BerlinZuwendungen sollen schneller fließen

[29.06.2026] In Berlin sollen eine moderne Software für digitale Anträge und eine neue Datenbank für Förderprogramme künftig dafür sorgen, dass mögliche Zuwendungen im Sozialbereich schneller und mit weniger Bürokratie vergeben werden können. Auch ein neues IT-Fachverfahren soll eingeführt werden.
Nahaufnahme eines Papierstapels auf einem Schreibtisch

Weniger Papierkram und mehr Zeit für Menschen: Diese Ziele verfolgt der Berliner Senat im Bereich Soziales.

(Bildquelle: mariis/123rf.com)

Weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung – Berlin will sein Sozialwesen modernisieren. Zum Jahresanfang trat das Landesorganisationsgesetz in Kraft, das als zentraler Baustein der angestrebten Verwaltungsreform gilt. Damit übernimmt die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung (SenASGIVA) die Gesamtverantwortung für die digitalen Erneuerungen im Bereich der Zuwendungen.

Wie der Berliner Senat mitteilt, soll die in der SenASGIVA angesiedelte Zentrale Ansprechstelle Zuwendungen ein Projekt zur Einführung einer landesweiten Softwarelösung starten. Diese umfasst eine Suchfunktion für passende Förderprogramme in der sogenannten Förder-Finder-Suite; eine vollständige digitale Antragstellung und Antragsbearbeitung sowie ein Tool zur Datenvisualisierung. „Durch die Digitalisierung und Vereinfachung der Zuwendungsverfahren können wir soziale Projekte und Initiativen genau dort entlasten, wo es eng wird: bei zu viel Bürokratie. So bleibt den Beschäftigten mehr Zeit für die Arbeit mit den Menschen und nicht mit dem Papier,“ sagte die Senatorin für Soziales, Cansel Kiziltepe.

Mit der neuen Zuständigkeit startet außerdem ein Folgeprojekt für das im Jahr 2023 begonnene landesweite Projekt zur Vereinfachung, Optimierung und Digitalisierung von Zuwendungen im Land Berlin. Die ersten drei Teilprojekte zur Vereinfachung und Vereinheitlichung des Zuwendungsrechts, zur Geschäftsprozessoptimierung sowie zu Datenbanken und Berichtswesen wurden bereits im März 2025 abgeschlossen. Auch das letzte Teilprojekt „Digitalisierung IT-Fachverfahren“ ist nach Senatsangaben weit vorangeschritten. Die noch verbleibendenden Arbeitsschritte zur Auswahl und Einführung eines IT-Fachverfahrens werden nun durch das Nachfolgeprojekt in Verantwortung der SenASGIVA bearbeitet.





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