Hessen:
Weitere Digitalisierung der Justiz


[10.1.2023] Die elektronische Akte soll in diesem Jahr auf alle Landgerichte in Hessen ausgeweitet werden. Des Weiteren sollen die Online-Terminvereinbarung und der elektronische Rechtsverkehr in Grundbuchsachen ausgeweitet werden.

Für 2023 ist die Ausweitung der elektronischen Akte auf alle Landgerichte in Hessen beabsichtigt. Wie das Justizministerium des Landes mitteilt, sollen bereits im ersten Halbjahr nach den Landgerichten in Limburg (wir berichteten) und Kassel (wir berichteten) die verbleibenden sieben hessischen Landgerichte mit der elektronischen Akte in Zivilsachen ausgestattet werden. Anschließend würden die 40 Amtsgerichte nach und nach umgestellt. Des Weiteren sei die Umstellung aller noch ausstehenden Sozialgerichte und Verwaltungsgerichte auf die E-Akte vorgesehen.
Neben der Einführung der elektronischen Akte stehen für 2023 weitere Digitalisierungsprojekte auf dem Programm. So sollen nach Angaben des Justizministeriums unter anderem das Projekt der Online-Terminvereinbarung, das bei den Amtsgerichten in Darmstadt und Friedberg (wir berichteten) erfolgreich erprobt worden ist, und der elektronische Rechtsverkehr in Grundbuchsachen ausgeweitet werden.
Justizminister Roman Poseck sagt: „Wir stehen vor gewaltigen Umbrüchen in der hessischen Justiz. Eine große Zahl der Gerichte in Hessen wird in diesem Jahr mit der elektronischen Akte ausgestattet werden. Wir drücken nun noch mehr aufs Tempo. Keine Frage: Der Transformationsprozess wird in Teilen auch steinig werden. Aber er ist lohnend und notwendig. Wir werden alles daran setzen, die Bediensteten auf diesem Weg mitzunehmen. Ein gutes Schulungsprogramm und die enge Einbindung der Beteiligten, insbesondere auch der Gremien, sind für uns dabei besonders wichtig. Ich bin zuversichtlich, dass die Umstellungen gelingen werden und die hessische Justiz schon in einem Jahr ein grundlegend anderes Gesicht haben wird.“ (ba)

https://www.justizministerium.hessen.de

Stichwörter: E-Justiz, Hessen, E-Akte, Dokumenten-Management, Termin-Management



Druckversion    PDF     Link mailen



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich E-Justiz
Hessen: E-Akte für Neueingänge
[3.2.2023] Zivilverfahren vor dem Landgericht Limburg und alle Verfahren vor dem Sozialgericht Kassel werden nur noch elektronisch geführt. Weitere Gerichte werden folgen. Dabei soll die Zeit der doppelten Aktenführung (Papier und digital) möglichst kurz gehalten werden. mehr...
Neue Verfahren werden an einigen hessischen Gerichten bereits nur noch mit elektronischen Akten geführt.
IT.NRW: Einheitliches Portal mit Insolvenzdaten
[1.2.2023] Aufgrund gesetzlicher Änderungen mussten die Daten aus einem älteren Insolvenzportal der Länder in ein neueres Portal übertragen werden. IT.NRW hat die Integration nun erfolgreich abgeschlossen. Mehr als 600.000 Verfahren mit knapp 1,8 Millionen Veröffentlichungen wurden übertragen. mehr...
Berlin: IT-Arbeitsplanung für die Justiz 2023
[30.1.2023] In Berlin haben der Justizsenat und das Kammergericht eine IT-Vereinbarung verabschiedet, die den Weg zur weiteren Digitalisierung im Justizwesen bahnen soll. Wichtige Aspekte sind die Einführung der elektronischen Gerichtsakte und der Aufbau des Rechenzentrums Justiz. mehr...
Sachsen: Stand bei der E-Verfahrensakte
[27.1.2023] Bis Anfang 2026 müssen alle Gerichte und Staatsanwaltschaften ihre Akten digital führen. Justizministerin Katja Meier berichtete jetzt im Kabinett über den Stand der Dinge in Sachsen. Demnach geht es gut voran – für den weiteren Ausbau sind aber mehr Mittel und Personal nötig. mehr...
e-CODEX: Meilenstein für die E-Justiz in Europa
[26.1.2023] Das Projekt e-CODEX soll die EU-weite Kommunikation von Rechtsdiensten erleichtern. Nun hat Nordrhein-Westfalen, das auch die Projektleitung hatte, einen internationalen Workshop ausgerichtet. Die e-CODEX-Infrastruktur soll bald an die Europäische Agentur für IT-Großsysteme übergeben werden. mehr...
Suchen...

 Anzeige


Aktuelle Meldungen