Nordrhein-Westfalen:
Technologien für die Polizei der Zukunft


[24.1.2022] In Duisburg wurde ein Innovation Lab eröffnet, in dem neuartige Technologien für die Nutzung durch die Polizei angepasst oder auch neu entwickelt werden sollen. Damit soll die Digitalisierung der Polizei des Landes vorangetrieben werden.

Innovation Lab soll Digitalisierung der Polizeiarbeit vorantreiben. In Duisburg eröffnete Innenminister Herbert Reul ein Innovation Lab, in dem künftig die nordrhein-westfälische Polizei Technologien für die Zukunft ihrer Arbeit entwerfen und testen will. Dies teilte das nordrhein-westfälische Innenministerium mit. In dem „bundesweit einmaligen“ Lab könnten einerseits bereits existierende Produkte so fortentwickelt werden, dass sie die Ansprüche der Polizei erfüllen. Andererseits könne dort aber auch komplett Neues entwickelt werden und könnten Prototypen zur Serienreife gebracht werden. Im Innovation Lab soll etwa erprobt werden, wie der hundeähnliche Laufroboter Spot des US-amerikanischen Robotik-Unternehmens Boston Dynamics die Arbeit der Polizei verbessern könnte. Ein akuter Bedarf bestehe nicht, doch im Innovation Lab werde getestet, in welchen Bereichen der Roboter künftig genutzt werden könne, erklärte Innenminister Reul. Weitere aktuelle Forschungsprojekte seien unter anderem 360-Grad-Kameras, intelligente Videosysteme und Projekte zum Thema Barrierefreiheit.
Auch erprobt werden soll der so genannte HiPoS-Cube (kurz für: Hybride integrative Plattform Polizeilicher Sondernetze). Der technisch autonome, mobile Cube beinhaltet auf kleinstem Raum eine komplette IT-Infrastruktur, wie sie sonst in Polizeigebäuden zu finden ist. Polizisten können sich über ihr Handy oder Tablet mit dem HiPoS-Cube verbinden und sind überall sofort arbeitsfähig. Daneben soll das Innovation Lab aber auch eine Plattform darstellen, um mit Wirtschaft und Wissenschaft sowie anderen Sicherheitsbehörden zusammenzuarbeiten. So gebe es bereits eine Kooperation mit dem Innovation Hub der Polizei Hessen. In einer Apple Area würden gemeinsam Apps entwickelt und an die polizeilichen Bedürfnisse angepasst.
Auch der Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen profitiere mittelbar: Gemeinsam mit einem von der Universität Duisburg-Essen ausgegründeten Start-up sollen im Innovation Lab neueste Cloud-Technologien erprobt werden. Das Innovation Lab ist Teil der Digitalstrategie der nordrhein-westfälischen Polizei. Aufgebaut wurde das 4,3 Millionen teure Labor unter Federführung des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD), mehr als 100 Personen verschiedenster Fachrichtungen seien beteiligt gewesen. (sib)

https://www.im.nrw.de

Stichwörter: Innere Sicherheit, Nordrhein-Westfalen, Polizei

Bildquelle: huettenhoelscher/123rf.com

Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Innere Sicherheit
Mecklenburg-Vorpommern: Start für die Online-Wache
[8.2.2023] Die neue, in einer länderübergreifenden Zusammenarbeit entwickelte Online-Wache wurde jetzt auch in Mecklenburg-Vorpommern freigeschaltet. Damit hat das fünfte Bundesland diese EfA-Leistung implementiert. mehr...
OZG: Optimierte Online-Wache in elf Ländern
[24.1.2023] Bislang wurde die Online-Wache in einer Kooperation vom Saarland und von Rheinland-Pfalz betrieben. Nun hat das Land Sachsen, das für das OZG-Themenfeld Recht und Ordnung verantwortlich ist, die vorhandene Lösung erweitert. Damit entstand eine EfA-Lösung für bisher elf Bundesländer. mehr...
Neue  EfA-Lösung: In elf Bundesländern kann jetzt online Anzeige erstattet werden.
Mecklenburg-Vorpommern: Dienst-Smartphones für die Polizei
[11.1.2023] Seit 2020 wurden bei der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern Smartphones mit polizeifachlichen Apps pilotiert – mit großem Erfolg. Nun sollen noch in diesem Jahr alle Streifenbeamten ein Smartphone erhalten. Ursprünglich war der landesweite Einsatz erst ab 2027 geplant. mehr...
Baden-Württemberg: Digitale Krisenbewältigung
[18.11.2022] Baden-Württemberg digitalisiert sein Krisen-Management auf einer einheitlichen Plattform über alle Verwaltungsebenen. Mit dem digitalen Lagebild sollen die Behörden Daten in Echtzeit teilen und Einsatzlagen schneller bewältigen können. mehr...
Das Land Baden-Württemberg hat eine digitale, einheitliche Plattform für das Krisen-Management geschaffen, die alle Verwaltungsebenen verbindet.
Baden-Württemberg: Ericsson modernisiert Digitalfunk BOS
[31.8.2022] Das Mobilfunktechnologie-Unternehmen Ericsson modernisiert in Baden-Württemberg die Digitalfunksysteme für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Ein Beschluss des Bundes verlangt, dass der Digitalfunk BOS noch mindestens bis 2030 betriebsfähig bleibt. mehr...
In Baden-Württemberg modernisiert Ericsson die Digitalfunksysteme für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.
Suchen...

 Anzeige


Aktuelle Meldungen