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Bundesagentur für Arbeit:
Software von SAP


[19.1.2009] Deutschlands größte Behörde führt SAP-Software ein. Die Bundesagentur für Arbeit betreibt künftig sowohl das Finanz- als auch das Personalwesen mit SAP ERP. Ende 2011 soll die Implementierung abgeschlossen sein.

Bundesagentur für Arbeit führt SAP-Software ein. Die Bundesagentur für Arbeit (BA), mit gut 100.000 Mitarbeitern die größte Behörde in Deutschland, hat sich entschieden, ihr Personal- und Finanzwesen künftig mit SAP-Software zu betreiben. Wie SAP jetzt mitteilt, wurde ein entsprechender Vertrag nach Abschluss des Vergabeverfahrens bereits Ende August 2008 von beiden Organisationen unterzeichnet. Der Software-Konzern wird neben der Lieferung der Lösung SAP Enterprise Resource Planning (SAP ERP) auch für die Einführung der Software in den kommenden Jahren verantwortlich zeichnen. Die Einführung läuft bereits seit Anfang Oktober.
Für den Auftrag hatten sich sechs Konsortien beworben. Nach dem Teilnahmewettbewerb wurde mit drei Bietergemeinschaften verhandelt. Wie Herbert Pick, Projektverantwortlicher bei der BA, gegenüber move moderne verwaltung betonte, erhielt SAP den Zuschlag als Generalunternehmer aufgrund des wirtschaftlichsten Angebots. Nach Angaben von Pick löst die SAP-Software 48 selbstentwickelte IT-Fachverfahren ab. Durch die einheitliche Plattform erhoffe sich die BA eine verbesserte Transparenz sowie eine zukunftssichere IT-Infrastruktur, die sich schnell an neue Anforderungen anpassen lässt.
Ralph-Peter Rembor, bei SAP verantwortlich für das Geschäft mit der öffentlichen Hand, erklärte, der Auftrag habe nicht nur wegen des Volumens eine immense Bedeutung für SAP. Es sei ein wichtiges Signal für öffentliche Verwaltungen, dass sich eine Behörde mit 100.000 Mitarbeitern in so kurzer Zeit für eine ERP-Software entscheide und diese schnell einführen wolle. Die Auftragserteilung zeige auch, dass ERP-Standard-Software in den Behörden angekommen sei und die dort eingesetzten, sehr speziellen Verfahren ablösen könne. Rembor: „Die Funktionalitäten unserer Software passen auf den spezifischen Bereich der öffentlichen Verwaltung.“ Signalwirkung habe auch, dass die BA das Silodenken aufgebe und Finanz- und Personalwesen gemeinsam betrachte.
Für die Implementierung der Software haben BA und SAP eine gemeinsame Projektgruppe mit 200 Mitgliedern gebildet. Bis Ende 2011 sollen alle Systeme produktiv gesetzt werden. Dann werden rund 7.000 professionelle Anwender mit den Programmen arbeiten. Zu dem Investitionsvolumen für die Einführung der SAP-Systeme wollten sich weder SAP noch die Bundesagentur für Arbeit äußern. (al)

http://www.arbeitsagentur.de
http://www.sap.de

Stichwörter: Bundesagentur für Arbeit, SAP, SAP Enterprise Resource Planing (SAP ERP), Finanzwesen, Personalwesen



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