Baden-WürttembergModerne Technologie für Einsatzkräfte
In Baden-Württemberg hat der Ministerrat einer Kabinettsvorlage zum Digitalfunk zugestimmt. Damit wird der Weg frei für Investitionen zur Modernisierung und Weiterentwicklung des digitalen Sprech- und Datenfunksystems für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Insgesamt sollen rund 600 Millionen Euro für diese Aufgabe aufgewendet werden.
Der laufende Betrieb und immer kürzer werdende Entwicklungszyklen der Technik, aber auch zunehmende Aufgaben der Einsatzkräfte haben Anpassungen und eine Modernisierung des verschlüsselten Kommunikationsnetzes erforderlich gemacht, erläutert Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strobl. Als Folge der weltweiten Umstellungen in der Kommunikationstechnik von ISDN- auf IP-Standard seien bereits Maßnahmen zur Erneuerung der Funktechnik angestoßen worden. Zur Gewährleistung der Verfügbarkeit des digitalen Funknetzes, auch im Fall eines länger andauernden Stromausfalls, wurden landesweit moderne Netzersatzanlagen installiert. Ein Austausch der Funkgeräte für die Landespolizei und Verbesserungen der Objektfunkversorgung sollen bei den anstehenden Modernisierungsmaßnahmen ebenfalls berücksichtigt werden.
Der Digitalfunk habe sich als zuverlässiges Kommunikationsmittel bewährt, so Strobl. Die Landespolizei funkt bereits seit dem Jahr 2013 digital. Und auch der Großteil der Leitstellen sowie zahlreiche Fahrzeuge und Einsatzmittel der nichtpolizeilichen Teilnehmer seien zwischenzeitlich mit der neuen Technik ausgestattet.
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