Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,

in Zeiten knapper Kassen stellt sich die Frage, wie teuer eine bürgernahe, zügig arbeitende digitale Verwaltung sein darf – und auch, wie teuer sie sein muss. Das in Wien ansässige Zentrum für Verwaltungsforschung (KDZ) hat jetzt eine umfassende Untersuchung zur Effizienz und Effektivität sowie zu den Kosten öffentlicher Verwaltungen im europäischen Vergleich veröffentlicht. Demnach geht die Höhe der Ausgaben nicht automatisch mit einer höheren Verwaltungseffektivität einher.
Zwar gibt es Länder, deren öffentliche Verwaltung bei hohen Kosten auch hohe Effektivitätswerte aufweist. Andere Länder erzielen aber mit geringeren Ausgaben noch bessere Ergebnisse. Entscheidend dafür sind laut der Untersuchung qualifiziertes Personal, die genutzten digitalen Werkzeuge und der gezielte Einsatz bereits vorhandener Ressourcen. Hohe Effektivität der öffentlichen Verwaltung kann also durch zielgerichtete Investitionen in Digitalisierung, Aus- und Weiterbildung und der abgestimmten Zusammenarbeit aller Verwaltungsebenen erreicht werden.

Mehr Mittel soll in Zukunft das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung erhalten: Der Haushaltsentwurf 2027 sieht einen Digitaletat von 1,44 Milliarden Euro vor. Ausgegeben werden soll das Geld für Verwaltungsdigitalisierung und Breitbandausbau, bei Mobilfunk und Registermodernisierung soll hingegen gekürzt werden.

Dass die Abwicklung notwendiger Vergabeverfahren und die Beschaffung einfacher wird – dafür soll der zentrale Marktplatz Deutschland sorgen, eine Plattform für digitale Vergabeverfahren aller Bundesländer. Das BMDS, das Land Berlin und die IHK Berlin erproben jetzt in einem gemeinsamen Piloten die Funktion „Direktauftrag“.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre dieser und weiterer News und einen guten Start in die neue Woche.

Mit freundlichen Grüßen
Sibylle Mühlke, Redakteurin


  Inhalt  
     
  LfD Niedersachsen: Datenschutzbeschwerden auf Rekordniveau  
  digitalSIGNAGE: Digitale Bürgerkommunikation für Rathaus & Co.  
  Bundeshaushalt 2027: Digitaletat steigt auf 1,44 Milliarden Euro  
  Baden-Württemberg/Niedersachsen: Anschluss an bundesweites Justiznetz  
  Saarland: Online-Anerkennung ausgeweitet  
  Beschaffung: Gebündelte Kräfte für einen modernen Einkauf  
  BMDS: Abschlussbericht zum Agentic AI Hub  
  European Public Administration Report: Ist eine teure Verwaltung auch gut?  
  Bitkom: Wie digital sind Berlins Parteien?  
     
 
 
  Aktuelle Termine  
  Branchenindex  
     
LfD Niedersachsen
Abbildung des gedruckten Datenschutzberichts Datenschutzbeschwerden auf Rekordniveau
Die Zahl der Datenschutzbeschwerden in Niedersachsen ist 2025 um 70 Prozent gestiegen und steigt auch 2026 weiter. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz hat dafür eine überraschende Erklärung: KI-Chatbots machen die Beschwerdemöglichkeiten bekannter und erstellen Musterschreiben.
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digitalSIGNAGE
Graues Büro mit leichtenden Leitsystem-Displays Digitale Bürgerkommunikation für Rathaus & Co.
Digitale Informations- und Anzeigesysteme können das Personal in Kommunen entlasten: Sie erleichtern die Orientierung, organisieren den Besucheraufruf und informieren. Der ISO/IEC 27001 zertifizierte Anbieter digitalSIGNAGE deckt dafür ein breites Produktspektrum ab.
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Bundeshaushalt 2027
Blick vom Spreeufer auf das Reichstagsgebäude. Digitaletat steigt auf 1,44 Milliarden Euro
Der Haushaltsentwurf 2027 sieht für das Bundesdigitalministerium höhere Ausgaben für die IT-Infrastruktur und mehr Mittel aus dem Sondervermögen vor. Schwerpunkte sind Breitbandausbau und Verwaltungsdigitalisierung. Bei Mobilfunk und Registermodernisierung wird dagegen gekürzt.
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Baden-Württemberg/Niedersachsen
Anschluss an bundesweites Justiznetz
Baden-Württemberg und Niedersachsen sind als erste Länder an das neue bundesweite Justiznetz angeschlossen worden. Das Netz bildet die technische Grundlage für eine Justiz-Cloud, über die Gerichte und Staatsanwaltschaften künftig gemeinsame Anwendungen nutzen sollen.
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Saarland
Online-Anerkennung ausgeweitet
Das Saarland ermöglicht die digitale Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen für vier weitere Approbationsberufe. Damit wächst das Online-Angebot für internationale Fachkräfte und zugleich soll die Verwaltung bei der Bearbeitung der Anträge entlastet werden.
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Beschaffung
Heller Raum, heller Holztisch, zwei Männer und eine Frau sitzen nebeneinander mit Dokumenten vor sich und lächeln in die Kamera Gebündelte Kräfte für einen modernen Einkauf
Das BMDS entwickelt den Marktplatz Deutschland als zentrale Plattform für die digitale Abwicklung von Vergabeverfahren aller Bundesländer. Nun erproben das BMDS, das Land Berlin und die IHK Berlin gemeinsam die Funktion „Direktauftrag“.
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BMDS
Abschlussbericht zum Agentic AI Hub
Der Agentic AI Hub hat in 19 Kommunen den Einsatz agentischer KI in 20 Pilotprojekten erprobt. Der Abschlussbericht zeigt deutliche Zeitersparnisse und soll nun den Weg für die Skalierung erfolgreicher Anwendungen ebnen.
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European Public Administration Report
500-Euro-Scheine unter der Lupe Ist eine teure Verwaltung auch gut?
Deutschland leistet sich eine der teureren öffentlichen Verwaltungen Europas. Mehr Wirkung folgt daraus aber nicht automatisch. Eine Studie aus Österreich zeigt, dass es gute Organisation, qualifiziertes Personal und digitale Werkzeuge sind, die den Unterschied machen.
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Bitkom
Luftaufnahme Berlin, Blick über die Museumsinsel auf den Alexanderplatz Wie digital sind Berlins Parteien?
Welche Berliner Parteien passen bei digitalpolitischen Fragen zu den eigenen Positionen? Zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September gleicht der neue Bitkomat die Antworten der Nutzerinnen und Nutzer auf 20 Thesen mit den Angaben der im Parlament vertretenen Parteien ab.
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24.09.2026, Online
Digitales Forschungs­management

30.09.2026, Düsseldorf
27. ÖV-Symposium NRW

01.10.2026, Berlin
Public Data – besser mit Behördendaten umgehen

13.10.2026 - 15.10.2026, Berlin
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Gemeinsam vom digitalen Wandel zum digitalen Vorsprung: Mit IT-Lösungen, die das Leben der...
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