Mitarbeitenden im Wachtmeisterdienst, in den Geschäftsstellen, in der Rechtspflege sowie im richterlichen und staatsanwaltlichen Dienst werden im Rahmen eines landesweiten Projekts auf die Umstellung vorbereitet, wie das Justizministerium des Landes berichtete. Neben erheblichem Schulungsaufwand sowie einer umfassenden Anpassung der technischen Ausstattung der Arbeitsplätze und der Sitzungssäle sei die Einführung einer elektronischen Akte insbesondere durch eine Vielzahl von notwendigen rechtlichen und organisatorischen Änderungen geprägt. Justizminister Dirk Adams sagte, er hoffe, dass die Erfahrungen mit der Umstellung am Verwaltungsgericht Weimar auch auf andere Verwaltungsgerichte in Thüringen übertragbar seien, sodass eine zügige Fortführung des Projekts möglich sei. (sib)

https://justiz.thueringen.de
https://www.weimar.de

Stichwörter: Dokumenten-Management, E-Akte, E-Justiz, Weimar, eJustice, Thüringen



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Dokumenten-Management
Content-Services-Plattform: Digitale Autobahn statt Papierstau Bericht
[2.9.2022] Moderne Content-Services-Plattformen stellen das nächste Level im Dokumenten-Management dar: Sie ermöglichen nicht nur die Digitalisierung papiergebundener Dokumente, sondern fungieren als zentraler Knotenpunkt, an dem Daten aus unterschiedlichsten Kommunikationskanälen und Applikationen zentral zusammengeführt werden. mehr...
Eine durchgängige Digitalisierung der Verwaltung ist mit papierbasierten Prozessen nicht möglich.
Optimal Systems: Neuerungen bei enaio 10.10
[19.8.2022] Der Software-Anbieter Optimal Systems stellt die neue Ausgabe seines ECM-Systems enaio vor. Mit dem Update auf Version 10.10 wurden vor allem die Themen Co-Working, Sicherheit und Transparenz in den Fokus genommen, auch der Arbeits- und Administrationsaufwand soll geringer werden. mehr...
nscale: Archivierung nach GoBD bestätigt
[15.8.2022] Eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bescheinigt der EIM-Software nscale, dass sie für GoBD-konforme Archivierung geeignet ist. Anwender der Lösung können so im Fall einer Betriebsprüfung die Compliance-Konformität für die digitale Archivierung einfacher nachweisen. mehr...
Hessen: HVBG verabschiedet sich von der Papierakte
[20.4.2022] Die Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG) hat nach einer mehrjährigen Pilot- und Umstellungsphase alle ihre Ämter, Dienst- und Anlaufstellen auf die digitale Aktenführung umgestellt. Rund 1.400 Arbeitsplätze sind davon betroffen. mehr...
Bayern: Gerichtspost vollständig digital
[14.4.2022] Kommunen und Behörden dürfen seit Jahresbeginn mit Gerichten nur noch elektronisch kommunizieren. Bayern setzt diese Vorgabe bereits um. Der Freistaat empfiehlt Nutzern des elektronischen Behördenpostfachs ein Software-Update, da die bisherige Version bald nicht mehr unterstützt wird. mehr...
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Dokumenten-Management:
Branchenindex PlusCeyoniq Technology GmbH
33613 Bielefeld
Ceyoniq Technology GmbH
xSuite Group GmbH
22926 Ahrensburg
xSuite Group GmbH
Aktuelle Meldungen