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Konjunkturpaket II:
Vier Felder düngen


[27.2.2009] In die Bereiche IT-Sicherheit, Green IT, Konsolidierung der Bundes-IT und Innovationen will der Bund rund 500 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II investieren. Staatssekretär Hans Bernhard Beus hat in Berlin das neue IT-Investitionsprogramm vorgestellt.

Im Rahmen des Konjunkturpakets II hat die Bundesregierung auch 500 Millionen Euro für IT-Investitionen der Bundesverwaltung bereitgestellt (wir berichteten). Wie die Mittel verwendet werden sollen, erläuterte Staatssekretär Hans Bernhard Beus, Beauftragter des Bundesregierung für Informationstechnik, am 26. Februar 2009 vor Journalisten in Berlin. Beus nannte vier Felder, auf denen verstärkt investiert werden soll: IT-Sicherheit, Green IT, Konsolidierung der Bundes-IT und Innovationen. Unter den letzten Punkt fallen die Themen Open Source Software, die Entwicklung von Fachanwendungen gemeinsam mit den Bundesländern sowie die Gestaltung gemeinsamer Prozessketten von Behörden und Wirtschaft. 20 Millionen Euro sind für ebenenübergreifende Projekte im Rahmen von Deutschland-Online vorgesehen, auch Vorhaben wie das Projekt D115 zur Einführung einer einheitlichen Behördenrufnummer sollen zusätzliche Mittel erhalten. Damit soll erreicht werden, dass bereits geplante Projekte schneller realisiert werden können. Der größere Teil des IT-Investitionsprogramms (315 Millionen Euro) ist für ressortspezifische Maßnahmen vorgesehen, der Rest wird auf ressortübergreifende Projekte verteilt. Die Maßnahmen im Überblick:
IT-Sicherheit: Um die Sicherheit der IT der Bundesverwaltung zu erhöhen sollen Security-Dienstleistungen und -Produkte gemeinsam beschafft werden. Auch in die Sicherheit der Netzinfrastruktur des Bundes und der Bundeswehr wird investiert. Zudem ist ein Zuschuss des Bundes für ein IT-Sicherheitskit (Kartenleser, Sicherheitssoftware) für den elektronischen Personalausweis geplant.
IT-Organisation des Bundes: Das Angebot an IT-Dienstleistungen für die Bundesverwaltung soll in vier bis fünf Rechenzentren konzentriert werden. Zudem sollen Kapazitäten für das Management von IT-Großprojekten aufgebaut und das Kompetenzzentrum Open-Source-Software ausgebaut werden.
Green IT: Um die IT-Infrastruktur energieeffizienter zu gestalten soll ein Musterrechenzentrum Green IT aufgebaut und ein Investitionsprogramm Green IT Bund aufgelegt werden.
Innovationen: IT-Infrastrukturkomponenten sollen bereitgestellt werden, um elektronische Authentisierungs- und Signaturverfahren mit dem elektronischen Personalausweis zu fördern. Mit dem Aufbau digitaler Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung sollen Bürokratiekosten sinken, zudem werden Open-Source-Projekte gefördert.
Laut Beus soll mit der halben Milliarde die IT-Nachfrage gestützt und erreicht werden, dass die Verwaltung nach der Krise besser und effizienter arbeiten kann. Im IT-Stab des Bundesinnenministeriums wurde eine Projektgruppe „IT-Investitionsprogramm“ eingerichtet, welche die Gesamtsteuerung übernimmt. Einzelne Ressorts können sich mit Projekten in den genannten Feldern um Gelder bewerben. (al)

http://www.cio.bund.de

Stichwörter: Bund, Bundesverwaltung, Hans Bernhard Beus, Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnologie (BfIT), IT-Investitionsprogramm



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