BrandenburgFahrplan für die digitale Zukunft
Das Land Brandenburg arbeitet an der Weiterentwicklung seiner Digitalisierungsstrategie. Das Digitalkabinett des Landes billigte dafür die Digitalisierungsstrategien der neun Ressorts und der Staatskanzlei. Zudem wurde ein Gutachten zur Evaluation der digitalen Resilienz in Brandenburg vorgestellt, das die Staatskanzlei extern in Auftrag gegeben hatte. Auf den Strategien der einzelnen Ministerien solle das ressortübergreifende Digitalprogramm 2025 aufbauen. Dies erläuterte der Digitalbeauftragte des Landes, Staatssekretär Benjamin Grimm, auf der Kabinettspressekonferenz. Auch die Ergebnisse des Resilienz-Gutachtens sollen in das Digitalprogramm einfließen. Eine Entwurfsfassung dessen soll im Herbst vorgestellt werden, anschließend ist ein umfassender Konsultationsprozess vorgesehen. Im ersten Quartal 2022 soll das Programm verabschiedet werden. Das Digitalprogramm 2025 ist als Update für die Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg aus dem Jahr 2018 konzipiert. Die darin umrissenen Maßnahmen seien zu 80 Prozent entweder abgeschlossen oder in Umsetzung, heißt es in einer Pressemeldung des Landes Brandenburg.
Eine resiliente digitale Verwaltung
Das Gutachten zur digitalen Resilienz in Brandenburg befasst sich vor allem mit den Folgen der Corona-Pandemie. Es kommt zu dem Schluss, dass die Verwaltung während der Corona-Pandemie zu jedem Zeitpunkt handlungsfähig war, was insbesondere durch eine schnelle digitale Ausstattung der Beschäftigten ermöglicht worden sei. Allerdings gäbe es auch Verbesserungspotenziale, wie Benjamin Grimm betonte. Das Gutachten identifiziere organisatorische und rechtliche Handlungsfelder, in denen das Land tätig werden müsse, um Staat und Verwaltung auch mithilfe digitaler Technologien krisenfester zu gestalten. So benötigten die Beschäftigten im digitalen Zeitalter einen flexiblen Handlungsrahmen für mobiles Arbeiten. Grimm schlug vor, veränderte Arbeits- und Zusammenarbeitsstrukturen in Digitallaboren zu erkunden. Zudem sei Barrierefreiheit wichtig, um Teilhabe zu verbessern.
Auch das Thema Verwaltungsdigitalisierung stand im Digitalkabinett auf der Tagesordnung. Der IT-Beauftragte des Landes, Innenstaatssekretär Markus Grünewald, stellte Vorlagen zur Fortschreibung der E-Government-Strategie des Landes und zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) in Brandenburg vor, um damit die Digitalisierung der Verwaltung zu beschleunigen. Die E-Government-Strategie soll durch die Fortschreibung nun einen konkreten Fahrplan erhalten, wonach „sämtliche Verwaltungsleistungen vollständig digitalisiert“ werden können, teilte der Regierungssprecher des Landes Brandenburg, Florian Engels, mit. Mit klaren Zielen und Meilensteinen definiere die Landesregierung den Weg zur digitalen und medienbruchfreien Zusammenarbeit innerhalb und zwischen Behörden bis zum Jahr 2025 und gebe damit Orientierung bei der Modernisierung der Verwaltung. Geplant sei auch ein zentrales OZG-Budget, das die Finanzierung der Umsetzung in den kommenden Jahren gewährleisten solle.
Politik: Neuer Digitalausschuss im Bundesrat
[23.04.2026] Im Bundesrat wurden Digitalisierungsthemen bisher überwiegend in anderen Fachausschüssen – etwa für Verkehr oder Inneres – „mitbehandelt“. Dies wird nun anders: Gestern tagten die Digitalminister von Bund und Ländern erstmals in einem eigenen Ausschuss der Länderkammer. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Schub für die Registermodernisierung
[17.04.2026] Mecklenburg-Vorpommern hat bis zu 150 Millionen Euro für Registermodernisierung und Maßnahmen für mehr IT-Sicherheit freigegeben. Land und Kommunen betonen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit bei der Verwaltungsdigitalisierung. mehr...
BMDS/Niedersachsen: Fokusleistungen in die Fläche
[15.04.2026] Mit einem neuen Ansatz will das BMDS digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen. Kernstück ist die Beauftragung eines Generalunternehmers, der die Ende-zu-Ende-Verantwortung für den Roll-out in den Kommunen übernimmt. Nach Bayern und Hessen hat nun Niedersachsen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. mehr...
Thüringen/Estland: Von den Besten lernen
[10.04.2026] Estland setzt mit seiner digitalen Transformation globale Maßstäbe. Die Botschafterin des baltischen Staates machte nun ihren Antrittsbesuch beim Thüringer Ministerpräsidenten und der Landes-CIO. Thüringen und Estland wollen die digitale Verwaltung enger verzahnen. mehr...
Sachsen: Zukunftspaket für Wirtschaft und Arbeit
[08.04.2026] Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter hat das Zukunftspaket I für Wirtschaft und Arbeit vorgestellt. Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören unter anderem ein umfassendes Normenscreening und die Schaffung strafferer Strukturen in der Verwaltung. Auch die 24-Stunden-Gründung soll vorangetrieben werden. mehr...
IT-Planungsrat/FITKO: Jahresbericht veröffentlicht
[02.04.2026] Der IT-Planungsrat und die Föderale IT-Kooperation (FITKO) haben ihren gemeinsamen Jahresbericht 2025/2026 veröffentlicht. Er zeigt auf, wie die Verwaltungsdigitalisierung 2025 in konkrete Vorhaben übersetzt wurde. mehr...
Unternehmensgründung: Konzept für automatisierte Verfahren
[27.03.2026] Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bayern haben ein Konzept für vollautomatisierte Verwaltungsverfahren im Bereich Unternehmensgründung vorgelegt. Das Konzept stammt aus dem Projekt „Gründen in 24 Stunden“. mehr...
Schleswig-Holstein: Digitalisierungsbeschleunigungsgesetz im Landtag
[25.03.2026] Mit dem Digitalisierungsbeschleunigungsgesetz will Schleswig-Holstein den gesetzlichen Rahmen für eine umfassende, konsequente Verwaltungsdigitalisierung schaffen. Der Entwurf dazu wurde nun in den Landtag eingebracht. mehr...
NKR: Realitätscheck zur Modernisierungsagenda
[25.03.2026] Sechs Monate nach Verabschiedung der Modernisierungsagenda Bund zieht der Nationale Normenkontrollrat (NKR) eine Zwischenbilanz. Aus Sicht des Expertengremiums fehlt es vor allem an klarer Steuerung, Transparenz über den Umsetzungsstand und einer stärkeren Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg. mehr...
BMI/NKR: Modernisierung der Erwerbsmigration
[24.03.2026] Deutschland braucht internationale Fachkräfte – und ein Einwanderungsverfahren, das transparent, schnell und verlässlich funktioniert. Der Bund plant eine Work-and-Stay-Agentur als zentrale digitale Plattform für die Fachkräfteeinwanderung. Der Normenkontrollrat mahnt weitergehende Reformen an. mehr...
Berlin: Klement geht, Hundt kommt
[23.03.2026] Martina Klement, bisher CDO in Berlin, wechselt überraschend als neue Wirtschaftsministerin nach Brandenburg. Ihr Nachfolger wird der Dresdner Unternehmer und ausgewiesene Digitalexperte Matthias Hundt. mehr...
Bund: Rechenzentrumsstrategie beschlossen
[20.03.2026] Die Bundesregierung hat die Rechenzentrumsstrategie beschlossen. Innerhalb eines Jahres sollen 28 Maßnahmen in drei zentralen Handlungsfeldern gestartet und soweit wie möglich abgeschlossen werden. mehr...
IT-Planungsrat: Deutschland-Stack kommt
[19.03.2026] Der IT-Planungsrat hat sich auf seiner aktuellen Sitzung auf den Aufbau des Deutschland-Stacks als verbindlichen Plattformkern unter Federführung des Bundes, ein gemeinsames Portfolio mit klaren Prioritäten und eine neue föderale Steuerung verständigt. mehr...
Schleswig-Holstein: Digitalstrategie 2026 vorgestellt
[18.03.2026] Schleswig-Holstein hat seine neue Digitalstrategie beschlossen. Erstmalig waren zentrale Partner aus Kommunen und Zivilgesellschaft systematisch in den Strategieprozess eingebunden, um einen breiten gesellschaftlichen Ansatz zu ermöglichen. mehr...
Baden-Württemberg: Gemeinsam schneller digital
[17.03.2026] In Baden-Württemberg haben Land und Kommunen eine neue – die inzwischen dritte – E-Government-Vereinbarung unterzeichnet. Das Land will den Roll-out von Verwaltungsleistungen in den Kommunen mit weiteren zehn Millionen Euro finanzieren. mehr...














