Schleswig-Holstein:
Förderschub für Hochschul-Datacenter


[13.9.2022] Schleswig-Holstein investiert 6,6 Millionen Euro in die digitale Hochschul-Infrastruktur. Bis 2023 soll ein Virtualisiertes Datacenter aufgebaut werden. Darüber sollen digitale Dienstangebote für Forschung, Lehre und Verwaltung aller Hochschulen des Landes bereitgestellt werden.

Das Land Schleswig-Holstein will die digitale Infrastruktur der schleswig-holsteinischen Hochschullandschaft mit einem Investitionsschub voranbringen. Knapp 6,6 Millionen Euro sollen für den Aufbau eines Virtualisierten Datacenters bis Mitte 2023 bereitstehen. Die Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) erhält nach Angaben des Landes rund 4,5 Millionen Euro der Fördersumme, auf die Uni Lübeck und die Technische Hochschule Lübeck entfallen knapp 2,1 Millionen Euro. Von dem Projekt sollen nicht nur die Universitäten in Kiel und Lübeck, sondern – etwa über den Aufbau von Cloud-Lösungen – alle zehn Hochschulstandorte des Landes profitieren. Dabei sollen die Universitäten Kiel und Lübeck im Schulterschluss als so genannte Leadpartner agieren, während die übrigen acht öffentlichen Hochschulen als assoziierte Partner von dem Projekt profitieren.

Plattform für kollaborative digitale Dienste

Nach den Worten von Helge Illig, dem IT-Verantwortlichen der Uni Lübeck, geht es bei dem Projekt „Virtualisiertes Datacenter der Hochschulen Schleswig-Holsteins an zwei Standorten“ um eine Erneuerung beziehungsweise Erweiterung der IT-Infrastruktur der jeweiligen Rechenzentren zur Schaffung einer gemeinsamen Plattform. Über diese sollen kollaborative digitale Dienstangebote für Forschung, Lehre und Verwaltung aller Hochschulen des Landes Schleswig-Holsteins angeboten werden. Ferner bestehe dann auch die Möglichkeit, dass durch so genanntes Housing Hochschulen ihre Redundanzsysteme in die neu geschaffenen Server-Schränke stellen könnten. Im Sinne der Nachhaltigkeit seien so an den anderen Standorten weniger Back-up-Server-Räume notwendig. Ein weiteres Projekt der TH Lübeck beinhalte den Austausch der aktiven Datennetz-Komponenten zur Erneuerung der strukturierten Verkabelung, so Illig.

Pandemie legte Investitionsbedarf offen

Ausschlaggebend für diese Investition waren die Erfahrungen während der Corona-Pandemie. Die hohen Anforderungen an die IT-Struktur mit Online-Vorlesungen und -Seminaren hätten die Notwendigkeit dieser Investition aufgezeigt, erläuterte Bildungs- und Wissenschaftsministerin Karin Prien. Deshalb sei im Koalitionsvertrag eine Digitalisierungsoffensive Hochschulen beschlossen worden, mit der sowohl die Digitalkompetenzen der Lehrenden und Lernenden als auch die digitale Infrastruktur verbessert werden soll.
Der Hintergrund der Förderung ist das Programm „Next Generation EU“, über das für die kommenden Jahre europaweit 750 Milliarden Euro zur Bewältigung der Corona-Pandemie bereitgestellt werden. Auf Schleswig-Holstein entfallen 59,1 Millionen Euro. (sib)

https://www.schleswig-holstein.de

Stichwörter: Hochschul-IT, Schleswig-Holstein, Datacenter



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