IT-Planungsrat:
Klare Schwerpunkte, größere Wirksamkeit


[14.11.2022] Die Mitglieder des IT-Planungsrats haben grundlegende Beschlüsse zum Selbstverständnis und zur Arbeitsweise des Gremiums getroffen. Künftig will sich der IT-Planungsrat auf mehrjährige Schwerpunktthemen fokussieren und seine Strukturen weiterentwickeln.

Auf ihrer Herbstsitzung am 11. November 2011 trafen die Mitglieder des IT-Planungsrats – letztmalig unter der Leitung des diesjährigen Vorsitzenden Markus Richter – grundsätzliche Beschlüsse zum Selbstverständnis und zur Arbeitsweise des Gremiums. Der Sitzung ging eine zweitägige Klausurtagung voraus. Das Bundesinnenministerium, der IT-Planungsrat und die FITKO berichten nun in einer gemeinsamen Presseerklärung über die Beschlüsse.
Während der Klausurtagung hatten die Mitglieder ihren Gestaltungsanspruch bei der digitalen Transformation in allen Bereichen der öffentlichen Verwaltung mit konkreten Schritten zur Transformation des Gremiums untermauert. Der IT-Planungsrat wolle „künftig gemeinsam größere Wirksamkeit“ entfalten und beschloss im Zuge der Klausurtagung die Setzung inhaltlicher Schwerpunktthemen sowie einen Transformationsprozess zur Weiterentwicklung seiner Strukturen. Dieser Prozess soll auch die FITKO einbeziehen. Für deren im kommenden Jahr ausscheidende Präsidentin Annette Schmidt soll eine Findungskommission eine Nachfolge suchen.

Mehrjährige Themen für effektiveres Arbeiten

Bundes-CIO Markus Richter räumte ein, dass noch viel zu tun sei und erklärte die Bereitschaft, Partikularinteressen zu überwinden und noch enger zu kooperieren. Dafür seien konkrete Maßnahmen beschlossen worden. Der IT-Planungsrat wolle sich auf fünf mehrjährige Schwerpunktthemen fokussieren, die Zusammenarbeit mit den Fachministerkonferenzen aktiv verstärken und die strategische Neuausrichtung des IT-Planungsrats sowie der FITKO an den aktuellen Herausforderungen weiterentwickeln.
Die mehrjährigen Schwerpunktthemen, auf die sich die Mitglieder einigten, sind digitale Infrastruktur (vor allem die Cloud-Transformation), digitale Transformation (insbesondere digitale Kompetenzen, Aus- und Weiterbildung des eigenen Personals, Abbau gesetzlicher Hemmnisse, Standardisierung und Automatisierung), digitale Anwendungen (Weiterentwicklung des OZG, Stärkung von Nachnutzung und Kooperationen, Umsetzung der SDG und föderale IT-Architektur), Datennutzung und Datenschutz (Registermodernisierung, Once only) sowie Informationssicherheit.
Der IT-Planungsrat ist davon überzeugt, dass diese Schwerpunktsetzung insbesondere durch Straffung der Arbeits- und Organisationsstrukturen sowie die Weiterentwicklung der FITKO gelingen wird. Die mehrjährigen Schwerpunktthemen sollen als Leitplanken fungieren, die den Blick fokussieren und Kräfte bündeln. So seien effektiveres Arbeiten und schnellere Entscheidungen möglich, sagte Hessen-CIO Patrick Burghardt, der 2023 Vorsitzender des IT-Planungsrats 2023 sein wird. (sib)

https://www.it-planungsrat.de/beschluesse-informationen
https://www.fitko.de
https://www.bmi.bund.de

Stichwörter: Politik, IT-Planungsrat, FITKO



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik
Schleswig-Holstein: Gesetzentwurf zurückgezogen
[3.2.2023] Nachdem unter anderem der Databund eine eindeutige Stellungnahme zum Entwurf zur Änderung des E-Government-Gesetzes abgegeben hatte, hat die schleswig-holsteinische Landesregierung diesen nun zurückgezogen. mehr...
Schleswig-Holstein: Landesregierung wird Entwurf zur Änderung des E-Government-Gesetzes überarbeiten.
OZG: Entwurf für Änderungsgesetz vorgelegt
[1.2.2023] 
Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) hat den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Onlinezugangsgesetzes (OZG-ÄndG) vorgelegt. Zu den darin vorgeschlagenen Maßnahmen zählt etwa, landeseigene Entwicklungen für Bürgerkonto und Postfach durch vom Bund bereitgestellte Basisdienste zu ersetzen. mehr...
Schleswig-Holstein: Digitalisierungscheck und Green IT
[31.1.2023] Ein Digitalisierungscheck soll künftig in Schleswig-Holstein dafür sorgen, dass Gesetze und Verordnungen von Anfang an digitalkompatibel ausgearbeitet werden. Digitalisierung und Klimaschutz in Einklang bringen soll außerdem eine Green-IT-Strategie. mehr...
Materna: Digitales Bundesgesetzblatt umgesetzt
[30.1.2023] Die amtliche Verkündung von Gesetzen auf Bundesebene erfolgte bis Ende 2022 auf Papier. Eine Grundgesetzänderung erlaubt jetzt die amtliche Verkündung auf digitalem Weg. Umgesetzt wurde die neue Verkündungsplattform von Materna, die fachliche Konzeption erarbeitete das Bundesjustizministerium. mehr...
Sachsen: Neue Digitalstrategie für den Freistaat
[25.1.2023] Sachsen hat seine neue Digitalstrategie verabschiedet. Der Freistaat verfolgt damit einen umfassenden strategischen Ansatz, der nicht nur Staatsregierung und Verwaltung, sondern auch Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft als handelnde Akteure in der Verantwortung sieht. mehr...
Auswärtige Kabinettssitzung in Chemnitz. Im Mittelpunkt der Sitzung standen die Beschlussfassung der Digitalstrategie für den Freistaat Sachsen und weitere Digitalthemen.
Suchen...

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Politik:
Aktuelle Meldungen